10. September 1898 | Kaiserin Elisabeths letzte Reise
- Carlo
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10. September 1898 | Kaiserin Elisabeths letzte Reise
5 Tage 23 Stunden her - 5 Tage 23 Stunden herBild:Kaiserin Elisabeth von Österreich, Königin von Ungarn, dargestellt von Franz Xaver Winterhalter (1865). Sie trägt ein weißes Hofkleid und die berühmten Diamantsterne im Haar.
Bildnachweis: Franz Xaver Winterhalter, 1865 / Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain).
Am 10. September 1898 wurde Kaiserin Elisabeth von Österreich, Königin von Ungarn, in Genf ermordet. Sie hielt sich dort inkognito als „Gräfin von Hohenembs“ auf und wollte mit ihrer Hofdame, Gräfin Irma Sztáray, vom Hotel Beau-Rivage zum Dampfschiff Genève am Quai du Mont-Blanc gehen.
Der italienische Anarchist Luigi Lucheni, der ursprünglich ein Attentat auf den Prinzen Henri d’Orléans geplant hatte, erfuhr aus der Presse von Elisabeths Anwesenheit. Er griff sie mit einer zugespitzten dreikantigen Feile an und verletzte ihr Herz tödlich. Die Kaiserin konnte zunächst noch an Bord des Dampfers gehen, brach dort jedoch zusammen. Nach der Rückkehr ins Hotel Beau-Rivage starb sie am selben Nachmittag an inneren Blutungen.
Lucheni wurde unmittelbar nach der Tat festgenommen, im November 1898 in Genf zu lebenslanger Haft verurteilt und nahm sich 1910 im Gefängnis das Leben.
Elisabeths Leichnam wurde über Genf und Wien in die Kapuzinergruft überführt; die Beisetzung fand am 17. September 1898 statt. Das Attentat beendete gewaltsam das Leben einer Herrscherin, deren Reisen und Distanz zum höfischen Alltag schon zu Lebzeiten ihr öffentliches Bild geprägt hatten – und deren Erinnerung eng mit der Geschichte der späten Habsburgermonarchie verbunden blieb.
Quellen: Archives d’État de Genève ; Sisi Museum, Hofburg Wien ; Kaisergruft Wien .
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