25. Juli 2026 | Hochzeit Ezhgin. Isabella mit Carlos de Palacio y Gaytán

25. Juli 2026 | Hochzeit Ezhgin. Isabella mit Carlos de Palacio y Gaytán

1 Tag 20 Stunden her - 1 Tag 19 Stunden her
#
 
Erzherzogin Isabel von Österreich und Carlos de Palacio y Gaytán de Ayala nach ihrer Trauung in der Wiener Jesuitenkirche am 25. Juli 2026. Die Braut trägt das historische Diamantknopf-Diadem der Bourbon-Beider-Sizilien.
Foto: Thomas Kronsteiner/Getty Images.

Hochzeit Erzherzogin Isabels von Österreich in der Wiener Jesuitenkirche

Am Samstag, dem 25. Juli 2026, heiratete Erzherzogin Isabel von Österreich – Isabel von Habsburg-Lothringen – den spanischen Aristokraten Carlos de Palacio y Gaytán de Ayala. Die kirchliche Trauung fand in der Wiener Jesuiten- beziehungsweise Universitätskirche am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz statt. Anschließend wurde das Brautpaar bei einem Empfang im Innenhof der Kirche gefeiert; am Abend folgte ein festliches Hochzeitsdiner.

Die Braut ist eine Tochter von Erzherzog Simeon von Österreich und Prinzessin María Paloma von Bourbon-Beider-Sizilien und Orléans. Väterlicherseits ist sie eine Urenkelin des 2004 seliggesprochenen letzten österreichischen Kaisers Karl I. und seiner Gemahlin Kaiserin Zita von Bourbon-Parma. Über ihre Mutter gehört Isabel zugleich zur Familie Bourbon-Beider-Sizilien: Ihr Großvater war Infant Carlos, Herzog von Kalabrien, ihre Großmutter ist Prinzessin Anne von Orléans. Der Bräutigam entstammt den spanischen Adelsfamilien de Palacio und Gaytán de Ayala. Das Paar lebt und arbeitet in London.

 Ein historisch bedeutsamer Trauungsort

Mit der Wahl der Wiener Jesuitenkirche erhielt die Hochzeit auch einen ausgeprägten dynastisch-historischen Rahmen. Die Kirche wurde im Zusammenhang mit der Eingliederung des Jesuitenkollegs in die Wiener Universität errichtet und 1631 durch Kardinal Franz von Dietrichstein geweiht. Kaiser Leopold I. berief 1702 den Jesuitenbruder und Künstler Andrea Pozzo nach Wien, der dem Gotteshaus zwischen 1703 und 1705 seine heutige hochbarocke Gestalt verlieh. Die Universitätskirche ist damit nicht nur ein Hauptwerk des Wiener Barocks, sondern auch eng mit der konfessionellen und kulturellen Politik des Hauses Habsburg im 17. und frühen 18. Jahrhundert verbunden.

 Das Diamantknopf-Diadem der Bourbon-Beider-Sizilien

Besondere Aufmerksamkeit fand das historische Hochzeitsdiadem der Braut. Isabel trug das sogenannte Bourbon-Two Sicilies Diamond Button Tiara, auf Deutsch etwa „Diamantknopf-Diadem der Bourbon-Beider-Sizilien“. Das Schmuckstück wurde ihr von ihrem Onkel Prinz Pedro von Bourbon-Beider-Sizilien, Herzog von Kalabrien, zur Verfügung gestellt.

 Das Diadem besteht aus fünf runden, mit Blattornamenten gestalteten Diamantknöpfen, die auf einer schlichten Platinfassung montiert sind. In dieser Form wurde es 1936 Prinzessin Alicia von Bourbon-Parma anlässlich ihrer Hochzeit mit Infant Alfonso, Herzog von Kalabrien, als Familiengeschenk überreicht. Die Diamantknöpfe selbst sind jedoch wesentlich älter: Sie sollen aus dem 18. Jahrhundert stammen und über mehrere Generationen innerhalb der habsburgischen Linie Österreich-Teschen weitergegeben worden sein. Auch Erzherzogin Isabels Mutter, Prinzessin María Paloma, trug das Diadem bei ihrer eigenen Hochzeit mit Erzherzog Simeon im Jahre 1996.
 Damit verband der Brautschmuck auf besonders anschauliche Weise die beiden großen Traditionslinien der Braut: das Haus Habsburg-Lothringen und das Haus Bourbon-Beider-Sizilien.

 Gäste aus europäischen Königs- und Fürstenhäusern

Unter den Hochzeitsgästen befanden sich zahlreiche Angehörige europäischer Königs-, Fürsten- undAdelshäuser. Besonders prominent vertreten war das belgische Königshaus: König Philippe und Königin Mathilde der Belgier nahmen gemeinsam mit ihrer Tochter Prinzessin Elisabeth, Herzogin von Brabant, und ihrem Sohn Prinz Gabriel an der Trauung teil.

 Zu den weiteren Gästen gehörten unter anderem der Herzog und die Herzogin von Braganza, Prinz Nikolaus von Liechtenstein und Prinzessin Margaretha von Luxemburg und Liechtenstein, Mitglieder des Hauses Bourbon-Beider-Sizilien sowie zahlreiche Angehörige des Hauses Habsburg-Lothringen. Genannt werden beispielsweise Erzherzog Georg und Erzherzogin Eilika sowie Erzherzog Carl Christian und Erzherzogin Marie-Astrid.

 Die Wiener Hochzeit war somit weit mehr als ein gesellschaftliches Ereignis. Sie machte sichtbar, wie eng die historischen Dynastien Europas bis heute durch Abstammung, Heirat und persönliche Beziehungen miteinander verbunden sind. Zugleich verbanden sich in der Wahl des Trauungsortes und des Brautschmucks österreichische, italienisch-bourbonische, französische und spanische Familientraditionen.

Quellen
  • The Royal Watcher: Wedding of Archduchess Isabel of Austria and Carlos de Palacio y Gaytán de Ayala, 25. Juli 2026.
  • Jesuitenkirche Wien: Geschichte der Kirche und Kirchenführer.
  • La Vanguardia: Bericht über die Wiener Trauung, 25. Juli 2026.
Folgende Benutzer bedankten sich: Giraldus

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Login Form