Steiermärkisches Wappen-Buch von Zacharias Bartsch 1567 - online
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Steiermärkisches Wappen-Buch von Zacharias Bartsch 1567 - online
1 Woche 5 Tage her
Steiermärkisches Wappen-Buch von Zacharias Bartsch 1567 – Digitalisat und Einordnung
Liebe Foristen,
hier ein Hinweis auf eine für die steirische Heraldik besonders wichtige Quelle:
Steiermärkisches Wappen-Buch v. Zacharias Bartsch 1567 – Digitalisat MDZ/BSB
Worum handelt es sich?
Beim verlinkten MDZ/BSB-Digitalisat handelt es sich nach den bibliographischen Angaben um die Faksimile-Ausgabe:
Steiermärkisches Wappen-Buch v. Zacharias Bartsch 1567,
Faksimile-Ausgabe mit historischen und heraldischen Anmerkungen von Dr. Josef v. Zahn und Alfred R’Anthony v. Siegenfeld,
Graz & Leipzig, U. Moser, 1893.
Der ursprüngliche Druck erschien 1567 in Graz bei Zacharias Bartsch, der als Formschneider und Drucker genannt wird.
Originaltitel des Werkes
Nach bibliographischem Nachweis lautet der Titel des ursprünglichen Druckes:
Gedruckt wurde das Werk in Grätz durch Zachariam Bartsch Formschnider, 1567.
Historische Einordnung
Das Werk steht in engem Zusammenhang mit dem Grazer Landhaus und dem dortigen Rittersaal. Dort ließen die landtagsberechtigten Stände ihre Wappen in einer langen umlaufenden Reihe anbringen. Zacharias Bartsch veröffentlichte diese Wappen 1567 im Druck.
Damit ist das Wappenbuch nicht nur eine heraldische Sammlung, sondern zugleich ein Zeugnis der steirischen Landstände, ihrer Repräsentation und Rangordnung im 16. Jahrhundert.
Inhalt und Umfang
Die Faksimile-Ausgabe von 1893 wird mit 9 ungezählten, 168 gezählten Blättern und 180 Seiten Kommentar angegeben. Die Anmerkungen von Josef v. Zahn und Alfred R’Anthony v. Siegenfeld sind besonders hilfreich, weil sie nicht nur heraldische, sondern auch genealogische Hinweise enthalten.
In der Literatur wird der Gesamtbestand mit 168 dargestellten Wappen beschrieben:
Hinweis zu weiteren Digitalisaten
Neben dem MDZ/BSB-Digitalisat der Faksimile-Ausgabe ist auch ein Digitalisat des ursprünglichen Werkes in der Digitalna knjižnica Slovenije / Narodna in univerzitetna knjižnica nachgewiesen:
dLib.si: Zacharias Bartsch, Wappen Buch, 1567
Dort wird das Werk als Druck von 1567 geführt, mit Zacharias Bartsch als Autor, deutscher Sprache, dem Format 18 Seiten und 132 illustrierten Blättern. Beim dortigen Exemplar ist allerdings zu beachten, dass es sich offenbar um ein besonderes, handkoloriertes Exemplar handelt, bei dem auch auf fehlende Tafeln hingewiesen wird.
Warum ist die Quelle für uns interessant?
Das Bartsch’sche Wappenbuch ist für steirische Adels-, Landes- und Städteheraldik eine Quelle ersten Ranges. Es zeigt nicht nur Wappenbilder, sondern auch eine zeitgenössische Ordnung der im Landhaus vertretenen geistlichen und weltlichen Stände sowie der Städte.
Besonders interessant wäre ein Abgleich mit:
Vorsicht bei der Benutzung
Das Werk ist als Quelle sehr wertvoll, ersetzt aber nicht automatisch den Nachweis einer konkreten Abstammung oder Wappenführungsberechtigung. Die Aufnahme eines Wappens belegt zunächst seine Darstellung in diesem landständischen Kontext. Für genealogische oder adelsrechtliche Fragen muss stets mit Urkunden, Landtafeln, Lehensakten, Adelsbriefen, Matriken und weiterer Literatur gegengeprüft werden.
Ebenso sollte bei der Weiterverwendung von Bildseiten auf die Rechtehinweise der jeweiligen Digitalisate geachtet werden. Für Forumszwecke ist die Verlinkung auf die Digitalisate jedenfalls der sicherste Weg.
Quellen und Verweise
Fragen an die Runde
Beste Grüße
Liebe Foristen,
hier ein Hinweis auf eine für die steirische Heraldik besonders wichtige Quelle:
Steiermärkisches Wappen-Buch v. Zacharias Bartsch 1567 – Digitalisat MDZ/BSB
Worum handelt es sich?
Beim verlinkten MDZ/BSB-Digitalisat handelt es sich nach den bibliographischen Angaben um die Faksimile-Ausgabe:
Steiermärkisches Wappen-Buch v. Zacharias Bartsch 1567,
Faksimile-Ausgabe mit historischen und heraldischen Anmerkungen von Dr. Josef v. Zahn und Alfred R’Anthony v. Siegenfeld,
Graz & Leipzig, U. Moser, 1893.
Der ursprüngliche Druck erschien 1567 in Graz bei Zacharias Bartsch, der als Formschneider und Drucker genannt wird.
