Oberdeutsche Personendatenbank – ein Werkzeug der prosopographischen Forschung
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Oberdeutsche Personendatenbank – ein Werkzeug der prosopographischen Forschung
4 Wochen 6 Stunden her
Oberdeutsche Personendatenbank – ein wertvolles Werkzeug für genealogische, prosopographische und landesgeschichtliche Forschung
Die Oberdeutsche Personendatenbank ist eine online zugängliche biographische Datenbank mit Schwerpunkt auf dem oberdeutschen bzw. süddeutschen Raum. Besonders stark vertreten ist Bayerisch-Schwaben, also ein Gebiet, das für viele genealogische, kirchengeschichtliche, universitätsgeschichtliche und auch adelsgeschichtliche Forschungen von großem Interesse ist.
oberdeutsche-persone...mlungen.de
Was findet man in der Datenbank?
Die Datenbank umfasst nach offizieller Angabe 404.954 Personendatensätze. Diese sind mit zahlreichen Zusatzinformationen erschlossen, darunter Namen, Lebensdaten, Herkunftsorte, Wirkungsorte, Berufe, Studienangaben, Ereignisse, Statusangaben und Literatur- bzw. Quellenhinweise.
Der zeitliche Schwerpunkt liegt im Wesentlichen auf Personen des 15. bis 19. Jahrhunderts. Ausgewertet wurden unter anderem:
Damit ist die Datenbank besonders nützlich für Forschungen zu Geistlichen, Beamten, Gelehrten, Studenten, Ordensleuten, Lehrern, Professoren, adeligen und bürgerlichen Amtsträgern sowie Personen aus dem kirchlichen, akademischen und administrativen Umfeld.
Entstehung und Hintergrund
Die Oberdeutsche Personendatenbank geht auf die jahrzehntelange Arbeit von Dr. Paul Berthold Rupp zurück. Rupp erstellte und pflegte diese Sammlung zunächst während seiner Tätigkeit an der Universitätsbibliothek Augsburg und später im Ruhestand. Ursprünglich lag die Datenbank in einer älteren LARS-DOS-Datenbank vor. Im Jahr 2022 wurde sie durch die Bayerische Staatsbibliothek in eine Web-Datenbank überführt, um den Bestand öffentlich zugänglich zu machen und langfristig für die Forschung zu sichern.
Warum ist diese Datenbank für genealogische und heraldische Forschung interessant?
Für die Familienforschung ist die Datenbank vor allem deshalb wertvoll, weil sie Personen nicht isoliert, sondern oft mit Bildungswegen, Ämtern, Orten, Berufen und Quellenangaben verbindet. Gerade bei Forschungen zu bürgerlichen Aufsteigern, Geistlichen, Beamtenfamilien, Professoren, Hofbediensteten oder regionalen Eliten kann ein Treffer in der Oberdeutschen Personendatenbank ein wichtiger Hinweis auf weiterführende Quellen sein.
Für die Adels- und Heraldikforschung ist sie zwar keine klassische Adelsdatenbank, aber dennoch hilfreich. Viele Personen werden über Status, Beruf, Amt, Studium oder Wirkungsort erschlossen. Dadurch lassen sich etwa adelige Kleriker, Universitätsbesucher, Beamte, Stiftsangehörige oder in Hofkalendern genannte Personen auffinden.
Recherchemöglichkeiten
Die Datenbank bietet mehrere Zugänge:
Besonders praktisch ist die Suche nach Nachname, Vorname, Geburtsjahr, Nachweisjahr, Todesjahr, Wirkungsort, Herkunftsort, Herkunftsregion und Beruf. Die Schnellsuche durchsucht alle Felder und eignet sich gut für erste Annäherungen.
Worauf muss man bei der Benutzung achten?
Die Datenbank wird ausdrücklich als Arbeitsversion bezeichnet. Eine Aktualisierung oder Korrektur der Daten ist nicht vorgesehen. Das ist für die Nutzung wichtig: Treffer sollten daher nicht ungeprüft übernommen werden, sondern als Forschungshinweis verstanden werden.
Zu beachten sind insbesondere:
Die Quellen- und Literaturliste ist allerdings sehr umfangreich und kann selbst wieder als Einstieg in weiterführende Forschung dienen.
