Drakullich / Drakulić de Mercingrad bzw. von Mersingrad
- USchu
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 662
Drakullich / Drakulić de Mercingrad bzw. von Mersingrad
1 Monat 7 Stunden her - 1 Monat 7 Stunden her
Drakullich / Drakulić de Mercingrad bzw. von Mersingrad – Adelsstand 1828
Militärschematismen und Literaturhinweise gesucht
Ich möchte die bisher zusammengetragenen Hinweise zur Familie Drakullich / Drakulić de Mercingrad – in den Militärschematismen offenbar meist v. Mersingrad – zusammenfassen und um Ergänzungen bitten.
Im Siebmacher, Der Adel von Kroatien und Slavonien, bearbeitet von Ivan von Bojničić, wird die Familie unter „Drakullich de Mercingrad (Drakulić)” geführt, Seite 40, Tafel 30. Dort findet sich auch die Wappenbeschreibung:
Wappen: Geviertet.
Decken: gold-rot; gold-blau.
Als Adelsverleihung nennt Siebmacher den erbländischen Adelsstand mit dem Prädikat „de Mercingrad“, verliehen durch Kaiser Franz I., Wien, 24. April 1828, an den pensionierten Capitain-Lieutenant Simon Drakullich, „für dessen in den französischen Kriegen erworbene Verdienste“. Das Original soll sich nach Siebmacher im Besitz des pensionierten Hauptmanns Mile von Drakulić in Otočac befunden haben.
Quelle: www.arcanum.com/onli...ulic-EB9C/
Auch im Volltext des Werkes ist der Eintrag nachvollziehbar: archive.org/stream/B...n_djvu.txt
Im Alt-Österreichischen Adels-Lexikon bzw. bei Frank-Döfering findet sich offenbar der Eintrag:
Drakullich, Simon, Adelsstand „v. Mersingrad“, 24.4.1828.
Bei Karl Friedrich Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte, steht dazu anscheinend als Berichtigung zu Nr. 1747 des „Alt-Österreichischen Adels-Lexikons“:
Drakullich, Simon, österr. Adelsstand „v. Mersingrad“, 24. IV. 1828.
Interessant ist hier die Abweichung der Prädikatsform:
Siebmacher: de Mercingrad
Frank / Militärschematismen: v. Mersingrad
Ob hier nur eine sprachliche Angleichung, eine Lesart des Diploms oder eine tatsächliche Berichtigung vorliegt, ist mir derzeit nicht klar. Da Frank 1967 ff. erschien und Peter Frank-Döfering später publiziert wurde, dürfte Frank-Döfering eher die bei Frank bereits vorhandene Korrektur übernommen haben. Zu prüfen wäre aber, was genau in Nr. 1747 des älteren Adelslexikons ursprünglich stand und worauf sich die Berichtigung bezieht.
Im Österreichischen Staatsarchiv ist der einschlägige Hofadelsakten-Bestand zumindest als Sammelbereich greifbar:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 195 Drabek–Drakullich, 1559.06.01–1918.02.05
Quelle: www.archivinformatio...?ID=982250
Für eine sichere Klärung wäre hier wohl der konkrete Einzelakt zu Simon Drakullich / Drakulić heranzuziehen, sofern er in diesem Faszikel enthalten ist.
In den Militärschematismen lassen sich mehrere Träger des Namens bzw. Prädikats nachweisen, u. a.:
Dort wird im Register u. a. genannt:
Drakulic Edler von Mersingrad, Nikolaus, II, 662.
Daneben scheinen im Register auch Drakulich Emanuel und Drakullich Peter auf. Ob diese Personen zur 1828 nobilitierten Familie des Simon Drakullich gehören, müsste anhand der Akademieeinträge, der Militär-Grundbuchsblätter bzw. der Qualifikationslisten überprüft werden.
Offene Fragen:
Militärschematismen und Literaturhinweise gesucht
Ich möchte die bisher zusammengetragenen Hinweise zur Familie Drakullich / Drakulić de Mercingrad – in den Militärschematismen offenbar meist v. Mersingrad – zusammenfassen und um Ergänzungen bitten.
Im Siebmacher, Der Adel von Kroatien und Slavonien, bearbeitet von Ivan von Bojničić, wird die Familie unter „Drakullich de Mercingrad (Drakulić)” geführt, Seite 40, Tafel 30. Dort findet sich auch die Wappenbeschreibung:
Wappen: Geviertet.
- in Rot ein gepanzerter Arm, der einen Krummsäbel hält;
- in Blau elf goldene Sterne;
- in Blau auf grünem Boden eine gezinnte weiße Festungsmauer mit drei gezinnten Türmen, auf dem mittleren Turm ein wachsender goldener Löwe;
- in Rot auf grünem Boden zwei natürliche schroffe Felsengebirge, zwischen denen ein Fluss hervorbricht.
Decken: gold-rot; gold-blau.
