Matricula Online: Erzdiözese Maribor / Marburg an der Drau
- USchu
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 595
Matricula Online: Erzdiözese Maribor / Marburg an der Drau
1 Woche 5 Tage her
Matricula Online: Erzdiözese Maribor / Marburg an der Drau – 4.776 Matrikelbücher und Indizes online
Ein weiterer großer Schritt für die digitale Familienforschung!
Seit Oktober 2020 ist das Erzdiözesanarchiv Maribor – slowenisch Nadškofijski arhiv Maribor – mit seinen Kirchenbüchern auf Matricula Online vertreten. Für Genealoginnen und Genealogen mit Vorfahren im Nordosten des heutigen Slowenien ist dies eine besonders wichtige Erweiterung der digitalen Forschung.
Die offizielle Matricula-Meldung vom 19. Oktober 2020 lautet sinngemäß:
Damit wurden umfangreiche Bestände aus Tauf-, Trauungs- und Sterbebüchern sowie Indizes online zugänglich gemacht. Für die Familienforschung bedeutet das: Viele Recherchen, die früher nur vor Ort im Archiv oder über Umwege möglich waren, können nun direkt über Matricula begonnen werden.
Warum ist dieser Bestand besonders interessant?
Die Bestände der Erzdiözese Maribor sind nicht nur für heutige slowenische Familienforschung wichtig, sondern auch für Forschungen im historischen Raum der ehemaligen Habsburgermonarchie. Betroffen sind insbesondere Gebiete der historischen Untersteiermark, Teile Unterkärntens sowie das Übermurgebiet/Prekmurje.
Gerade für Forscherinnen und Forscher aus Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und dem süddeutschen Raum können diese Matriken wertvolle Hinweise liefern, etwa zu:
Archivischer Hintergrund
Auf der Matricula-Bestandsseite wird das Erzdiözesanarchiv Maribor als zuständiges Archiv für kirchliches Archivgut im Bereich der gesamten Mariborer Metropolie genannt. Als ältestes dort verwahrtes Matrikelbuch wird das Taufbuch der Pfarre Stari trg aus dem Jahr 1597 angeführt.
Bemerkenswert ist auch der historische Hinweis, dass in weiten Teilen des heutigen Zuständigkeitsbereiches bis 1941 keine zivilen Matrikel geführt wurden; eine Ausnahme bildet das Prekmurje, wo bereits ab 1895 parallel zivile Register eingeführt wurden. Die Matrikel wurden ursprünglich in den einzelnen Pfarren geführt und aufbewahrt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie beschlagnahmt, nach Kriegsende von der slowenischen staatlichen Verwaltung übernommen und erst 1994 der Kirche zurückgegeben.
Wie findet man die Bestände?
Die Suche ist über Matricula auf mehreren Wegen möglich:
Die aktuelle Matricula-Ortssuche zeigt bei Auswahl der Diözese „Nadškofija Maribor“ und Datumsbereich 1500–2000 derzeit 257 Ergebnisse. Das kann von der historischen Erstmeldung mit 246 Pfarren abweichen, da Suchergebnisse, Pfarrgliederungen, Teilbestände oder Ortszuordnungen anders strukturiert sein können. Für die historische Erstmeldung bleibt die offizielle Angabe von 4.776 Matrikelbüchern und Indizes für 246 Pfarren maßgeblich.
Praktische Forschungshinweise
Bei der Suche sollte man unbedingt mit mehreren Namens- und Ortsvarianten arbeiten. Gerade in diesem Raum kommen deutsche, slowenische, lateinische und teils ungarische Formen nebeneinander vor. Ein Ort kann außerdem historisch zu einer anderen Pfarre gehört haben als heute.
