Unentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920
- USchu
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Unentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920
2 Monate 1 Woche her - 2 Monate 1 Woche herUnentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920 – Kellerberg, Hohenzollern oder andere Familie?
Liebe Mitforschende,
ich bitte um Eure Hilfe bei der Bestimmung eines Wappens, das auf einem Offiziersporträt aus der Zeit um 1920 in der rechten oberen Bildecke erscheint.
Ausgangsstück
Das Porträt wurde im Auktionskatalog des Auktionshauses Mehlis unter Kat.-Nr. 4432 als „Eugen Mook, attr., Offiziersbildnis 1. Weltkrieg“ geführt. Dargestellt ist ein Offizier mit Feldbinde, Bandolier und Säbel. Laut Katalog trägt er u. a. das Komturkreuz des Ernestinischen Hausordens, das Eiserne Kreuz I. und II. Klasse, den Orden vom Zähringer Löwen II. Klasse, den Hausorden der Hohenzollern, den Albrechtsorden, den türkischen Halbmond sowie das bayerische Militär-Flugzeugbeobachterabzeichen.
Das Wappen in der rechten oberen Ecke wird bereits im Katalog als unentschlüsseltes Familien- bzw. Adelswappen angesprochen. Rückseitig soll das Bild u. a. mit „Ego Sommer 1920“, „Freiburg im Baldenwegerhof“ und „von Eugen Mook“ bezeichnet sein; die Deutung als Selbstbildnis ist dort nur als Möglichkeit formuliert.
Quelle:
Auktionshaus Mehlis, Gemälde, Kat.-Nr. 4432
Beschreibung des fraglichen Wappens nach dem vorliegenden Foto
Nach dem derzeitigen Bildstand würde ich das Wappen vorsichtig wie folgt beschreiben:
- Schild geviert, offenbar in Schwarz und Silber bzw. Silber und Schwarz.
- In jedem Feld ist eine gegenfarbige bzw. kontrastierende Figur zu erkennen. Diese wirkt wie ein einzelner Adlerflügel, ein Federbusch, eine Flamme oder ein ähnlich stark stilisiertes Motiv. Eine sichere Ansprache ist wegen der geringen Größe des Wappens noch nicht möglich.
- Über dem Schild befindet sich eine Krone bzw. kronenartige Bekrönung.
- Darüber eine kleine Helmzier / Bekrönungsfigur, die auf den ersten Blick wie ein wachsender geharnischter Mann oder eine stark vereinfachte Figur wirkt; auch dies ist wegen der Malweise und Auflösung unsicher.
- Helm und Decken fehlen bzw. sind nicht ausgeführt, was bei einer malerisch verkürzten Darstellung auf einem Porträt nicht ungewöhnlich wäre.
Bisher geprüfter Vergleich: Kellerberg
Als Vergleich wurde das Wappen Kellerberg herangezogen. Nach der greifbaren heraldischen Beschreibung im Zusammenhang mit dem Khevenhüller-Wappenbrief von 1544 lautet der Kellerberg-Anteil:
Rot-silber gespalten mit Adlerflügel in Gegenfarbe.
Quelle:
GAMS Uni Graz: Urkunde 1544-07-22 Wien, Wappenbrief Khevenhüller
Nach meinem derzeitigen Eindruck passt Kellerberg daher nicht überzeugend:
- Das Porträtwappen erscheint nicht rot-silber gespalten, sondern schwarz-silbern geviert.
- Die Figuren in den vier Feldern wirken nicht wie die Kellerberg-Anordnung.
- Auch die Helmzier bzw. Bekrönung scheint nicht mit der bekannten Kellerberg-Darstellung übereinzustimmen.
Kellerberg wäre somit derzeit eher ein negativer Vergleich: ähnliche Assoziation durch Flügel/Federform, aber keine ausreichende Übereinstimmung in Tinkturen und Aufbau.
Zusätzliche Arbeitshypothese: Hohenzollern-Bezug?
Da der Schild im Porträt deutlich an eine silber-schwarze Vierung erinnert, sollte man zumindest prüfen, ob hier nicht ein Hohenzollern-Bezug vorliegt. Das Stammwappen der Hohenzollern ist von Silber und Schwarz geviert. Dazu kommt, dass der dargestellte Offizier laut Katalog den Hausorden der Hohenzollern trägt.
