Lang / Lange / Langer / Langen von Langenau
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Lang / Lange / Langer / Langen von Langenau
2 Wochen 6 Tage her - 2 Wochen 6 Tage her
Lang / Lange / Langer / Langen von Langenau – Johann 1576, Andreas oder Valentin 1601?
GIRALDUS
Liebe Mitforschende,
ich möchte die verstreuten Hinweise zur Familie Lang / Lange / Langer / Langen von Langenau zusammenfassen und zugleich eine offene Frage zur Quellenlage stellen. Es geht vor allem um die Frage, ob die im Siebmacher genannte Nobilitierung vom 10. Oktober 1601 tatsächlich einen Andreas Lange betrifft – oder ob hier eine Verwechslung mit dem im ÖStA eindeutig nachgewiesenen Valentin Lang vorliegt.
1. Ausgangspunkt: Siebmacher Böhmen und Österreichisch Schlesien
Im Siebmacher Böhmen wird die Familie bzw. Namensform Lange von Langenau mit zwei frühen Nobilitierungen genannt:
Quelle / Abbildung:
images.sub.uni-goett...efault.jpg
Auch im Siebmacher Österreichisch Schlesien findet sich ein Hinweis auf Andreas Lange mit dem Datum 10.10.1601:
images.sub.uni-goett...efault.jpg
Damit steht zunächst eine Siebmacher-Tradition im Raum: Johann 1576 und Andreas 1601.
2. Abgleich mit dem Österreichischen Staatsarchiv
Im ÖStA ergibt sich jedoch ein anderer, archivalisch wesentlich genauerer Befund.
a) Valentin Langer – Wappen mit Lehenartikel, 19.08.1585
Im Österreichischen Staatsarchiv ist unter den Reichsadelsakten folgender Akt nachgewiesen:
AT-OeStA/AVA Adel RAA 241.12
Langer, Valentin, Raitdiener der Grafschaft Glatz, Wappen mit Lehenartikel, Prag, 19.08.1585.
Quelle:
www.archivinformatio...id=2532590
Der Akt nennt also ausdrücklich Valentin Langer, nicht Johann oder Andreas. Bemerkenswert ist außerdem die Amtsbezeichnung Raitdiener der Grafschaft Glatz. Das könnte für die spätere Zuordnung zu Valentin Lang von Langenau wichtig sein.
b) Valentin Lang – Adelsstand „von Langenau“, 10.10.1601
Für das Datum 10.10.1601 findet sich im ÖStA folgender Akt:
AT-OeStA/AVA Adel RAA 240.41
Lang, Valentin, Forstmeister der Grafschaft Glatz, Adelsstand, „von Langenau“, Wappenbestätigung, Wappenbesserung, Prag, 10.10.1601.
Quelle:
www.archivinformatio...ID=2532533
Dieser Befund ist aus meiner Sicht zentral: Das Datum 10.10.1601 stimmt mit der Siebmacher-Angabe überein, der Vorname im ÖStA lautet aber Valentin, nicht Andreas.
Damit stellt sich die Frage, ob im Siebmacher eine Verwechslung vorliegt, ob Andreas ein späterer Träger des Wappens war oder ob es eine genealogische Zwischenstufe gibt, die in der gedruckten Literatur verkürzt oder fehlerhaft wiedergegeben wurde.
3. Abgleich mit Král / Repertorium zum Adel der böhmischen Krone
Im genealogisch-heraldischen Repertorium von Adalbert Král von Dobrá Voda findet sich die gedruckte Tradition ebenfalls:
Quelle:
archive.org/details/...mens00kral
Der Král-Eintrag bestätigt somit, dass die Nennung Johann 1576 und Andreas 1601 nicht bloß ein isolierter Lesefehler eines einzelnen Siebmacher-Bildes ist, sondern in der gedruckten Sekundärliteratur tradiert wurde.
Allerdings löst Král den Widerspruch zum ÖStA nicht auf.