Hilfreich ist es daher, nicht nur nach dem heutigen Ortsnamen zu suchen, sondern auch nach:
Bedeutung für Genealogie, Heraldik und Regionalgeschichte
Für die Genealogie eröffnen diese Digitalisate einen unmittelbaren Zugang zu grundlegenden Lebensdaten ganzer Familienlinien. Für die Heraldik können die Matriken indirekt wichtig sein, etwa wenn es um die Rekonstruktion von Familienzusammenhängen, Heiratskreisen, sozialen Netzwerken, Patenbeziehungen oder Standesangaben geht. Auch für die Regionalgeschichte sind die Bücher von großem Wert, weil sie über Jahrhunderte hinweg lokale Bevölkerung, Mobilität, Konfession, Berufe und soziale Strukturen dokumentieren.
Gerade in Grenz- und Übergangsräumen der ehemaligen Habsburgermonarchie sind solche Bestände besonders wertvoll, weil Familiengeschichten hier oft nicht an heutigen Staatsgrenzen haltmachen.
Direktlinks / Quellen
Folgefragen an das Forum
Ein weiterer großer Schritt für die digitale Familienforschung!
Seit Oktober 2020 ist das Erzdiözesanarchiv Maribor – slowenisch Nadškofijski arhiv Maribor – mit seinen Kirchenbüchern auf Matricula Online vertreten. Für Genealoginnen und Genealogen mit Vorfahren im Nordosten des heutigen Slowenien ist dies eine besonders wichtige Erweiterung der digitalen Forschung.
Die offizielle Matricula-Meldung vom 19. Oktober 2020 lautet sinngemäß:
Das Erzdiözesanarchiv Maribor hat sich Matricula angeschlossen. Veröffentlicht wurden Matrikelbücher aus dem Gebiet Nordostsloweniens. Zur Verfügung stehen 4.776 Matrikelbücher und Indizes für 246 Pfarren der Mariborer Metropolie.
Damit wurden umfangreiche Bestände aus Tauf-, Trauungs- und Sterbebüchern sowie Indizes online zugänglich gemacht. Für die Familienforschung bedeutet das: Viele Recherchen, die früher nur vor Ort im Archiv oder über Umwege möglich waren, können nun direkt über Matricula begonnen werden.
Warum ist dieser Bestand besonders interessant?
Die Bestände der Erzdiözese Maribor sind nicht nur für heutige slowenische Familienforschung wichtig, sondern auch für Forschungen im historischen Raum der ehemaligen Habsburgermonarchie. Betroffen sind insbesondere Gebiete der historischen Untersteiermark, Teile Unterkärntens sowie das Übermurgebiet/Prekmurje.
Gerade für Forscherinnen und Forscher aus Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und dem süddeutschen Raum können diese Matriken wertvolle Hinweise liefern, etwa zu:
- Geburt und Taufe
- Eheschließungen
- Sterbefällen und Begräbnissen
- Eltern, Paten, Trauzeugen und Ehepartnern
- Berufen, sozialen Stellungen und Herkunftsorten
- Ortswechseln und Familienwanderungen
- Namensvarianten in deutscher, slowenischer, lateinischer oder ungarischer Form
Archivischer Hintergrund
Auf der Matricula-Bestandsseite wird das Erzdiözesanarchiv Maribor als zuständiges Archiv für kirchliches Archivgut im Bereich der gesamten Mariborer Metropolie genannt. Als ältestes dort verwahrtes Matrikelbuch wird das Taufbuch der Pfarre Stari trg aus dem Jahr 1597 angeführt.
Bemerkenswert ist auch der historische Hinweis, dass in weiten Teilen des heutigen Zuständigkeitsbereiches bis 1941 keine zivilen Matrikel geführt wurden; eine Ausnahme bildet das Prekmurje, wo bereits ab 1895 parallel zivile Register eingeführt wurden. Die Matrikel wurden ursprünglich in den einzelnen Pfarren geführt und aufbewahrt. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie beschlagnahmt, nach Kriegsende von der slowenischen staatlichen Verwaltung übernommen und erst 1994 der Kirche zurückgegeben.
