31. Juli 1527 |Geburt Kaiser Maximilians II.
- Carlo
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31. Juli 1527 |Geburt Kaiser Maximilians II.
1 Tag 2 Stunden herAm 31. Juli 1527 – heute vor 499 Jahren – wurde in Wien der spätere Kaiser Maximilian II. geboren.
Maximilian war der älteste Sohn des späteren Kaisers Ferdinand I. und dessen Gemahlin Anna von Böhmen und Ungarn. Durch seine Mutter, eine Tochter König Wladislaws II. aus dem Haus der Jagiellonen, war er eng mit den Herrscherhäusern Böhmens und Ungarns verbunden. Diese dynastische Verbindung bildete eine wesentliche Grundlage für den Aufbau der habsburgischen Monarchie im Donauraum.
Bereits zu Lebzeiten seines Vaters wurde Maximilian auf die Nachfolge vorbereitet. Im Jahr 1562 wurde er in Prag zum König von Böhmen gekrönt und in Frankfurt zum römisch-deutschen König gewählt. Ein Jahr später folgte in Pressburg die Krönung zum König von Ungarn. Nach dem Tod Ferdinands I. am 25. Juli 1564 übernahm Maximilian die Regierung im Heiligen Römischen Reich.
Ein Kaiser zwischen den Konfessionen
Seine Regierungszeit von 1564 bis 1576 fiel in eine Phase wachsender religiöser Spannungen. Obwohl Maximilian offiziell der katholischen Kirche angehörte, zeigte er Verständnis für protestantische Reformanliegen. Er bemühte sich um einen Ausgleich zwischen den Konfessionen und gewährte insbesondere dem österreichischen Adel gewisse Freiheiten bei der Ausübung des evangelischen Glaubens.
Diese vermittelnde Haltung brachte ihn wiederholt in Gegensatz zu streng katholischen Kräften am päpstlichen und am spanischen Hof. Eine dauerhafte Überwindung der konfessionellen Spaltung des Reiches gelang ihm jedoch nicht.
Dynastische Verbindungen
Im Jahr 1548 heiratete Maximilian seine Cousine Maria von Spanien, eine Tochter Kaiser Karls V. Die Ehe sollte den Zusammenhalt zwischen der österreichischen und der spanischen Linie des Hauses Habsburg stärken. Aus ihr gingen fünfzehn Kinder hervor. Zwei ihrer Söhne, Rudolf II. und Matthias, bestiegen später ebenfalls den Kaiserthron.
Maximilian II. war Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies und ließ sich mit dessen charakteristischem Kleinod darstellen. Die Souveränität über den burgundischen Hausorden lag zu jener Zeit allerdings bei seinem Cousin und Schwager König Philipp II. von Spanien.
Maximilian II. starb am 12. Oktober 1576 während des Reichstags zu Regensburg. Beigesetzt wurde er im Veitsdom zu Prag. Sein Wahlspruch lautete:
„Providebit Deus“ – Gott wird vorsorgen.
Quellen und weiterführende Literatur:
– Deutsche Biographie: „Maximilian II.“
– Die Welt der Habsburger: „Maximilian II.“
– Die Welt der Habsburger: „Sympathie für Protestanten: Maximilian II.“
– Brigitte Hamann (Hrsg.): Die Habsburger. Ein biographisches Lexikon, Wien 1988.
– Thomas Winkelbauer: Ständefreiheit und Fürstenmacht. Länder und Untertanen des Hauses Habsburg im konfessionellen Zeitalter, Wien 2003.
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