Quellen:
Hohenzollern – Wappenbeschreibung
Ordensmuseum: Der Königliche Hausorden von Hohenzollern
Diese Hypothese ist aber ausdrücklich noch keine Identifizierung:
- Das Hohenzollern-Stammwappen wäre grundsätzlich schlicht geviert, ohne zusätzliche Figuren in allen vier Feldern.
- Auf dem Porträt scheinen jedoch in allen Feldern gegenfarbige Motive zu stehen.
- Auch die Bekrönungsfigur ist nicht sicher als Hohenzollern-Helmzier zu lesen.
Es könnte also entweder ein Familienwappen sein, das nur zufällig an die Hohenzollern-Vierung erinnert, oder eine malerisch ungenaue / symbolische Bezugnahme auf den Hausorden. Beides sollte geprüft werden.
Wichtige Beobachtung zur Zuschreibung „Selbstbildnis“
Die Katalogangabe zu Eugen Mook ist mit Vorsicht zu behandeln. Laut Katalog wurde Eugen Mook 1898 in Hagenau/Elsass geboren. Sollte das Bild tatsächlich ein Selbstbildnis sein, wäre der dargestellte Träger um 1920 erst Anfang zwanzig gewesen. Angesichts der im Katalog genannten hohen und vielfältigen Ordensauszeichnungen erscheint das zumindest erklärungsbedürftig. Hier wäre ein Foto der Rückseite sehr hilfreich, um die Lesung „Ego Sommer 1920“ und „von Eugen Mook“ genauer zu prüfen.
Gesucht wird daher
Gesucht wird vor allem die Familie bzw. der Wappenträger zu diesem gevierten schwarz-silbernen Wappen mit gegenfarbigen Figuren.
Konkrete Fragen an die Runde
- Erkennt jemand ein geviertes schwarz-silbernes Wappen mit je einer gegenfarbigen Figur in den vier Feldern?
- Sind die Figuren eher als Adlerflügel / halber Flug, Flammen, Federn, Klauen, Blätter oder etwas anderes anzusprechen?
- Gibt es in Siebmacher, Rietstap/Rolland, Tyroff, im Gotha oder in badischen/bayerischen/sächsischen Adelsquellen eine passende Familie?
- Könnte das Wappen mit Baden, Bayern, Sachsen/Ernestinern, Preußen/Hohenzollern oder dem Elsass/Freiburg-Raum in Verbindung stehen?
- Hat jemand Zugriff auf Rang- oder Ordenslisten, in denen die Kombination Hausorden Hohenzollern, Ernestinischer Hausorden, Zähringer Löwe, Albrechtsorden und bayerisches Militär-Flugzeugbeobachterabzeichen gemeinsam vorkommt?
- Kann jemand die rückseitige Bezeichnung „Ego Sommer 1920“ anders lesen – etwa als Datumsvermerk, Signatur, Besitzerhinweis oder Familienname?
- Gibt es Hinweise zum Baldenwegerhof bei Freiburg / Stegen-Wittental als möglichem Entstehungs- oder Aufenthaltsort des Porträts?
Vorläufiges Fazit
Kellerberg halte ich nach derzeitigem Stand wegen der abweichenden Tinkturen und Schildanlage für unwahrscheinlich. Hohenzollern ist wegen der silber-schwarzen Vierung und des getragenen Hausordens als Arbeitshypothese prüfenswert, erklärt aber die sichtbaren gegenfarbigen Figuren im Schild nicht sicher. Eine eindeutige Familienzuweisung ist damit noch offen.
Für Hinweise, Vergleichswappen, Quellenstellen oder bessere Lesungen des Wappens und der Rückseiteninschrift bin ich sehr dankbar.
"IN OMNIBUS ORDO"
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- Frhr.v.Recum
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Re: Unentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920
1 Monat 2 Wochen her - 1 Monat 4 Tage her
Erste Ergebnisse:
1. Er ist Deutscher Kavallerieoffizier – jedes Regiment hat eine besondere Uniform, Ergebnis:Kgl. Preußisches 2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21von 1911 bis 1914: Kornblumenblauer Waffenrock mit gelbem Kragen und schwedischen Ärmelaufchlägen. Gelbe Achselklappen mit roter "21". Reithose schwarz-blau. Helm: schwarz lackiertes Leder mit eckiger Vorderschiene, glatte Spitze, Badischer Greif mit Wappen. Zur Parade weißer Haarbusch als Helmschmuck.Standorte 1891-1914 Bruchsal, Schwetzingen Lit: Albert Benary, Geschichte des 2. Bad. Dragoner-Regiments Nr. 21, Deutsche Tat im Weltkrieg, Band 36; Bernard u. Graefe, Berlin, 1941; 390 Seiten
2. Jeder Offizier steht in einer Rangliste. In RL 1914 S.383 + Reserveoffiziere und folgend 1919 sowie 1926 (Ehrenrangliste) ist er nicht erkennbar. Alle Adeligen des Regiments haben andere Wappen.
