Familie Steupp bzw. Steuppen aus Sterzing
- USchu
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 662
Familie Steupp bzw. Steuppen aus Sterzing
4 Wochen 1 Tag her - 4 Wochen 1 Tag her
Familie Steupp bzw. Steuppen aus Sterzing – Genealogie, Wappen und mögliche Adelsqualität
Ich bin auf der Suche nach weiteren genealogischen Angaben zur Familie Steupp, auch Steuppen geschrieben, die im frühen 17. Jahrhundert in Sterzing bzw. im südlichen Tirol nachweisbar gewesen sein dürfte.
Aus einer älteren Schullern’schen Ahnentafel ergibt sich folgender Zusammenhang:
Abraham Reinhart von Thurnfels und Ferklehen, * Sterzing, 3. Mai 1597, † 5. Februar 1661; 1634 in den Adelsstand erhoben⚭ Sterzing, 26. Januar 1622, mit: Eva von Steuppen. * vermutlich 1604, † Innsbruck, 26. März 1658
In der ursprünglichen Anfrage wurde zunächst nach einer Familie von Steuppen gesucht. Dieser Name ließ sich jedoch in den üblichen genealogischen und heraldischen Nachschlagewerken nicht eindeutig nachweisen. Insbesondere scheint auch Fischnalers Wappenschlüssel keine Familie unter der Schreibweise „Steuppen“ zu kennen.
Ein Hinweis in der Wappendatenbank der Tiroler Landesmuseen führt jedoch zu einer Familie Steupp. Dabei wurde angemerkt, dass der Name ursprünglich auch als Steuppen geschrieben worden sein könnte und die Endung „-en“ später weggefallen sei. Eine örtliche Verbindung zu Sterzing erscheint zumindest möglich.
Im Österreichischen Staatsarchiv ist außerdem folgender Vorgang verzeichnet:
Steupp – Wappenbrief vom 6. Februar 1629
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 950.18
Dieser Wappenbrief ist für die weitere Forschung zweifellos von Bedeutung. Aus seiner bloßen Existenz kann allerdings weder eine Nobilitierung noch mit Sicherheit das Gegenteil abgeleitet werden. Ein Wappenbrief konnte auch an eine nichtadelige Familie verliehen werden.
Ebenso wäre es vorschnell, allein aufgrund eines fehlenden Nobilitierungsaktes im Allgemeinen Verwaltungsarchiv oder eines fehlenden Eintrags in den bekannten Adelslexika jede Adelsqualität auszuschließen. Gerade für Tirol und das Hochstift Brixen kommen weitere Verleihungsinstanzen in Betracht, darunter:
Die Angaben stammen aus einer etwa drei mal zwei Meter großen Schullern’schen Ahnentafel, die von meinem Urgroßvater, einem vielseitig tätigen Genealogen, zusammengestellt wurde. Mein Ziel ist es, diese ältere Arbeit anhand moderner Recherchemöglichkeiten und Quellen kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.
Weiterführende Fragen
Ich bin auf der Suche nach weiteren genealogischen Angaben zur Familie Steupp, auch Steuppen geschrieben, die im frühen 17. Jahrhundert in Sterzing bzw. im südlichen Tirol nachweisbar gewesen sein dürfte.
Aus einer älteren Schullern’schen Ahnentafel ergibt sich folgender Zusammenhang:
Abraham Reinhart von Thurnfels und Ferklehen, * Sterzing, 3. Mai 1597, † 5. Februar 1661; 1634 in den Adelsstand erhoben⚭ Sterzing, 26. Januar 1622, mit: Eva von Steuppen. * vermutlich 1604, † Innsbruck, 26. März 1658
In der ursprünglichen Anfrage wurde zunächst nach einer Familie von Steuppen gesucht. Dieser Name ließ sich jedoch in den üblichen genealogischen und heraldischen Nachschlagewerken nicht eindeutig nachweisen. Insbesondere scheint auch Fischnalers Wappenschlüssel keine Familie unter der Schreibweise „Steuppen“ zu kennen.