4. Doerr und die böhmischen Saalbücher
August von Doerrs Werk Der Adel der böhmischen Kronländer ist online zugänglich:
archive.org/details/...00doeruoft
Doerr selbst beschreibt sein Werk als Verzeichnis derjenigen Wappenbriefe und Adelsdiplome, die in den böhmischen Saalbüchern des Adelsarchivs eingetragen sind. Wichtig ist dabei: Doerr weist sinngemäß selbst darauf hin, dass damit nicht automatisch alle tatsächlich erteilten Wappenbriefe und Standeserhebungen vollständig erfasst sein müssen.
In der OCR-Volltextsuche fand ich für Langenau bzw. Valentin Lang von Langenau keinen eindeutigen Treffer. Das ist aber nur ein Suchbefund und kein endgültiger Negativnachweis, da OCR gerade bei alten Drucken fehleranfällig ist. Ein visueller Abgleich des Namensregisters und der einschlägigen Seiten wäre hier noch sinnvoll.
5. Genealogische Sammlung Ernst Kloss, Band 9
In der Genealogischen Sammlung Ernst Kloss, Band 9, soll ab folio 110 Material zur Familie vorhanden sein. Die Sammlung ist bei der Universität Wrocław digitalisiert.
Direktlink zum genannten Blattbereich:
glam.uni.wroc.pl/ind...=seadragon
Übersicht zur digitalisierten Sammlung:
www.bibliotekacyfrow...rnst+Kloss
Eine hilfreiche Übersicht zu den Kloss-Bänden nennt für Band 9 ausdrücklich „Langen von Langenau“:
dirkpeters.info/?p=3486
Nach der vorliegenden Notiz wird dort offenbar Valentin bzw. Langen von Langenau genannt – also wiederum nicht Andreas. Das würde gut zum ÖStA-Akt von 1601 passen.
6. Frühere Forendiskussion / weiterer Hinweis
In einer älteren Diskussion auf Ahnenforschung.net wurde ebenfalls auf die ÖStA-Einträge zu Lang von Langenau hingewiesen. Dort wurde außerdem erwähnt, dass im Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels ein Valentin Langen genannt werde, der 1602 mit „von Langenau“ geadelt worden sei. Der dortige Bearbeiter vermutete, dass dies mit dem ÖStA-Akt vom 10.10.1601 zu Valentin Lang von Langenau zusammenhängt.
Quelle:
forum.ahnenforschung...-langenau/
Das Jahr 1602 könnte eine spätere Eintragung, Publikation, Ausfertigung, eine sekundäre Rundung oder ein Fehler in der gedruckten Überlieferung sein. Der genaue Zusammenhang müsste noch am Original bzw. an der Kloss-Notiz geprüft werden.
7. Spätere ÖStA-Einträge mit „von Langenau“ – Achtung Abgrenzung
Im ÖStA finden sich außerdem spätere Einträge, die nicht vorschnell mit der Familie von 1585/1601 gleichgesetzt werden sollten:
Diese späteren Akten können genealogisch interessant sein, müssen aber sauber von der Glatzer Linie um Valentin Langer/Lang getrennt werden, solange keine Abstammung oder Wappenidentität nachgewiesen ist.
8. Vorläufige Arbeitshypothese
Nach derzeitigem Stand würde ich die Quellenlage so ordnen:
9. Offene Fragen an die Runde
10. Stand der Quellentreue
Gesichert nach ÖStA sind derzeit:
Nicht abschließend verifiziert sind derzeit:
Nach der derzeitigen Quellenlage würde ich daher im Forum nicht formulieren: „Andreas Lange wurde am 10.10.1601 geadelt“, sondern vorsichtiger:
„Die gedruckte Überlieferung bei Siebmacher/Král nennt für den 10.10.1601 Andreas Lange; der korrespondierende ÖStA-Akt zum selben Datum lautet jedoch auf Valentin Lang, Forstmeister der Grafschaft Glatz, mit dem Prädikat ‚von Langenau‘. Die Abweichung bedarf weiterer Klärung.“
GIRALDUS
Liebe Mitforschende,
ich möchte die verstreuten Hinweise zur Familie Lang / Lange / Langer / Langen von Langenau zusammenfassen und zugleich eine offene Frage zur Quellenlage stellen. Es geht vor allem um die Frage, ob die im Siebmacher genannte Nobilitierung vom 10. Oktober 1601 tatsächlich einen Andreas Lange betrifft – oder ob hier eine Verwechslung mit dem im ÖStA eindeutig nachgewiesenen Valentin Lang vorliegt.