3. Die Orden (keine Friedensorden) deuten auf: kommandiert zur Fliegertruppe unter Beibehaltung der Uniform, aber frühere Beförderung.Er ist wohl erst nach der Mobilmachung eingetreten und unter den Oberleutnants a.D. zu suchen. Da trug er Feldgrau. Ob er die Friedensuniform je getragen, oder später hat schneidern lassen?
4. Das Wappen ist in meiner Datenbank nicht enthalten (gev: *Flügel*Flügel *).Jeder echte deutsche Adelige dieser Zeit steht im Adelslexikon des GHdA und damit in meiner DB: er nicht.
5. Geb. in Baden ca. 1892
6. Weiteres folgt.
1. Er ist Deutscher Kavallerieoffizier – jedes Regiment hat eine besondere Uniform, Ergebnis:Kgl. Preußisches 2. Badisches Dragoner-Regiment Nr. 21von 1911 bis 1914: Kornblumenblauer Waffenrock mit gelbem Kragen und schwedischen Ärmelaufchlägen. Gelbe Achselklappen mit roter "21". Reithose schwarz-blau. Helm: schwarz lackiertes Leder mit eckiger Vorderschiene, glatte Spitze, Badischer Greif mit Wappen. Zur Parade weißer Haarbusch als Helmschmuck.Standorte 1891-1914 Bruchsal, Schwetzingen Lit: Albert Benary, Geschichte des 2. Bad. Dragoner-Regiments Nr. 21, Deutsche Tat im Weltkrieg, Band 36; Bernard u. Graefe, Berlin, 1941; 390 Seiten
2. Jeder Offizier steht in einer Rangliste. In RL 1914 S.383 + Reserveoffiziere und folgend 1919 sowie 1926 (Ehrenrangliste) ist er nicht erkennbar. Alle Adeligen des Regiments haben andere Wappen.
3. Die Orden (keine Friedensorden) deuten auf: kommandiert zur Fliegertruppe unter Beibehaltung der Uniform, aber frühere Beförderung.Er ist wohl erst nach der Mobilmachung eingetreten und unter den Oberleutnants a.D. zu suchen. Da trug er Feldgrau. Ob er die Friedensuniform je getragen, oder später hat schneidern lassen?
4. Das Wappen ist in meiner Datenbank nicht enthalten (gev: *Flügel*Flügel *).Jeder echte deutsche Adelige dieser Zeit steht im Adelslexikon des GHdA und damit in meiner DB: er nicht.
5. Geb. in Baden ca. 1892
6. Weiteres folgt.
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Re: Unentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920
1 Monat 4 Tage her
Zwischenbericht
Es handelt sich um eine Prson der Zeitgeschichte und ich habe es breit aufgestellt.
Beiträge kommen noch laufend, nicht alles ist korrekt. Es muß bearbeitet werden.
Es handelt sich um eine Prson der Zeitgeschichte und ich habe es breit aufgestellt.
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Re: Unentschlüsseltes Wappen auf Offiziersbildnis um 1920
7 Stunden 47 Minuten her - 5 Stunden 17 Minuten her
Gesamtbericht:
Eine sorgfältige Untersuchung des Porträts unter Beteiligung von Uniform-, Ordens- und Familienkundlern ergab: bei dem Gesuchten handelt es sich um Friedrich Schueler van Krieken (1885-1936) als Rittmeister (z.V.?) und Reserveoffizier im 2. Badischen Dragoner-Rregimemts Nr. 21
de.wikipedia.org/wik...ent_Nr._21 , später kais. türk. Major. Offizier eines Dragoner-Regiments. Diente als Beobachter in der FFA 23. 1916 war er bei der 5. osmanischen Armee (Smyrna).
www.frontflieger.de/2-ffa023.html
Friedrich Egidius Anton Schueler van Krieken wurde am 10.10.1885 als Sohn von Gustav Adolf Wilhelm Schüler, *Dierdorf 28.02.1846, † 14.01.1898, 1884/86 Hauptmann in der 4. Ingenieur-Inspektion und Lehrer bei der Kriegsakademie, oo Nieder Ingelheim 16.06.1884 [Aufgebot Berlin (Garnison)] Antonie Friederike Maria van Kricken, *s’Gravenhage 16.06.1859, †Darmstadt 21.09.1917, T.d. Plantagenbesitzers in Indonesien Anton Hubert van Kricken und der Friederike Gertrude de Roock.in Berlin geboren und er starb 12.05.1936 in Freiburg/ Breisgau.
