Familie Psotta von Bärenfels – gesucht: Herkunft und Ehefrau des Rittmeisters

Familie Psotta von Bärenfels – gesucht: Herkunft und Ehefrau des Rittmeisters

1 Monat 2 Stunden her
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Familie Psotta von Bärenfels – gesucht: Herkunft und Ehefrau des Rittmeisters Michael PsottaIch beschäftige mich derzeit mit der Geschichte der Familie Psotta von Bärenfels. Ausgangspunkt ist der k. k. Rittmeister Michael Psotta, der mit Diplom vom 3. April 1808 in den österreichischen Adelsstand mit dem Prädikat „von Bärenfels“ erhoben wurde.Der zugehörige Adelsakt befindet sich im Österreichischen Staatsarchiv:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 756.44
Psotta, Michael, Rittmeister im Kürassierregiment Nassau, Adelsstand, „von Bärenfels“, 1808.04.03
Die Adelsstandserhebung ist außerdem im Böhmischen Saalbuch, Band 274, eingetragen. Der betreffende Band ist allerdings nicht paginiert.Michael Psotta soll 1813 in Banská Bystrica, deutsch Neusohl, verstorben sein. Sein Sterbeeintrag konnte zwar bereits im Personenstandsregister festgestellt werden, enthält jedoch offenbar keine näheren Angaben zu seinem Geburtsort, seiner Herkunft oder seiner Ehefrau.Die Söhne Móritz und Károly PsottaGesichert scheint, dass Michael Psotta zwischen 1806 und 1808 zwei Söhne hatte:
  • Móritz beziehungsweise Moritz Psotta
  • Károly beziehungsweise Karl Psotta
Als mögliche Geburtsorte kommen Modor – heute Modra, deutsch Modern – oder Bazin, heute Pezinok, deutsch Bösing beziehungsweise Pösing, in Betracht.Von besonderem Interesse ist die Frage nach der Mutter des Moritz Psotta. Ebenso wäre zu klären, wo Moritz nach dem frühen Tod seines Vaters aufwuchs. Er dürfte bereits im Alter von etwa sieben Jahren Vollwaise oder zumindest vaterlos geworden sein. Seine Konfirmation erfolgte 1822; bereits 1823 trat er in die Armee ein.Das weitere Schicksal des Moritz PsottaMoritz Psotta diente als k. k. Oberleutnant im Artillerieregiment Nr. 5. Wegen seiner Beteiligung am ungarischen Aufstand wurde er durch kriegsgerichtliches Urteil vom 24. November 1849 zur Kassation seines Offiziersranges, zur Einziehung seines gesamten Vermögens und zum Tod durch den Strang verurteilt.Der kommandierende österreichische General, Feldzeugmeister Julius Freiherr von Haynau, begnadigte ihn jedoch zu 18 Jahren Festungshaft. Im Jahr 1856 wurde Moritz Psotta durch kaiserliche Gnade aus der Haft entlassen. Danach erhielt er eine bescheidene Anstellung als Kanzlist bei der k. k. privilegierten Südbahn-Gesellschaft.Er starb am 9. Januar 1863 in Ofen, heute Budapest. Nach einer Veröffentlichung in Budapesti Negyed soll er Selbstmord begangen haben:
Budapesti Negyed, Jahrgang 25, 1999/3, Beitrag zur 1848/49er-Parzelle.
Auffallend ist, dass Moritz Psotta den Adelstitel in seinen späteren Lebensjahren offenbar nicht mehr führte. Möglicherweise hatte er bereits zuvor darauf verzichtet; denkbar wäre auch, dass der Adelsstand beziehungsweise das Recht zur Führung des Prädikats als Folge der kriegsgerichtlichen Verurteilung aberkannt wurde. In seinem Sterbeeintrag erscheint er jedenfalls lediglich als Kanzlist Moritz Psotta. Auf seinem Grabstein wurde hingegen offenbar wieder an die adelige Herkunft der Familie erinnert.Im Zusammenhang mit seiner Beteiligung an der ungarischen Revolution könnte auch das Werk „Ungarns Recht und Gesetz“ von Interesse sein, das die österreichische Legion erwähnt, die auf ungarischer Seite gegen die kaiserlich-österreichischen Truppen kämpfte.LiteraturhinweiseAdalbert Král nennt zur Familie Psotta von Bärenfels unter anderem folgende Quellen:
  • Johann Georg Megerle von Mühlfeld: Österreichisches Adels-Lexikon, 1827
  • Johann Christian von Hellbach: Adels-Lexikon, 1825
  • Stammbuch des Adels in Deutschland und Österreich-Ungarn, 4. Teil, 1860–1866
Möglicherweise könnte auch die Slowakische Genealogisch-Heraldische Gesellschaft bei der Suche in regionalen Kirchenbüchern und Archiven weiterhelfen: www.genea.sk In der Sammlung „Ungarn, Bestattungsanzeigen, 1840–1990“ bei FamilySearch findet sich außerdem eine Parte aus dem Jahr 1938, die möglicherweise zu einem späteren Zweig der Familie gehört: www.familysearch.org...on/1542666 Offene FragenWer kann nähere Angaben zu folgenden Punkten machen?
  1. Wann und wo wurde Rittmeister Michael Psotta geboren?
  2. Wie hießen seine Eltern und woher stammte die Familie?
  3. Wer war seine Ehefrau und die Mutter seiner Söhne Móritz und Károly?
  4. Lassen sich die Geburts- oder Taufeinträge der beiden Söhne in Modor/Modra oder Bazin/Pezinok nachweisen?
  5. Wo lebte und bei wem wuchs Moritz Psotta nach dem Tod seines Vaters auf?
  6. Wo fand seine Konfirmation im Jahr 1822 statt?
  7. Wurde Moritz Psotta der Adel infolge seiner Verurteilung von 1849 formell aberkannt, oder führte er das Prädikat lediglich nicht mehr?
  8. Welche Inschrift befindet beziehungsweise befand sich auf seinem Grabstein in Budapest?
  9. Lässt sich die Bestattungsanzeige von 1938 einer bestimmten Linie der Familie Psotta von Bärenfels zuordnen?
Für Hinweise auf Kirchenbucheinträge, Militärakten, Nachlassunterlagen, Stammbäume oder weiterführende Literatur wäre ich sehr dankbar.
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