Wie findet man die Bestände?
Die Suche ist über Matricula auf mehreren Wegen möglich:
- Über Bestände → Slovenia → Nadškofija Maribor
- Über die Ortssuche mit Auswahl der Diözese „Nadškofija Maribor“
- Über die Kartenfunktion von Matricula
Die aktuelle Matricula-Ortssuche zeigt bei Auswahl der Diözese „Nadškofija Maribor“ und Datumsbereich 1500–2000 derzeit 257 Ergebnisse. Das kann von der historischen Erstmeldung mit 246 Pfarren abweichen, da Suchergebnisse, Pfarrgliederungen, Teilbestände oder Ortszuordnungen anders strukturiert sein können. Für die historische Erstmeldung bleibt die offizielle Angabe von 4.776 Matrikelbüchern und Indizes für 246 Pfarren maßgeblich.
Praktische Forschungshinweise
Bei der Suche sollte man unbedingt mit mehreren Namens- und Ortsvarianten arbeiten. Gerade in diesem Raum kommen deutsche, slowenische, lateinische und teils ungarische Formen nebeneinander vor. Ein Ort kann außerdem historisch zu einer anderen Pfarre gehört haben als heute.
Hilfreich ist es daher, nicht nur nach dem heutigen Ortsnamen zu suchen, sondern auch nach:
- historischen deutschen Ortsnamen
- slowenischen Ortsnamen
- Pfarrpatrozinien
- Nachbarpfarren
- Filialkirchen und historischen Ortsteilen
Bedeutung für Genealogie, Heraldik und Regionalgeschichte
Für die Genealogie eröffnen diese Digitalisate einen unmittelbaren Zugang zu grundlegenden Lebensdaten ganzer Familienlinien. Für die Heraldik können die Matriken indirekt wichtig sein, etwa wenn es um die Rekonstruktion von Familienzusammenhängen, Heiratskreisen, sozialen Netzwerken, Patenbeziehungen oder Standesangaben geht. Auch für die Regionalgeschichte sind die Bücher von großem Wert, weil sie über Jahrhunderte hinweg lokale Bevölkerung, Mobilität, Konfession, Berufe und soziale Strukturen dokumentieren.
Gerade in Grenz- und Übergangsräumen der ehemaligen Habsburgermonarchie sind solche Bestände besonders wertvoll, weil Familiengeschichten hier oft nicht an heutigen Staatsgrenzen haltmachen.
Direktlinks / Quellen
- Offizielle Matricula-Meldung vom 19. Oktober 2020: Nadškofijski arhiv Maribor se je pridružil Matriculi
- Matricula-Bestand: Nadškofija Maribor
- Matricula-Ortssuche mit Diözesenfilter Nadškofija Maribor
- Erzdiözese Maribor: Matične knjige na spletu – Matriken online
- Familia Austria: Matriken der Erzdiözese Marburg an der Drau/Maribor ab 20. Oktober 2020 online
Folgefragen an das Forum
- Wer hat bereits mit den Mariborer Matricula-Beständen gearbeitet und kann praktische Sucherfahrungen teilen?
- Welche historischen Ortsnamen bereiten bei der Suche besondere Schwierigkeiten?
- Gibt es empfehlenswerte Ortsverzeichnisse oder Konkordanzen für deutsche, slowenische und ungarische Ortsnamen in diesem Raum?
- Welche Pfarren sind für Forschungen zur Untersteiermark, Unterkärnten oder zum Prekmurje besonders ergiebig?
- Sind in einzelnen Matriken auffällige Standes-, Berufs- oder Herkunftsangaben enthalten, die für Adels-, Bürger- oder Militärforschung hilfreich sein könnten?
- Wäre eine kleine Forums-Sammelliste mit Ortsnamen, historischen Bezeichnungen und zuständigen Pfarren sinnvoll?
"IN OMNIBUS ORDO"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