Praktischer Nutzen im Forum
Für unsere Arbeit im Bereich Genealogie, Heraldik und historischer Personenforschung kann die Oberdeutsche Personendatenbank ein sehr nützliches Hilfsmittel sein, besonders wenn man:
Empfehlung für die Forschungspraxis
Ein Treffer in der Oberdeutschen Personendatenbank sollte immer als Startpunkt verstanden werden. Ideal ist folgendes Vorgehen:
Quelle
Oberdeutsche Personendatenbank:
oberdeutsche-persone...mlungen.de
Dokumentation:
oberdeutsche-persone...umentation
Literaturverzeichnis:
oberdeutsche-persone.../Literatur
Fragen an die Mitforscher
Fazit
Die Oberdeutsche Personendatenbank ist keine abschließende Autorität, aber ein außerordentlich hilfreiches Suchinstrument. Gerade für die Verbindung von Genealogie, Bildungswegen, Amtskarrieren, kirchlichen Laufbahnen und regionaler Landesgeschichte bietet sie einen raschen Einstieg in große Mengen verstreuter biographischer Information. Wer im süddeutschen und besonders im bayerisch-schwäbischen Raum forscht, sollte diese Datenbank unbedingt kennen.
Die Oberdeutsche Personendatenbank ist eine online zugängliche biographische Datenbank mit Schwerpunkt auf dem oberdeutschen bzw. süddeutschen Raum. Besonders stark vertreten ist Bayerisch-Schwaben, also ein Gebiet, das für viele genealogische, kirchengeschichtliche, universitätsgeschichtliche und auch adelsgeschichtliche Forschungen von großem Interesse ist.
oberdeutsche-persone...mlungen.de
Was findet man in der Datenbank?
Die Datenbank umfasst nach offizieller Angabe 404.954 Personendatensätze. Diese sind mit zahlreichen Zusatzinformationen erschlossen, darunter Namen, Lebensdaten, Herkunftsorte, Wirkungsorte, Berufe, Studienangaben, Ereignisse, Statusangaben und Literatur- bzw. Quellenhinweise.
Der zeitliche Schwerpunkt liegt im Wesentlichen auf Personen des 15. bis 19. Jahrhunderts. Ausgewertet wurden unter anderem:
- Schülerverzeichnisse
- Universitätsmatrikeln
- Schematismen
- Professbücher
- Hofkalender
- gedruckte Literatur
- gelegentlich auch Handschriften, Typoskripte oder Archivalien
Damit ist die Datenbank besonders nützlich für Forschungen zu Geistlichen, Beamten, Gelehrten, Studenten, Ordensleuten, Lehrern, Professoren, adeligen und bürgerlichen Amtsträgern sowie Personen aus dem kirchlichen, akademischen und administrativen Umfeld.
Entstehung und Hintergrund
Die Oberdeutsche Personendatenbank geht auf die jahrzehntelange Arbeit von Dr. Paul Berthold Rupp zurück. Rupp erstellte und pflegte diese Sammlung zunächst während seiner Tätigkeit an der Universitätsbibliothek Augsburg und später im Ruhestand. Ursprünglich lag die Datenbank in einer älteren LARS-DOS-Datenbank vor. Im Jahr 2022 wurde sie durch die Bayerische Staatsbibliothek in eine Web-Datenbank überführt, um den Bestand öffentlich zugänglich zu machen und langfristig für die Forschung zu sichern.
Warum ist diese Datenbank für genealogische und heraldische Forschung interessant?
Für die Familienforschung ist die Datenbank vor allem deshalb wertvoll, weil sie Personen nicht isoliert, sondern oft mit Bildungswegen, Ämtern, Orten, Berufen und Quellenangaben verbindet. Gerade bei Forschungen zu bürgerlichen Aufsteigern, Geistlichen, Beamtenfamilien, Professoren, Hofbediensteten oder regionalen Eliten kann ein Treffer in der Oberdeutschen Personendatenbank ein wichtiger Hinweis auf weiterführende Quellen sein.
Für die Adels- und Heraldikforschung ist sie zwar keine klassische Adelsdatenbank, aber dennoch hilfreich. Viele Personen werden über Status, Beruf, Amt, Studium oder Wirkungsort erschlossen. Dadurch lassen sich etwa adelige Kleriker, Universitätsbesucher, Beamte, Stiftsangehörige oder in Hofkalendern genannte Personen auffinden.
