15. Juli 1099 | Die Kreuzfahrer erobern Jerusalem
- Carlo
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15. Juli 1099 | Die Kreuzfahrer erobern Jerusalem
1 Woche 5 Tage her
Am 15. Juli 1099 eroberten die Heere des Ersten Kreuzzugs Jerusalem nach einer seit dem 7. Juni dauernden Belagerung. Dem Eindringen in die Stadt folgten schwere Gewalttaten und die Tötung zahlreicher muslimischer und jüdischer Einwohner. Über das genaue Ausmaß des Blutvergießens gehen die mittelalterlichen Berichte und die Einschätzungen der modernen Forschung auseinander.
Am 22. Juli 1099 wählten die führenden Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon zum weltlichen Herrscher Jerusalems. Er nahm jedoch nicht den Königstitel an. In den Quellen erscheint er unter anderem als *princeps* sowie, in der später maßgeblichen Überlieferung, als *Advocatus Sancti Sepulchri* – als Vogt oder Beschützer des Heiligen Grabes.
Der mittelalterlichen Tradition zufolge wollte Gottfried dort keine goldene Königskrone tragen, wo Christus die Dornenkrone getragen hatte. Ob er diese Worte tatsächlich in dieser Form äußerte, lässt sich nicht sicher nachweisen; die Erzählung wurde jedoch zu einem prägenden Bestandteil seines ritterlich-christlichen Erinnerungsbildes. Erst sein Bruder und Nachfolger Balduin I. ließ sich im Jahr 1100 zum König von Jerusalem krönen.
Die Einnahme Jerusalems und die anschließende Errichtung einer lateinischen Herrschaft wurden später zu wichtigen Bezugspunkten der christlichen Ritter- und Ordensüberlieferung. Der heutige Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem beruft sich traditionsgemäß auf das Umfeld des Ersten Kreuzzugs, doch ist eine ununterbrochene institutionelle Gründung durch Gottfried von Bouillon historisch nicht nachweisbar; sichere Belege für Ritter vom Heiligen Grab setzen erst im Spätmittelalter ein.
Unabhängig davon bestand in Jerusalem bereits zur Zeit des Ersten Kreuzzugs ein dem heiligen Johannes geweihtes Hospital zur Pflege kranker und bedürftiger Pilger. Aus dessen Gemeinschaft entwickelte sich der Johanniter- beziehungsweise Hospitalorden, der 1113 von Papst Paschalis II. kirchenrechtlich anerkannt wurde. In seiner Tradition lebt der hospitalische Auftrag des Dienstes an Kranken und Bedürftigen bis heute fort.
Am 22. Juli 1099 wählten die führenden Kreuzfahrer Gottfried von Bouillon zum weltlichen Herrscher Jerusalems. Er nahm jedoch nicht den Königstitel an. In den Quellen erscheint er unter anderem als *princeps* sowie, in der später maßgeblichen Überlieferung, als *Advocatus Sancti Sepulchri* – als Vogt oder Beschützer des Heiligen Grabes.
Der mittelalterlichen Tradition zufolge wollte Gottfried dort keine goldene Königskrone tragen, wo Christus die Dornenkrone getragen hatte. Ob er diese Worte tatsächlich in dieser Form äußerte, lässt sich nicht sicher nachweisen; die Erzählung wurde jedoch zu einem prägenden Bestandteil seines ritterlich-christlichen Erinnerungsbildes. Erst sein Bruder und Nachfolger Balduin I. ließ sich im Jahr 1100 zum König von Jerusalem krönen.
Die Einnahme Jerusalems und die anschließende Errichtung einer lateinischen Herrschaft wurden später zu wichtigen Bezugspunkten der christlichen Ritter- und Ordensüberlieferung. Der heutige Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem beruft sich traditionsgemäß auf das Umfeld des Ersten Kreuzzugs, doch ist eine ununterbrochene institutionelle Gründung durch Gottfried von Bouillon historisch nicht nachweisbar; sichere Belege für Ritter vom Heiligen Grab setzen erst im Spätmittelalter ein.
Unabhängig davon bestand in Jerusalem bereits zur Zeit des Ersten Kreuzzugs ein dem heiligen Johannes geweihtes Hospital zur Pflege kranker und bedürftiger Pilger. Aus dessen Gemeinschaft entwickelte sich der Johanniter- beziehungsweise Hospitalorden, der 1113 von Papst Paschalis II. kirchenrechtlich anerkannt wurde. In seiner Tradition lebt der hospitalische Auftrag des Dienstes an Kranken und Bedürftigen bis heute fort.
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