1. Ausgangspunkt: Siebmacher Böhmen und Österreichisch Schlesien
Im Siebmacher Böhmen wird die Familie bzw. Namensform Lange von Langenau mit zwei frühen Nobilitierungen genannt:
- Johann Lange – böhmischer Adelsstand angeblich 1576
- Andreas Lange – Nobilitierung angeblich 10.10.1601
Quelle / Abbildung:
images.sub.uni-goett...efault.jpg
Auch im Siebmacher Österreichisch Schlesien findet sich ein Hinweis auf Andreas Lange mit dem Datum 10.10.1601:
images.sub.uni-goett...efault.jpg
Damit steht zunächst eine Siebmacher-Tradition im Raum: Johann 1576 und Andreas 1601.
2. Abgleich mit dem Österreichischen Staatsarchiv
Im ÖStA ergibt sich jedoch ein anderer, archivalisch wesentlich genauerer Befund.
a) Valentin Langer – Wappen mit Lehenartikel, 19.08.1585
Im Österreichischen Staatsarchiv ist unter den Reichsadelsakten folgender Akt nachgewiesen:
AT-OeStA/AVA Adel RAA 241.12
Langer, Valentin, Raitdiener der Grafschaft Glatz, Wappen mit Lehenartikel, Prag, 19.08.1585.
Quelle:
www.archivinformatio...id=2532590
Der Akt nennt also ausdrücklich Valentin Langer, nicht Johann oder Andreas. Bemerkenswert ist außerdem die Amtsbezeichnung Raitdiener der Grafschaft Glatz. Das könnte für die spätere Zuordnung zu Valentin Lang von Langenau wichtig sein.
b) Valentin Lang – Adelsstand „von Langenau“, 10.10.1601
Für das Datum 10.10.1601 findet sich im ÖStA folgender Akt:
AT-OeStA/AVA Adel RAA 240.41
Lang, Valentin, Forstmeister der Grafschaft Glatz, Adelsstand, „von Langenau“, Wappenbestätigung, Wappenbesserung, Prag, 10.10.1601.
Quelle:
www.archivinformatio...ID=2532533
Dieser Befund ist aus meiner Sicht zentral: Das Datum 10.10.1601 stimmt mit der Siebmacher-Angabe überein, der Vorname im ÖStA lautet aber Valentin, nicht Andreas.
Damit stellt sich die Frage, ob im Siebmacher eine Verwechslung vorliegt, ob Andreas ein späterer Träger des Wappens war oder ob es eine genealogische Zwischenstufe gibt, die in der gedruckten Literatur verkürzt oder fehlerhaft wiedergegeben wurde.
3. Abgleich mit Král / Repertorium zum Adel der böhmischen Krone
Im genealogisch-heraldischen Repertorium von Adalbert Král von Dobrá Voda findet sich die gedruckte Tradition ebenfalls:
- Lang v. Langenau, Johann: A. 1576. Als Quelle wird dort offenbar Schimon abgekürzt.
- Lange v. Langenau: A. für Johann 1576; A. für Andreas, 10. X. 1601. Dazu werden weitere Quellen- und Wappennachweise angegeben.
Quelle:
archive.org/details/...mens00kral
Der Král-Eintrag bestätigt somit, dass die Nennung Johann 1576 und Andreas 1601 nicht bloß ein isolierter Lesefehler eines einzelnen Siebmacher-Bildes ist, sondern in der gedruckten Sekundärliteratur tradiert wurde.
Allerdings löst Král den Widerspruch zum ÖStA nicht auf.
