Oberst Adolf Köck Edler von Lehenshof – Adelsdiplom vom 9. Mai 1916
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Oberst Adolf Köck Edler von Lehenshof – Adelsdiplom vom 9. Mai 1916
1 Woche 2 Tage her
Oberst Adolf Köck Edler von Lehenshof – Adelsdiplom vom 9. Mai 1916 im Bestand ADLER Mandatarie Graz
Liebe Forumsmitglieder,
ich möchte hier ein sehr schönes und für die Adels- und Militärgeschichte der späten Donaumonarchie bemerkenswertes Stück vorstellen: das Adelsdiplom des k. u. k. Obersten und Regimentskommandanten Adolf Köck, ausgestellt am 9. Mai 1916, mit dem Prädikat
Das Diplom befindet sich seit kurzem im Bestand der ADLER Mandatarie Graz – und zwar, soweit derzeit ersichtlich, in einem ausgesprochen guten Erhaltungszustand. Besonders erfreulich ist, dass es noch in der originalen Messingblechhülle erhalten ist, mit der es offenbar übermittelt bzw. aufbewahrt wurde. Solche originalen Überlieferungszusammenhänge sind für die Provenienz- und Objektgeschichte immer besonders wertvoll.
Historische Einordnung
Das Diplom datiert vom 9. Mai 1916 und gehört damit in die letzte Phase der Regierung Kaiser Franz Josephs I. Der Kaiser starb am 21. November 1916 in Schönbrunn; das Diplom zählt somit zu jener späten Gruppe von Standeserhebungen, die noch unter Franz Joseph I. vollzogen wurden.
Gerade die Jahre 1914–1916 sind für die Erforschung der habsburgischen Nobilitierungspraxis besonders interessant. Einerseits stand den k. (u.) k. Offizieren aufgrund der seit Maria Theresia bestehenden Regelungen unter bestimmten Voraussetzungen der Weg zur Standeserhebung offen; andererseits führte der Erste Weltkrieg zu einer deutlichen Verdichtung militärischer Auszeichnungen, Gnadenakte und Nobilitierungen.
Arno Kerschbaumer weist in seinem Werk zu den Nobilitierungen unter Kaiser Franz Joseph I. ausdrücklich darauf hin, dass ab 1916 auch die Praxis der Nobilitierungen eine stärkere persönliche Annäherung an den Auszuzeichnenden und seine Familie erkennen lässt. Die Familie Köck Edle von Lehenshof wird in diesem Zusammenhang ebenfalls geführt.
Zur Person Adolf Köck Edler von Lehenshof
Der spätere Generalmajor wird in der einschlägigen Literatur als
Adolf Köck Edler von Lehenshof
geb. 3. Februar 1862
gest. 22. Dezember 1927
geführt.
Nach Schmidt-Brentano, Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, wurde Adolf Köck mit Wirksamkeit vom 1. November 1917 zum Generalmajor befördert; als Datum der Veröffentlichung bzw. Bestätigung wird dort der 31. Dezember 1917 angegeben. Seine Pensionierung erfolgte demnach mit 1. Jänner 1919.
Die im Zusammenhang mit dem Diplom genannte Stellung als k. u. k. Oberst und Regimentskommandant passt somit gut in die militärische Laufbahn unmittelbar vor der späteren Beförderung in die Generalität.
Grab- und Erinnerungsnachweis
Ein weiterer Nachweis findet sich in der ADLER-Grabsteindokumentation. Dort ist ein Grabstein für
Generalmajor Adolf Köck von Lehenhof
mit den Lebensdaten 3. Februar 1862 – 22. Dezember 1927 am Wiener Zentralfriedhof verzeichnet. Auffällig ist hier die Schreibform „Lehenhof“ statt „Lehenshof“. Diese Abweichung sollte nicht vorschnell als Fehler bewertet werden, sondern als Forschungsansatz: Es wäre zu prüfen, welche Form im Diplom selbst, in den amtlichen Nobilitierungsakten, in militärischen Ranglisten und in der Grabinschrift verwendet wurde.
Zum Objekt selbst
Nach dem derzeitigen Befund handelt es sich um:
Damit liegt nicht nur ein genealogisch-heraldisches Dokument vor, sondern auch ein aussagekräftiges Zeugnis der späten monarchischen Auszeichnungspraxis im Ersten Weltkrieg.
Genealogischer Hinweis
Zur Genealogie der Familie Köck Edle von Lehenshof wird verwiesen auf:
Arno Kerschbaumer, Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I. / I. Ferenc József király (1914–1916), 2. erweiterte Auflage, Graz 2022, S. 256 ff.
Dort wird die Familie Köck Edle von Lehenshof mit genealogischen Angaben und Wappenbezug behandelt. Eine genauere Auswertung dieser Seiten wäre für die weitere Diskussion besonders willkommen.
