Österreich im Ersten Weltkrieg – eine umfangreiche Fotosammlung
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Österreich im Ersten Weltkrieg – eine umfangreiche Fotosammlung
1 Woche 1 Tag her - 1 Woche 1 Tag her
Österreich im Ersten Weltkrieg – eine umfangreiche Fotosammlung im Wiener Kriegsarchiv
Im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs findet sich unter der Signatur
AT-OeStA/KA BS I WK Fronten Ö
eine bemerkenswerte fotografische Unterserie mit der Bezeichnung „Österreich, 1914–1918“.
Sie gehört zum Bestand „Bildersammlung 1. Weltkrieg, 1914–1918“ des Kriegsarchivs. Der Gesamtbestand umfasst nach Angaben des Österreichischen Staatsarchivs rund 110.000 Fotografien. Die Aufnahmen stammen einerseits aus der Tätigkeit des k.u.k. Kriegspressequartiers, andererseits von Privatpersonen und Amateurfotografen im Feld.
Die Gliederung des Bestandes erfolgte nach Kriegsschauplätzen und geografischen Gruppen, darunter Isonzo, Tirol, Kärnten, Galizien, Wolhynien, Polen, Serbien, Montenegro, Albanien, Palästina, Adriaküste, Westfront und schließlich „Österreich“.
Was findet man in der Unterserie „Österreich“?
Bereits die ersten Einträge zeigen, dass die Sammlung weit mehr umfasst als klassische Frontfotografie:
Damit dokumentiert die Sammlung nicht nur das unmittelbare Kriegsgeschehen, sondern auch militärischen Alltag, Transport, Lazarettwesen, Infrastruktur, Personen und das Leben im Hinterland.
Achtung bei der historischen Einordnung
Die Bezeichnung „Österreich“ ist offensichtlich eine archivalische Ordnungsbezeichnung und darf nicht ohne weiteres mit dem staatsrechtlichen Begriff der österreichischen Reichshälfte gleichgesetzt werden.
So befinden sich bereits unter den ersten Nummern Fotografien aus Agram – dem heutigen Zagreb. Zagreb war während des Ersten Weltkrieges Hauptstadt des Königreichs Kroatien und Slawonien und gehörte staatsrechtlich zur ungarischen Reichshälfte der Doppelmonarchie.
Auch die historischen Bildtitel selbst sind mit Vorsicht zu verwenden. Das Österreichische Staatsarchiv weist ausdrücklich darauf hin, dass vielfach die ursprünglichen zeitgenössischen Beschreibungen übernommen wurden und diese daher fehlerhaft, tendenziös oder nach heutigem Verständnis überholt sein können.
Fotografie als historische Quelle – und als Propagandamittel
Besonders interessant ist der Entstehungszusammenhang vieler Fotografien.
Das k.u.k. Kriegspressequartier organisierte während des Weltkrieges die militärische Presse- und Bildberichterstattung. Die Fotografie wurde kontrolliert und zensiert; Bildmaterial wurde gezielt Zeitungen, Journalisten, Künstlern und anderen Publikationsorganen zur Verfügung gestellt.
Das Österreichische Staatsarchiv weist darauf hin, dass durch Auswahl und Verbreitung bestimmter Fotografien das öffentliche Bild des Krieges bewusst beeinflusst werden sollte. Allein das fotografische Erbe des Kriegspressequartiers umfasst im Österreichischen Staatsarchiv heute etwa 60.000 Aufnahmen.
Die Fotografien sind daher hervorragende historische Quellen – sie zeigen jedoch nicht einfach „den Krieg, wie er war“, sondern vielfach auch den Krieg, wie er gezeigt werden sollte.
Für militärgeschichtliche, familiengeschichtliche und biographische Forschungen ist dieser Bestand dennoch – oder gerade deshalb – außerordentlich wertvoll. Besonders die zahlreichen Personenaufnahmen können für genealogische Forschungen interessante Ergänzungen zu Militärgrundbuchblättern, Verlustlisten, Ranglisten und Familienüberlieferungen bilden.
Quellen und weiterführende Links:
Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv:
AT-OeStA/KA BS I WK Fronten Ö – Österreich, 1914–1918
Übergeordneter Bestand:
AT-OeStA/KA BS I WK – Bildersammlung 1. Weltkrieg
Österreichisches Staatsarchiv – Kriegspressequartier und bildliche Berichterstattung:
Vorschrift für die bildliche Berichterstattung
Quellenhinweis: Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Bildersammlung Erster Weltkrieg.