Ein Hinweis in der Wappendatenbank der Tiroler Landesmuseen führt jedoch zu einer Familie Steupp. Dabei wurde angemerkt, dass der Name ursprünglich auch als Steuppen geschrieben worden sein könnte und die Endung „-en“ später weggefallen sei. Eine örtliche Verbindung zu Sterzing erscheint zumindest möglich.
Im Österreichischen Staatsarchiv ist außerdem folgender Vorgang verzeichnet:
Steupp – Wappenbrief vom 6. Februar 1629
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 950.18
Dieser Wappenbrief ist für die weitere Forschung zweifellos von Bedeutung. Aus seiner bloßen Existenz kann allerdings weder eine Nobilitierung noch mit Sicherheit das Gegenteil abgeleitet werden. Ein Wappenbrief konnte auch an eine nichtadelige Familie verliehen werden.
Ebenso wäre es vorschnell, allein aufgrund eines fehlenden Nobilitierungsaktes im Allgemeinen Verwaltungsarchiv oder eines fehlenden Eintrags in den bekannten Adelslexika jede Adelsqualität auszuschließen. Gerade für Tirol und das Hochstift Brixen kommen weitere Verleihungsinstanzen in Betracht, darunter:
- die Fürstbischöfe von Brixen,
- Hofpfalzgrafen mit entsprechender Comitiva,
- die Tiroler Landesfürsten aus dem Hause Habsburg,
- möglicherweise auch andere territoriale oder kaiserliche Verleihungen, deren archivalische Überlieferung heute unvollständig ist.
Die Angaben stammen aus einer etwa drei mal zwei Meter großen Schullern’schen Ahnentafel, die von meinem Urgroßvater, einem vielseitig tätigen Genealogen, zusammengestellt wurde. Mein Ziel ist es, diese ältere Arbeit anhand moderner Recherchemöglichkeiten und Quellen kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.
Weiterführende Fragen
- Wer waren die Eltern der um 1604 geborenen Eva Steupp bzw. Steuppen?
- Lässt sich ihre Trauung mit Abraham Reinhart am 26. Januar 1622 im Sterzinger Kirchenbuch nachweisen, und wie wird ihr Familienname dort genau geschrieben?
- Wird Eva im Trauungs-, Tauf- oder Sterbeeintrag tatsächlich mit einem Adelsprädikat bezeichnet?
- Besteht eine genealogisch nachweisbare Verbindung zwischen Eva und den in der Tiroler Wappendatenbank genannten Trägern des Namens Steupp?
- Welchen genauen Inhalt hat der Wappenbrief vom 6. Februar 1629?
Wer war der Empfänger, welchen Beruf oder gesellschaftlichen Stand hatte er, und enthält die Urkunde Hinweise auf Verwandte oder den Herkunftsort? - Handelt es sich bei dem Wappenbrief lediglich um eine Wappenverleihung oder möglicherweise doch um eine mit Standeserhöhung verbundene Ausfertigung?
- Gibt es in Sterzinger Bürgerbüchern, Steuerlisten, Ratsprotokollen, Grundbüchern oder Notariatsakten weitere Angehörige der Familie Steupp bzw. Steuppen?
- Sind für diese Familie Lehensbesitz, landesfürstliche Ämter, ein Ansitz oder sonstige Merkmale nachweisbar, die zur späteren Annahme einer Adelsqualität geführt haben könnten?
- Finden sich Hinweise auf eine Nobilitierung durch den Fürstbischof von Brixen, einen Hofpfalzgrafen oder einen Tiroler Landesfürsten?
- Wann wurde die Namensform Steuppen nachweislich zu Steupp verkürzt, oder bestanden beide Schreibweisen gleichzeitig?
- Könnte das in der älteren Ahnentafel verwendete „von“ lediglich eine nachträgliche genealogische Interpretation sein?
"IN OMNIBUS ORDO"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