Recherchemöglichkeiten
Die Datenbank bietet mehrere Zugänge:
- Personen A–Z
- Berufe
- Studium
- Status
- Ereignisse
- Todesursachen
- Orte A–Z
- Regionen
- Jahrhunderte und Jahre
- kombinierte Suche nach mehreren Feldern
Besonders praktisch ist die Suche nach Nachname, Vorname, Geburtsjahr, Nachweisjahr, Todesjahr, Wirkungsort, Herkunftsort, Herkunftsregion und Beruf. Die Schnellsuche durchsucht alle Felder und eignet sich gut für erste Annäherungen.
Worauf muss man bei der Benutzung achten?
Die Datenbank wird ausdrücklich als Arbeitsversion bezeichnet. Eine Aktualisierung oder Korrektur der Daten ist nicht vorgesehen. Das ist für die Nutzung wichtig: Treffer sollten daher nicht ungeprüft übernommen werden, sondern als Forschungshinweis verstanden werden.
Zu beachten sind insbesondere:
- Schreibfehler können vorkommen.
- Namensformen können unterschiedlich angesetzt sein.
- Bei gleichlautenden Namen gibt es Verzweigungsseiten.
- Nicht alle Datensätze sind gleich vollständig.
- Literatur- und Quellenangaben erscheinen oft nur als Kurztitel.
- Die Datenbank ersetzt nicht die Einsicht in die Originalquelle.
Die Quellen- und Literaturliste ist allerdings sehr umfangreich und kann selbst wieder als Einstieg in weiterführende Forschung dienen.
Praktischer Nutzen im Forum
Für unsere Arbeit im Bereich Genealogie, Heraldik und historischer Personenforschung kann die Oberdeutsche Personendatenbank ein sehr nützliches Hilfsmittel sein, besonders wenn man:
- eine Person im süddeutschen Raum sucht,
- einen Geistlichen, Beamten, Lehrer, Professor oder Studenten einordnen möchte,
- Herkunfts- und Wirkungsorte vergleichen will,
- einen seltenen Familiennamen verfolgt,
- Universitäts- oder Schulbesuche nachweisen möchte,
- Hinweise auf gedruckte Quellen oder ältere Literatur sucht,
- regionale Eliten Bayerisch-Schwabens und angrenzender Räume untersucht.
Empfehlung für die Forschungspraxis
Ein Treffer in der Oberdeutschen Personendatenbank sollte immer als Startpunkt verstanden werden. Ideal ist folgendes Vorgehen:
- Person in der Datenbank suchen.
- Namensvarianten prüfen.
- Orte, Berufe, Status und Lebensdaten notieren.
- Kurztitel der angegebenen Literatur nachschlagen.
- Wenn möglich, die genannte Originalquelle oder das gedruckte Werk kontrollieren.
- Treffer mit Kirchenbüchern, Matrikeln, Schematismen, Hofkalendern oder Archivquellen abgleichen.
Quelle
Oberdeutsche Personendatenbank:
oberdeutsche-persone...mlungen.de
Dokumentation:
oberdeutsche-persone...umentation
Literaturverzeichnis:
oberdeutsche-persone.../Literatur
Fragen an die Mitforscher
- Wer hat die Oberdeutsche Personendatenbank bereits für genealogische Forschungen genutzt?
- Gab es Treffer zu adeligen Familien, geistlichen Würdenträgern oder Beamtenfamilien?
- Wie zuverlässig waren die Angaben im Vergleich zu Kirchenbüchern, Universitätsmatrikeln oder Schematismen?
- Welche Familiennamen oder Regionen sind in der Datenbank besonders ergiebig?
- Gibt es Beispiele, bei denen ein Eintrag der Datenbank zu einer bislang unbekannten Quelle geführt hat?
Fazit
Die Oberdeutsche Personendatenbank ist keine abschließende Autorität, aber ein außerordentlich hilfreiches Suchinstrument. Gerade für die Verbindung von Genealogie, Bildungswegen, Amtskarrieren, kirchlichen Laufbahnen und regionaler Landesgeschichte bietet sie einen raschen Einstieg in große Mengen verstreuter biographischer Information. Wer im süddeutschen und besonders im bayerisch-schwäbischen Raum forscht, sollte diese Datenbank unbedingt kennen.
"IN OMNIBUS ORDO"
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