Granichstaedten-Czerva: Bozener Kaufherren (1550–1850). Online

Granichstaedten-Czerva: Bozener Kaufherren (1550–1850). Online

2 Wochen 6 Tage her
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Teßmann Digital: Rudolf von Granichstaedten-Czerva – „Bozener Kaufherren (1550–1850)“

Hallo in die Runde,

für die genealogische, heraldische und stadtgeschichtliche Forschung zu Bozen und Südtirol ist folgender digitalisierter Bestand der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann sehr interessant:

Rudolf von Granichstaedten-Czerva: Bozener Kaufherren (1550–1850). Ihre Geschichte und ihre Familien

Bibliographische Einordnung

Nach den von mir geprüften Nachweisen handelt es sich bei der Teßmann-ID 12458 um folgendes Werk:

Rudolf von Granichstaedten-Czerva:
Bozener Kaufherren (1550–1850). Ihre Geschichte und ihre Familien.
Görlitz: Verlag für Sippenforschung und Wappenkunde C. A. Starke, 1941.

Das Werk wird in bibliographischen Nachweisen auch als „Bozener Kaufherren (1550–1850): ihre Geschichte und ihre Familien“ geführt. Laut WorldCat umfasst die Ausgabe VIII, 109 Seiten sowie 28 ungezählte Tafelseiten mit Abbildungen.

Warum ist das für uns interessant?

Das Buch behandelt die Bozener Kaufmanns- und Patrizierfamilien vom 16. bis in das 19. Jahrhundert. Damit ist es besonders nützlich für Forschungen zu:
  • Bozener Bürger- und Kaufmannsfamilien,
  • Familien- und Besitzgeschichte in Bozen,
  • Nobilitierungen und Standeserhöhungen aus dem kaufmännischen Milieu,
  • Verbindungen zwischen Handel, Stadtpolitik, Ansitzen und Adel,
  • Wappenführungen bzw. späteren Wappenbesserungen einzelner Familien,
  • Querverbindungen zu Tirol, Österreich, Süddeutschland und Italien.

Besonders wertvoll ist, dass das Werk nicht nur eine erzählende Darstellung bietet, sondern offenbar auch familiengeschichtliche Abschnitte enthält. Familia Austria weist ausdrücklich darauf hin, dass ab Seite 50 der Abschnitt „Bozener Kaufherren-Familien und -Firmen“ beginnt.

Mögliche Forschungsansätze

Das Werk dürfte vor allem dort hilfreich sein, wo man Bozener Familien nicht nur als einzelne Namen, sondern als wirtschaftlich, sozial und genealogisch vernetzte Gruppen betrachten möchte. In der späteren Literatur und in Online-Nachweisen wird Granichstaedten-Czervas Werk u. a. im Zusammenhang mit Familien wie Gumer, Menz, Mayerle, Pock, Knoll, Sarnthein, Zallinger und weiteren Bozener Kaufmanns- bzw. Patrizierfamilien herangezogen.

Für heraldische Fragestellungen wäre insbesondere zu prüfen:
  • ob im Werk Wappenabbildungen oder Wappenbeschreibungen enthalten sind,
  • ob einzelne Familien mit Wappenbriefen, Adelsstand, Ritterstand oder Wappenbesserungen verbunden werden,
  • ob sich die Angaben mit den Akten im Österreichischen Staatsarchiv, insbesondere AVA/Adelsarchiv, abgleichen lassen,
  • ob die im Werk genannten Genealogien mit Bürgerbüchern, Ratsprotokollen, Matriken und Besitznachweisen übereinstimmen.

Zur Quelle „Teßmann digital“

Die Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann in Bozen stellt über „Teßmann digital“ historische digitalisierte Werke aus dem 18. bis 21. Jahrhundert zur Verfügung. Der Zugriff ist frei und ohne Registrierung möglich. Laut Beschreibung des Portals können Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und weitere Bestände durchsucht, heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Gerade für unsere Themenbereiche – Tirolensien, Südtiroler Familiengeschichte, Bozner Stadtgeschichte, Ansitze, Bürgerfamilien, Heraldik und regionale Adelsgeschichte – ist dieses Portal eine sehr nützliche Ergänzung zu ANNO, Matricula, Hungaricana, MDZ, Google Books und den digitalen Angeboten der Universitäts- und Landesbibliothek Tirol.

Geprüfte Quellen / Verweise
"IN OMNIBUS ORDO"

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