4. Doerr und die böhmischen Saalbücher
August von Doerrs Werk Der Adel der böhmischen Kronländer ist online zugänglich:
archive.org/details/...00doeruoft
Doerr selbst beschreibt sein Werk als Verzeichnis derjenigen Wappenbriefe und Adelsdiplome, die in den böhmischen Saalbüchern des Adelsarchivs eingetragen sind. Wichtig ist dabei: Doerr weist sinngemäß selbst darauf hin, dass damit nicht automatisch alle tatsächlich erteilten Wappenbriefe und Standeserhebungen vollständig erfasst sein müssen.
In der OCR-Volltextsuche fand ich für Langenau bzw. Valentin Lang von Langenau keinen eindeutigen Treffer. Das ist aber nur ein Suchbefund und kein endgültiger Negativnachweis, da OCR gerade bei alten Drucken fehleranfällig ist. Ein visueller Abgleich des Namensregisters und der einschlägigen Seiten wäre hier noch sinnvoll.
5. Genealogische Sammlung Ernst Kloss, Band 9
In der Genealogischen Sammlung Ernst Kloss, Band 9, soll ab folio 110 Material zur Familie vorhanden sein. Die Sammlung ist bei der Universität Wrocław digitalisiert.
Direktlink zum genannten Blattbereich:
glam.uni.wroc.pl/ind...=seadragon
Übersicht zur digitalisierten Sammlung:
www.bibliotekacyfrow...rnst+Kloss
Eine hilfreiche Übersicht zu den Kloss-Bänden nennt für Band 9 ausdrücklich „Langen von Langenau“:
dirkpeters.info/?p=3486
Nach der vorliegenden Notiz wird dort offenbar Valentin bzw. Langen von Langenau genannt – also wiederum nicht Andreas. Das würde gut zum ÖStA-Akt von 1601 passen.
6. Frühere Forendiskussion / weiterer Hinweis
In einer älteren Diskussion auf Ahnenforschung.net wurde ebenfalls auf die ÖStA-Einträge zu Lang von Langenau hingewiesen. Dort wurde außerdem erwähnt, dass im Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels ein Valentin Langen genannt werde, der 1602 mit „von Langenau“ geadelt worden sei. Der dortige Bearbeiter vermutete, dass dies mit dem ÖStA-Akt vom 10.10.1601 zu Valentin Lang von Langenau zusammenhängt.
Quelle:
forum.ahnenforschung...-langenau/
Das Jahr 1602 könnte eine spätere Eintragung, Publikation, Ausfertigung, eine sekundäre Rundung oder ein Fehler in der gedruckten Überlieferung sein. Der genaue Zusammenhang müsste noch am Original bzw. an der Kloss-Notiz geprüft werden.
7. Spätere ÖStA-Einträge mit „von Langenau“ – Achtung Abgrenzung
Im ÖStA finden sich außerdem spätere Einträge, die nicht vorschnell mit der Familie von 1585/1601 gleichgesetzt werden sollten:
- Lang, Franz Joseph Matthias, Hoftanzmeister, Adelsstand „von Langenau“, Wappen, Wien, 27.06.1721
www.archivinformatio...ID=4333392
- Lang, Johann Andreas, Hauptmann im Infanterieregiment Kray, Adelsstand „von Langenau“, Wien, 04.11.1799
www.archivinformatio...ID=4333402
- Langenau, Friedrich, Generalmajor, Freiherrenstand, Wien, 06.12.1827
www.archivinformatio...ID=4333433
Diese späteren Akten können genealogisch interessant sein, müssen aber sauber von der Glatzer Linie um Valentin Langer/Lang getrennt werden, solange keine Abstammung oder Wappenidentität nachgewiesen ist.
8. Vorläufige Arbeitshypothese
Nach derzeitigem Stand würde ich die Quellenlage so ordnen:
- Valentin Langer erhält am 19.08.1585 in Prag ein Wappen mit Lehenartikel. Er wird als Raitdiener der Grafschaft Glatz bezeichnet.
- Valentin Lang, Forstmeister der Grafschaft Glatz, erhält am 10.10.1601 in Prag den Adelsstand „von Langenau“ samt Wappenbestätigung und Wappenbesserung.