Nach dem Umzug der Familie von Berlin nach Darmstadt besuchte Friedrich dort die Schule und begann 10.1.1904 seinen Militärdienst - vermutlich beim 2. Badfischen Dragoner Regiment Nr. 21 -, bei welchen er von 1910-1914 in den Ranglisten der Reserveoffiziere erscheint. Im I. Weltkriege war er wohl zunächst im Westen und dann - kommandiert zur Fliegertruppe - 1915-1916 als Beobachter in der Frontfliegerabteilung 23 sowie nachfolgend als türkischer Rittmeister und Major in Gallipoli in der Türkei.
Er heiratete 1922 in Kronstetten Kreis Schwandorf Oberpfalz Ada Suermondt (1885-1966) die in erster Ehe seit 1911 mit Baron Carl Heinrich Gayling von Altheim in Ebnet (Freiburg) verheiratet war (von dem sie 1921 geschieden wurde). Carl Heinrich Gayling von Altheim war ein Kriegskamerad von Schueler van Krieken. Vor dem frühem Eintritt in die NSDAP (1926 als Rittmeister a.D.) entwickelte sich eine Freundschaft mit Adolf Hitler, dessen geistiger und vor allem finanzieller Mentor er wurde. Er hatte eine Adresse in Freiburg, Garmisch-Partenkirchen und Zürich. Schueler van Krieken kaufte im Jahre 1910 das ganze Anwesen Baldenwegerhof und lies im Jahre 1911 die Villa an der heutigen Fohrenbühlstraße vom Freiburger Architekten Rudolf Schmid planen und bauen.
Nach seinem Tod am 12.05.1936 in Freiburg/ Breisgau, kurz nach seiner Scheidung, wurde er auf Weisung Hitlers nach Berlin überführt und am 23.05 auf dem Invalidenfriedhof durch seinen Frontfliegerkameraden H. Göring beigesetzt, wobei die NSDAP noch seine Schulden i. H. v. RM 22.000,- übernahm-
.
Die Herkunft
Die Schüler aus Dierdorf im Westerwald waren eine früh mobile evang.-luth. Familie, deren Mitglieder vom Steuereinnehmer über einen Ingenieur-Offizier zum Reserveoffizier eines angesehenen Dragonerregiments aufstiegen, wobei der Name zu Schueler und zu Schueler van Krueken geändert und dessen Wohnort von Berlin nach Darmstadt, Koblenz, Freiburg und Oberammergau verlegt wurde. Die Familie war durch die Heirat einer van Krieken (Niederlande, Philippinen, Mittelrhein) sehr wohlhabend geworden.
Der Dienstgrad wechselt in den Quelle von (Kgl. Preuss.Rittmeister (z.V.) zu Rittmeister, zu Kgl.Preuss. Major (GHdA), zu Ksl. Osman. Major zu Major, wobei der Eintrag im GHdA Bd. 127 per Gailing besonders falsch ist.
Die Grabstelle ist´nicht bekannt.
Woher kommt das Bild 90 Jahre nach seinem Tod (Ebnet?), wohin wurde es verkauft, warum meldet der Käufer kein Interesse, wozu dient es ihm?
Das Wappen ist nirgends zu finden – es ist im „Alten Stil“ aber mit merkwürdiger Helmzier entwickelt worden. Seriöse Heraldische Vereine würden es sicher nicht registriert haben.