Quellen und Verweise
Liebe Forumsmitglieder,
ich möchte hier ein sehr schönes und für die Adels- und Militärgeschichte der späten Donaumonarchie bemerkenswertes Stück vorstellen: das Adelsdiplom des k. u. k. Obersten und Regimentskommandanten Adolf Köck, ausgestellt am 9. Mai 1916, mit dem Prädikat
„Edler von Lehenshof“
Das Diplom befindet sich seit kurzem im Bestand der ADLER Mandatarie Graz – und zwar, soweit derzeit ersichtlich, in einem ausgesprochen guten Erhaltungszustand. Besonders erfreulich ist, dass es noch in der originalen Messingblechhülle erhalten ist, mit der es offenbar übermittelt bzw. aufbewahrt wurde. Solche originalen Überlieferungszusammenhänge sind für die Provenienz- und Objektgeschichte immer besonders wertvoll.
Historische Einordnung
Das Diplom datiert vom 9. Mai 1916 und gehört damit in die letzte Phase der Regierung Kaiser Franz Josephs I. Der Kaiser starb am 21. November 1916 in Schönbrunn; das Diplom zählt somit zu jener späten Gruppe von Standeserhebungen, die noch unter Franz Joseph I. vollzogen wurden.
Gerade die Jahre 1914–1916 sind für die Erforschung der habsburgischen Nobilitierungspraxis besonders interessant. Einerseits stand den k. (u.) k. Offizieren aufgrund der seit Maria Theresia bestehenden Regelungen unter bestimmten Voraussetzungen der Weg zur Standeserhebung offen; andererseits führte der Erste Weltkrieg zu einer deutlichen Verdichtung militärischer Auszeichnungen, Gnadenakte und Nobilitierungen.
Arno Kerschbaumer weist in seinem Werk zu den Nobilitierungen unter Kaiser Franz Joseph I. ausdrücklich darauf hin, dass ab 1916 auch die Praxis der Nobilitierungen eine stärkere persönliche Annäherung an den Auszuzeichnenden und seine Familie erkennen lässt. Die Familie Köck Edle von Lehenshof wird in diesem Zusammenhang ebenfalls geführt.
Zur Person Adolf Köck Edler von Lehenshof
Der spätere Generalmajor wird in der einschlägigen Literatur als
Adolf Köck Edler von Lehenshof
geb. 3. Februar 1862
gest. 22. Dezember 1927
geführt.
Nach Schmidt-Brentano, Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918, wurde Adolf Köck mit Wirksamkeit vom 1. November 1917 zum Generalmajor befördert; als Datum der Veröffentlichung bzw. Bestätigung wird dort der 31. Dezember 1917 angegeben. Seine Pensionierung erfolgte demnach mit 1. Jänner 1919.
Die im Zusammenhang mit dem Diplom genannte Stellung als k. u. k. Oberst und Regimentskommandant passt somit gut in die militärische Laufbahn unmittelbar vor der späteren Beförderung in die Generalität.
Grab- und Erinnerungsnachweis
Ein weiterer Nachweis findet sich in der ADLER-Grabsteindokumentation. Dort ist ein Grabstein für
Generalmajor Adolf Köck von Lehenhof
mit den Lebensdaten 3. Februar 1862 – 22. Dezember 1927 am Wiener Zentralfriedhof verzeichnet. Auffällig ist hier die Schreibform „Lehenhof“ statt „Lehenshof“. Diese Abweichung sollte nicht vorschnell als Fehler bewertet werden, sondern als Forschungsansatz: Es wäre zu prüfen, welche Form im Diplom selbst, in den amtlichen Nobilitierungsakten, in militärischen Ranglisten und in der Grabinschrift verwendet wurde.
Zum Objekt selbst
Nach dem derzeitigen Befund handelt es sich um:
- Adelsdiplom für Adolf Köck
- Prädikat: Edler von Lehenshof
- Ausstellungsdatum: 9. Mai 1916
- Aussteller: Kaiser Franz Joseph I.
- Empfänger: k. u. k. Oberst und Regimentskommandant Adolf Köck
- Erhaltung: sehr guter Zustand
- Besonderheit: originale Messingblechhülle erhalten
- Bestand: ADLER Mandatarie Graz
Damit liegt nicht nur ein genealogisch-heraldisches Dokument vor, sondern auch ein aussagekräftiges Zeugnis der späten monarchischen Auszeichnungspraxis im Ersten Weltkrieg.
Genealogischer Hinweis
Zur Genealogie der Familie Köck Edle von Lehenshof wird verwiesen auf:
Arno Kerschbaumer, Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I. / I. Ferenc József király (1914–1916), 2. erweiterte Auflage, Graz 2022, S. 256 ff.
Dort wird die Familie Köck Edle von Lehenshof mit genealogischen Angaben und Wappenbezug behandelt. Eine genauere Auswertung dieser Seiten wäre für die weitere Diskussion besonders willkommen.
Quellen und Verweise
- Arno Kerschbaumer: Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Franz Joseph I. / I. Ferenc József király (1914–1916), 2. erweiterte Auflage, Graz 2022
- Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918
- ADLER-Grabsteindokumentation: Köck von Lehenhof, Wiener Zentralfriedhof
- Schloss Schönbrunn: Tod Kaiser Franz Josephs I. am 21. November 1916
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