Originaltitel des Werkes
Nach bibliographischem Nachweis lautet der Titel des ursprünglichen Druckes:
Wappen Buch : darinen allen Geistlichen Prelaten Herre[n] vnd Landleut auch der Stett des löblichen fürstenthumbs Steyer Wappen und Insignia, mit ihren farben, nach ordnung, wie die im Landthauss zu Grätz angemahlt zu finden
Gedruckt wurde das Werk in Grätz durch Zachariam Bartsch Formschnider, 1567.
Historische Einordnung
Das Werk steht in engem Zusammenhang mit dem Grazer Landhaus und dem dortigen Rittersaal. Dort ließen die landtagsberechtigten Stände ihre Wappen in einer langen umlaufenden Reihe anbringen. Zacharias Bartsch veröffentlichte diese Wappen 1567 im Druck.
Damit ist das Wappenbuch nicht nur eine heraldische Sammlung, sondern zugleich ein Zeugnis der steirischen Landstände, ihrer Repräsentation und Rangordnung im 16. Jahrhundert.
Inhalt und Umfang
Die Faksimile-Ausgabe von 1893 wird mit 9 ungezählten, 168 gezählten Blättern und 180 Seiten Kommentar angegeben. Die Anmerkungen von Josef v. Zahn und Alfred R’Anthony v. Siegenfeld sind besonders hilfreich, weil sie nicht nur heraldische, sondern auch genealogische Hinweise enthalten.
In der Literatur wird der Gesamtbestand mit 168 dargestellten Wappen beschrieben:
- 5 Wappen österreichischer Länder,
- 13 Wappen steirischer Prälaten,
- 135 Wappen steirischer Adelsgeschlechter,
- 15 Wappen steirischer Städte.
Hinweis zu weiteren Digitalisaten
Neben dem MDZ/BSB-Digitalisat der Faksimile-Ausgabe ist auch ein Digitalisat des ursprünglichen Werkes in der Digitalna knjižnica Slovenije / Narodna in univerzitetna knjižnica nachgewiesen:
dLib.si: Zacharias Bartsch, Wappen Buch, 1567
Dort wird das Werk als Druck von 1567 geführt, mit Zacharias Bartsch als Autor, deutscher Sprache, dem Format 18 Seiten und 132 illustrierten Blättern. Beim dortigen Exemplar ist allerdings zu beachten, dass es sich offenbar um ein besonderes, handkoloriertes Exemplar handelt, bei dem auch auf fehlende Tafeln hingewiesen wird.
Warum ist die Quelle für uns interessant?
Das Bartsch’sche Wappenbuch ist für steirische Adels-, Landes- und Städteheraldik eine Quelle ersten Ranges. Es zeigt nicht nur Wappenbilder, sondern auch eine zeitgenössische Ordnung der im Landhaus vertretenen geistlichen und weltlichen Stände sowie der Städte.
Besonders interessant wäre ein Abgleich mit:
- Siebmacher, insbesondere Steiermark,
- Krassler, Steirischer Wappenschlüssel,
- den Beständen des Steiermärkischen Landesarchivs,
- den späteren Nachdrucken bzw. Faksimile-Ausgaben,
- erhaltenen Originalen im Grazer Landhaus bzw. deren archivalischer Dokumentation.
Vorsicht bei der Benutzung
Das Werk ist als Quelle sehr wertvoll, ersetzt aber nicht automatisch den Nachweis einer konkreten Abstammung oder Wappenführungsberechtigung. Die Aufnahme eines Wappens belegt zunächst seine Darstellung in diesem landständischen Kontext. Für genealogische oder adelsrechtliche Fragen muss stets mit Urkunden, Landtafeln, Lehensakten, Adelsbriefen, Matriken und weiterer Literatur gegengeprüft werden.
Ebenso sollte bei der Weiterverwendung von Bildseiten auf die Rechtehinweise der jeweiligen Digitalisate geachtet werden. Für Forumszwecke ist die Verlinkung auf die Digitalisate jedenfalls der sicherste Weg.
Quellen und Verweise
- MDZ/BSB: Steiermärkisches Wappen-Buch v. Zacharias Bartsch 1567
- Deutsche Digitale Bibliothek: Metadaten zum BSB-Digitalisat
- Austria-Forum: Web-Book Steiermärkisches Wappen-Buch
- dLib.si: Wappen Buch, Zacharias Bartsch, 1567
- COBISS/NUK: Bibliographischer Nachweis des Druckes von 1567
- Landtag Steiermark: Einordnung zum Grazer Landhaus und den Wappen im Rittersaal
Fragen an die Runde
- Gibt es eine vollständige moderne Konkordanz der 168 Bartsch-Wappen mit heutigen Familiennamen, Varianten der Schreibweise und Blatt-/Tafelnummern?
- Gibt es nachweisbare Unterschiede zwischen dem Druck von 1567, späteren Nachdrucken und der Ausgabe von 1893?
- Sind die ursprünglichen Wappenmalereien des Rittersaals im Grazer Landhaus vollständig dokumentiert oder nur über Bartsch und spätere Überlieferungen greifbar?
- Hat jemand Erfahrung mit der Zitierweise einzelner Bartsch-Tafeln in wissenschaftlichen oder genealogischen Arbeiten?
Beste Grüße
"IN OMNIBUS ORDO"
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