- Die Übereinstimmung von Region, Amtsumfeld und Name spricht dafür, dass der Valentin Langer von 1585 und der Valentin Lang von 1601 zumindest sehr wahrscheinlich zusammengehören, möglicherweise sogar dieselbe Person sind. Das müsste aber anhand der Akten bzw. genealogischer Nachweise abgesichert werden.
- Die gedruckte Tradition bei Siebmacher/Král nennt für den 10.10.1601 dagegen Andreas Lange. Da das ÖStA für dasselbe Datum aber Valentin Lang nennt, liegt hier wahrscheinlich ein Überlieferungs-, Zuordnungs- oder Lesefehler der Sekundärliteratur vor – oder Andreas ist eine spätere genealogische Bezugsperson, die in der Literatur fälschlich zum Nobilitierten wurde.
- Die Angabe Johann Lange, Adelsstand 1576 ist bisher nicht durch einen konkret benannten ÖStA-Akt belegt. Sie ist bei Král/Siebmacher tradiert, bedarf aber eines archivalischen Nachweises, etwa über Schimon, böhmische Landtafeln, Saalbücher oder eine andere Vorlage.
9. Offene Fragen an die Runde
- Hat jemand Zugriff auf den ÖStA-Akt RAA 240.41 zu Valentin Lang von Langenau, 10.10.1601 und kann daraus Namen, Familienangehörige, Wappenbeschreibung oder Hinweise auf das frühere Wappen von 1585 mitteilen?
- Ist im Akt von 1601 ausdrücklich auf die Wappenverleihung an Valentin Langer vom 19.08.1585 Bezug genommen?
- Woher stammt die Angabe Johann Lange, böhmischer Adelsstand 1576? Geht sie tatsächlich auf Schimon zurück, oder gibt es einen älteren archivalischen Nachweis?
- Kann jemand die einschlägigen Seiten der Genealogischen Sammlung Ernst Kloss, Band 9, ab fol. 110, vollständig lesen bzw. transkribieren? Besonders wichtig wären Namenfolge, Quellenangaben und etwaige Verweise auf Valentin, Johann oder Andreas.
- Ist Andreas Lange genealogisch als Sohn, Enkel oder sonstiger Nachkomme des Valentin Lang/Langer nachweisbar? Oder handelt es sich bei „Andreas 1601“ tatsächlich um einen Fehler der gedruckten Überlieferung?
- Wie erklärt sich die Angabe 1602 im Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels zu Valentin Langen von Langenau? Handelt es sich um eine spätere Registrierung, Ausfertigung oder schlicht um eine abweichende Datierung?
- Gibt es einen gesicherten Zusammenhang zwischen der Glatzer Familie Lang/Langer von Langenau des frühen 17. Jahrhunderts und den späteren ÖStA-Einträgen von 1721, 1799 bzw. 1827?
10. Stand der Quellentreue
Gesichert nach ÖStA sind derzeit:
- Valentin Langer, Wappen mit Lehenartikel, Prag, 19.08.1585.
- Valentin Lang, Forstmeister der Grafschaft Glatz, Adelsstand „von Langenau“, Wappenbestätigung und Wappenbesserung, Prag, 10.10.1601.
Nicht abschließend verifiziert sind derzeit:
- die angebliche Nobilitierung Johann Lange 1576,
- die Zuordnung des Datums 10.10.1601 an Andreas Lange,
- die genaue genealogische Stellung eines möglichen Andreas Lange von Langenau,
- die Verbindung der späteren Träger des Prädikats „von Langenau“ mit der Glatzer Linie.
Nach der derzeitigen Quellenlage würde ich daher im Forum nicht formulieren: „Andreas Lange wurde am 10.10.1601 geadelt“, sondern vorsichtiger:
„Die gedruckte Überlieferung bei Siebmacher/Král nennt für den 10.10.1601 Andreas Lange; der korrespondierende ÖStA-Akt zum selben Datum lautet jedoch auf Valentin Lang, Forstmeister der Grafschaft Glatz, mit dem Prädikat ‚von Langenau‘. Die Abweichung bedarf weiterer Klärung.“
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