SIC TRANSIT GLORIA MUNDI
Eine sorgfältige Untersuchung des Porträts unter Beteiligung von Uniform-, Ordens- und Familienkundlern ergab: bei dem Gesuchten handelt es sich um Friedrich Schueler van Krieken (1885-1936) als Rittmeister (z.V.?) und Reserveoffizier im 2. Badischen Dragoner-Rregimemts Nr. 21
de.wikipedia.org/wik...ent_Nr._21 , später kais. türk. Major. Offizier eines Dragoner-Regiments. Diente als Beobachter in der FFA 23. 1916 war er bei der 5. osmanischen Armee (Smyrna).
www.frontflieger.de/2-ffa023.html
Friedrich Egidius Anton Schueler van Krieken wurde am 10.10.1885 als Sohn von Gustav Adolf Wilhelm Schüler, *Dierdorf 28.02.1846, † 14.01.1898, 1884/86 Hauptmann in der 4. Ingenieur-Inspektion und Lehrer bei der Kriegsakademie, oo Nieder Ingelheim 16.06.1884 [Aufgebot Berlin (Garnison)] Antonie Friederike Maria van Kricken, *s’Gravenhage 16.06.1859, †Darmstadt 21.09.1917, T.d. Plantagenbesitzers in Indonesien Anton Hubert van Kricken und der Friederike Gertrude de Roock.in Berlin geboren und er starb 12.05.1936 in Freiburg/ Breisgau.
Nach dem Umzug der Familie von Berlin nach Darmstadt besuchte Friedrich dort die Schule und begann 10.1.1904 seinen Militärdienst - vermutlich beim 2. Badfischen Dragoner Regiment Nr. 21 -, bei welchen er von 1910-1914 in den Ranglisten der Reserveoffiziere erscheint. Im I. Weltkriege war er wohl zunächst im Westen und dann - kommandiert zur Fliegertruppe - 1915-1916 als Beobachter in der Frontfliegerabteilung 23 sowie nachfolgend als türkischer Rittmeister und Major in Gallipoli in der Türkei.
Er heiratete 1922 in Kronstetten Kreis Schwandorf Oberpfalz Ada Suermondt (1885-1966) die in erster Ehe seit 1911 mit Baron Carl Heinrich Gayling von Altheim in Ebnet (Freiburg) verheiratet war (von dem sie 1921 geschieden wurde). Carl Heinrich Gayling von Altheim war ein Kriegskamerad von Schueler van Krieken. Vor dem frühem Eintritt in die NSDAP (1926 als Rittmeister a.D.) entwickelte sich eine Freundschaft mit Adolf Hitler, dessen geistiger und vor allem finanzieller Mentor er wurde. Er hatte eine Adresse in Freiburg, Garmisch-Partenkirchen und Zürich. Schueler van Krieken kaufte im Jahre 1910 das ganze Anwesen Baldenwegerhof und lies im Jahre 1911 die Villa an der heutigen Fohrenbühlstraße vom Freiburger Architekten Rudolf Schmid planen und bauen.
Nach seinem Tod am 12.05.1936 in Freiburg/ Breisgau, kurz nach seiner Scheidung, wurde er auf Weisung Hitlers nach Berlin überführt und am 23.05 auf dem Invalidenfriedhof durch seinen Frontfliegerkameraden H. Göring beigesetzt, wobei die NSDAP noch seine Schulden i. H. v. RM 22.000,- übernahm-
.
Die Herkunft
Die Schüler aus Dierdorf im Westerwald waren eine früh mobile evang.-luth. Familie, deren Mitglieder vom Steuereinnehmer über einen Ingenieur-Offizier zum Reserveoffizier eines angesehenen Dragonerregiments aufstiegen, wobei der Name zu Schueler und zu Schueler van Krueken geändert und dessen Wohnort von Berlin nach Darmstadt, Koblenz, Freiburg und Oberammergau verlegt wurde. Die Familie war durch die Heirat einer van Krieken (Niederlande, Philippinen, Mittelrhein) sehr wohlhabend geworden.
Der Dienstgrad wechselt in den Quelle von (Kgl. Preuss.Rittmeister (z.V.) zu Rittmeister, zu Kgl.Preuss. Major (GHdA), zu Ksl. Osman. Major zu Major, wobei der Eintrag im GHdA Bd. 127 per Gailing besonders falsch ist.
Die Grabstelle ist´nicht bekannt.
Woher kommt das Bild 90 Jahre nach seinem Tod (Ebnet?), wohin wurde es verkauft, warum meldet der Käufer kein Interesse, wozu dient es ihm?
Das Wappen ist nirgends zu finden – es ist im „Alten Stil“ aber mit merkwürdiger Helmzier entwickelt worden. Seriöse Heraldische Vereine würden es sicher nicht registriert haben.
SIC TRANSIT GLORIA MUNDI
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