Zur mutmaßlichen Nobilitierung des Caspar Florens Consbruch
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Zur mutmaßlichen Nobilitierung des Caspar Florens Consbruch
4 Wochen 4 Stunden her - 4 Wochen 4 Stunden her
Im Nachbarforum „Heraldik im Netz“ wurde nach der Nobilitierung des Caspar Florens Consbruch gefragt:
www.heraldik-wappen....576#p92576 Die bisher greifbaren Hinweise erlauben zumindest eine zeitliche Eingrenzung der möglichen Standeserhebung.
Zunächst ist festzuhalten, dass Caspar Florentz Consbruck — in dieser Schreibweise erscheint seine Unterschrift auf den Diplomen — im Auftrag des Kaisers mehrere Adelsbriefe mitunterzeichnete, dabei jedoch noch ohne das Adelsprädikat „von“ genannt wird. Im Nationalarchiv Prag finden sich jedenfalls drei entsprechende Adelsbriefe:
alex.onb.ac.at/cgi-c...04&size=25 Im darauffolgenden Staatsschematismus von 1704 erscheint er hingegen bereits mit dem Adelsprädikat „von“:
alex.onb.ac.at/cgi-c...00&size=25
Daraus ergibt sich als Arbeitshypothese, dass eine allfällige Nobilitierung zwischen 1702 und 1704 erfolgt sein müsste — vorausgesetzt, die Angaben der Staatsschematismen sind in diesem Punkt zuverlässig.
Zu berücksichtigen sind ferner zwei Einträge im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs:
www.archivinformatio...ID=4297075
www.archivinformatio...ID=2902087
Eine allgemeine Suche nach Consbruch im Archivinformationssystem des ÖStA führt zu folgender Resultatliste:
www.archivinformatio...liste.aspx
Nach bisheriger Recherche konnte in den einschlägigen Beständen des ÖStA, insbesondere bei der Reichsadelsakten-Reihe (RAA) und den Hofadelsakten (HAA), keine entsprechende Nobilitierung für Caspar Florens Consbruch festgestellt werden. Auch in den böhmischen Saalbüchern nach A. v. Doerr sowie in den ungarischen Libri Regii ergab sich bislang kein Treffer. Daher wäre als weitere Möglichkeit auch eine Nobilitierung durch einen Hofpfalzgrafen in Betracht zu ziehen.
Ausdrücklich nicht gemeint sind hier die bekannten preußischen Nobilitierungen von 1862 und 1885, die die Familie Consbruch betreffen:
de.wikipedia.org/wik...eschlecht)
Zu den im ÖStA verzeichneten Akten ist anzumerken, dass deren Originale dem Hinweis zufolge offenbar im Národní Archiv, Prag, liegen. Die Wiener Akten scheinen demnach weniger die ursprüngliche Nobilitierung selbst zu betreffen, sondern eher spätere Anfragen oder Korrespondenzen zur Familie. Daraus ließe sich zumindest schließen, dass bereits früher ein entsprechender Informations- oder Klärungsbedarf bestanden hat.
Dieser Befund fügt sich in den größeren archivgeschichtlichen Zusammenhang ein: Ein erheblicher Teil der Adelsakten mit böhmischem Bezug wurde nach 1918 beziehungsweise 1919 von Wien an den neu entstandenen tschechoslowakischen Staat ausgefolgt. Daher ist es durchaus möglich, dass eine weiterführende Überlieferung zu Consbruch heute eher in Prag als in Wien zu suchen ist.
Im Prager Stadtarchiv findet sich zudem eine Abbildung des Consbruch-Wappens: Archivkatalog
Für eine belastbare Klärung wäre daher eine gezielte Anfrage an das Nationalarchiv Prag naheliegend, insbesondere mit Blick auf mögliche Personal-, Kanzlei- oder Adelsakten zu Caspar Florens Consbruch beziehungsweise Consbruck. Der derzeitige Befund lässt sich somit wie folgt zusammenfassen: Caspar Florens Consbruch erscheint bis 1702 ohne Adelsprädikat, ab 1704 jedoch mit „von“. Eine Nobilitierung zwischen diesen beiden Jahren ist daher plausibel, aber bislang nicht urkundlich nachgewiesen.
www.heraldik-wappen....576#p92576 Die bisher greifbaren Hinweise erlauben zumindest eine zeitliche Eingrenzung der möglichen Standeserhebung.