Im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs findet sich unter der Signatur
AT-OeStA/KA BS I WK Fronten Ö
eine bemerkenswerte fotografische Unterserie mit der Bezeichnung „Österreich, 1914–1918“.
Sie gehört zum Bestand „Bildersammlung 1. Weltkrieg, 1914–1918“ des Kriegsarchivs. Der Gesamtbestand umfasst nach Angaben des Österreichischen Staatsarchivs rund 110.000 Fotografien. Die Aufnahmen stammen einerseits aus der Tätigkeit des k.u.k. Kriegspressequartiers, andererseits von Privatpersonen und Amateurfotografen im Feld.
Die Gliederung des Bestandes erfolgte nach Kriegsschauplätzen und geografischen Gruppen, darunter Isonzo, Tirol, Kärnten, Galizien, Wolhynien, Polen, Serbien, Montenegro, Albanien, Palästina, Adriaküste, Westfront und schließlich „Österreich“.
Was findet man in der Unterserie „Österreich“?
Bereits die ersten Einträge zeigen, dass die Sammlung weit mehr umfasst als klassische Frontfotografie:
- „Durchfahrt durch den Agramer Bahnhof“, vor bzw. spätestens 27. August 1915,
- „Ankunft in Agram“, 18. März 1916,
- „Klagenfurt“, 23. März 1916,
- zahlreiche Aufnahmen aus Wien,
- Serien aus militärischen Einrichtungen und Reservespitälern – beispielsweise aus dem Reservespital Hegelgasse,
- sowie zahlreiche Personen- und Porträtaufnahmen.
Damit dokumentiert die Sammlung nicht nur das unmittelbare Kriegsgeschehen, sondern auch militärischen Alltag, Transport, Lazarettwesen, Infrastruktur, Personen und das Leben im Hinterland.
Achtung bei der historischen Einordnung
Die Bezeichnung „Österreich“ ist offensichtlich eine archivalische Ordnungsbezeichnung und darf nicht ohne weiteres mit dem staatsrechtlichen Begriff der österreichischen Reichshälfte gleichgesetzt werden.
So befinden sich bereits unter den ersten Nummern Fotografien aus Agram – dem heutigen Zagreb. Zagreb war während des Ersten Weltkrieges Hauptstadt des Königreichs Kroatien und Slawonien und gehörte staatsrechtlich zur ungarischen Reichshälfte der Doppelmonarchie.
Auch die historischen Bildtitel selbst sind mit Vorsicht zu verwenden. Das Österreichische Staatsarchiv weist ausdrücklich darauf hin, dass vielfach die ursprünglichen zeitgenössischen Beschreibungen übernommen wurden und diese daher fehlerhaft, tendenziös oder nach heutigem Verständnis überholt sein können.
Fotografie als historische Quelle – und als Propagandamittel
Besonders interessant ist der Entstehungszusammenhang vieler Fotografien.
Das k.u.k. Kriegspressequartier organisierte während des Weltkrieges die militärische Presse- und Bildberichterstattung. Die Fotografie wurde kontrolliert und zensiert; Bildmaterial wurde gezielt Zeitungen, Journalisten, Künstlern und anderen Publikationsorganen zur Verfügung gestellt.
Das Österreichische Staatsarchiv weist darauf hin, dass durch Auswahl und Verbreitung bestimmter Fotografien das öffentliche Bild des Krieges bewusst beeinflusst werden sollte. Allein das fotografische Erbe des Kriegspressequartiers umfasst im Österreichischen Staatsarchiv heute etwa 60.000 Aufnahmen.
Die Fotografien sind daher hervorragende historische Quellen – sie zeigen jedoch nicht einfach „den Krieg, wie er war“, sondern vielfach auch den Krieg, wie er gezeigt werden sollte.
Für militärgeschichtliche, familiengeschichtliche und biographische Forschungen ist dieser Bestand dennoch – oder gerade deshalb – außerordentlich wertvoll. Besonders die zahlreichen Personenaufnahmen können für genealogische Forschungen interessante Ergänzungen zu Militärgrundbuchblättern, Verlustlisten, Ranglisten und Familienüberlieferungen bilden.
Quellen und weiterführende Links:
Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv:
AT-OeStA/KA BS I WK Fronten Ö – Österreich, 1914–1918
Übergeordneter Bestand:
AT-OeStA/KA BS I WK – Bildersammlung 1. Weltkrieg
Österreichisches Staatsarchiv – Kriegspressequartier und bildliche Berichterstattung:
Vorschrift für die bildliche Berichterstattung
Quellenhinweis: Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Bildersammlung Erster Weltkrieg.
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