Als Adelsverleihung nennt Siebmacher den erbländischen Adelsstand mit dem Prädikat „de Mercingrad“, verliehen durch Kaiser Franz I., Wien, 24. April 1828, an den pensionierten Capitain-Lieutenant Simon Drakullich, „für dessen in den französischen Kriegen erworbene Verdienste“. Das Original soll sich nach Siebmacher im Besitz des pensionierten Hauptmanns Mile von Drakulić in Otočac befunden haben.
Quelle: www.arcanum.com/onli...ulic-EB9C/
Auch im Volltext des Werkes ist der Eintrag nachvollziehbar: archive.org/stream/B...n_djvu.txt
Im Alt-Österreichischen Adels-Lexikon bzw. bei Frank-Döfering findet sich offenbar der Eintrag:
Drakullich, Simon, Adelsstand „v. Mersingrad“, 24.4.1828.
Bei Karl Friedrich Frank, Standeserhebungen und Gnadenakte, steht dazu anscheinend als Berichtigung zu Nr. 1747 des „Alt-Österreichischen Adels-Lexikons“:
Drakullich, Simon, österr. Adelsstand „v. Mersingrad“, 24. IV. 1828.
Interessant ist hier die Abweichung der Prädikatsform:
Siebmacher: de Mercingrad
Frank / Militärschematismen: v. Mersingrad
Ob hier nur eine sprachliche Angleichung, eine Lesart des Diploms oder eine tatsächliche Berichtigung vorliegt, ist mir derzeit nicht klar. Da Frank 1967 ff. erschien und Peter Frank-Döfering später publiziert wurde, dürfte Frank-Döfering eher die bei Frank bereits vorhandene Korrektur übernommen haben. Zu prüfen wäre aber, was genau in Nr. 1747 des älteren Adelslexikons ursprünglich stand und worauf sich die Berichtigung bezieht.
Im Österreichischen Staatsarchiv ist der einschlägige Hofadelsakten-Bestand zumindest als Sammelbereich greifbar:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 195 Drabek–Drakullich, 1559.06.01–1918.02.05
Quelle: www.archivinformatio...?ID=982250
Für eine sichere Klärung wäre hier wohl der konkrete Einzelakt zu Simon Drakullich / Drakulić heranzuziehen, sofern er in diesem Faszikel enthalten ist.
In den Militärschematismen lassen sich mehrere Träger des Namens bzw. Prädikats nachweisen, u. a.:
- Daniel Drakulich / Drakulić v. Mersingrad, bereits in den frühen Militärschematismen um 1830/1832 nachweisbar;
- Daniel Drakulić v. Mersingrad, 1854 als Platz-Hauptmann 1. Klasse in Agram;
- Michael Drakulić v. Mersingrad, u. a. 1858 und 1866 im Zusammenhang mit der Carlstädter Militärgrenze bzw. dem Otočaner Regiment;
- weitere Namensformen wie Johann Drakullich, Cosmas Drakulić, Stephan Drakulić usw., deren genealogischer Zusammenhang mit Simon Drakullich aber noch zu prüfen wäre.
Dort wird im Register u. a. genannt:
Drakulic Edler von Mersingrad, Nikolaus, II, 662.
Daneben scheinen im Register auch Drakulich Emanuel und Drakullich Peter auf. Ob diese Personen zur 1828 nobilitierten Familie des Simon Drakullich gehören, müsste anhand der Akademieeinträge, der Militär-Grundbuchsblätter bzw. der Qualifikationslisten überprüft werden.
Offene Fragen:
- Hat jemand Einsicht in den konkreten Hofadelsakt zu Simon Drakullich / Drakulić, Adelsstand 24. April 1828, und kann bestätigen, ob im Diplom „de Mercingrad“ oder „von Mersingrad“ steht?
- Was genau wurde bei Frank als „Berichtigung zu Nr. 1747 Alt-Österreichisches Adels-Lexikon“ berichtigt? Ging es um die Schreibweise des Familiennamens, das Prädikat, das Datum oder um die Einordnung der Adelsverleihung?
- Gibt es einen gesicherten Zusammenhang zwischen Simon Drakullich, dem Adelserwerber von 1828, und den später in den Militärschematismen genannten Daniel, Michael, Nikolaus, Emanuel, Peter, Johann, Cosmas oder Stephan Drakulić / Drakullich?
- Ist Mercingrad / Mersingrad mit einer kroatischen Orts- oder Burgbezeichnung, möglicherweise in der Lika bzw. im Raum Otočac, zu identifizieren?
- Gibt es über Siebmacher/Bojničić, Frank, Frank-Döfering, Svoboda und die Militärschematismen hinaus weitere Literatur zur Familie Drakullich / Drakulić de Mercingrad, insbesondere in kroatischen genealogischen, militärhistorischen oder regionalgeschichtlichen Arbeiten?
"IN OMNIBUS ORDO"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