Zunächst ist festzuhalten, dass Caspar Florentz Consbruck — in dieser Schreibweise erscheint seine Unterschrift auf den Diplomen — im Auftrag des Kaisers mehrere Adelsbriefe mitunterzeichnete, dabei jedoch noch ohne das Adelsprädikat „von“ genannt wird. Im Nationalarchiv Prag finden sich jedenfalls drei entsprechende Adelsbriefe:
- 15. Mai 1686: Erhebung des Johann Gottfried Albrechts von Lauterburg in den alten Ritterstand.
- 27. Februar 1698: Erhebung des Otto Heinrich Winckelman sowie seiner Brüder Friedrich, Heinrich Wilhelm und Johann Wessel in den alten Adelstand mit dem Prädikat „von Winckelburg“.
- 29. November 1700: Erhebung des Johann Caspar Güntter von Sternegg in den alten Ritterstand.
alex.onb.ac.at/cgi-c...04&size=25 Im darauffolgenden Staatsschematismus von 1704 erscheint er hingegen bereits mit dem Adelsprädikat „von“:
alex.onb.ac.at/cgi-c...00&size=25
Daraus ergibt sich als Arbeitshypothese, dass eine allfällige Nobilitierung zwischen 1702 und 1704 erfolgt sein müsste — vorausgesetzt, die Angaben der Staatsschematismen sind in diesem Punkt zuverlässig.
Zu berücksichtigen sind ferner zwei Einträge im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs:
www.archivinformatio...ID=4297075
www.archivinformatio...ID=2902087
Eine allgemeine Suche nach Consbruch im Archivinformationssystem des ÖStA führt zu folgender Resultatliste:
www.archivinformatio...liste.aspx
Nach bisheriger Recherche konnte in den einschlägigen Beständen des ÖStA, insbesondere bei der Reichsadelsakten-Reihe (RAA) und den Hofadelsakten (HAA), keine entsprechende Nobilitierung für Caspar Florens Consbruch festgestellt werden. Auch in den böhmischen Saalbüchern nach A. v. Doerr sowie in den ungarischen Libri Regii ergab sich bislang kein Treffer. Daher wäre als weitere Möglichkeit auch eine Nobilitierung durch einen Hofpfalzgrafen in Betracht zu ziehen.
Ausdrücklich nicht gemeint sind hier die bekannten preußischen Nobilitierungen von 1862 und 1885, die die Familie Consbruch betreffen:
de.wikipedia.org/wik...eschlecht)
Zu den im ÖStA verzeichneten Akten ist anzumerken, dass deren Originale dem Hinweis zufolge offenbar im Národní Archiv, Prag, liegen. Die Wiener Akten scheinen demnach weniger die ursprüngliche Nobilitierung selbst zu betreffen, sondern eher spätere Anfragen oder Korrespondenzen zur Familie. Daraus ließe sich zumindest schließen, dass bereits früher ein entsprechender Informations- oder Klärungsbedarf bestanden hat.
Dieser Befund fügt sich in den größeren archivgeschichtlichen Zusammenhang ein: Ein erheblicher Teil der Adelsakten mit böhmischem Bezug wurde nach 1918 beziehungsweise 1919 von Wien an den neu entstandenen tschechoslowakischen Staat ausgefolgt. Daher ist es durchaus möglich, dass eine weiterführende Überlieferung zu Consbruch heute eher in Prag als in Wien zu suchen ist.
Im Prager Stadtarchiv findet sich zudem eine Abbildung des Consbruch-Wappens: Archivkatalog
Für eine belastbare Klärung wäre daher eine gezielte Anfrage an das Nationalarchiv Prag naheliegend, insbesondere mit Blick auf mögliche Personal-, Kanzlei- oder Adelsakten zu Caspar Florens Consbruch beziehungsweise Consbruck. Der derzeitige Befund lässt sich somit wie folgt zusammenfassen: Caspar Florens Consbruch erscheint bis 1702 ohne Adelsprädikat, ab 1704 jedoch mit „von“. Eine Nobilitierung zwischen diesen beiden Jahren ist daher plausibel, aber bislang nicht urkundlich nachgewiesen.
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