Zwei Sterbedaten für Alois Freiherr Klepsch-Kloth von Roden

Zwei Sterbedaten für Alois Freiherr Klepsch-Kloth von Roden

1 Monat 2 Stunden her - 1 Monat 2 Stunden her
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Wer hat recht? Zwei Sterbedaten für Alois Freiherr Klepsch-Kloth von Roden – und eine offene Frage zu Alfred Gurniak

Bei meinen Recherchen zum späteren Feldmarschallleutnant Alois Freiherr Klepsch-Kloth von Roden bin ich auf einen bemerkenswerten Widerspruch gestoßen.

Der Onlinekatalog des Österreichischen Staatsarchivs führt als Sterbedatum den 24. März 1957 an und nennt Wien als Sterbeort. Dagegen verzeichnen sowohl Karel Vavříneks Almanach českých šlechtických a rytířských rodů auf Seite 225 als auch Antonio Schmidt-Brentanos Verzeichnis Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918 den 16. März 1957.

Auch der Datensatz bei Stammreihen nennt den 16. März 1957. In einer weiteren militärgeschichtlichen Veröffentlichung erscheint Baden bei Wien als Sterbeort. Besonders auffällig ist, dass seine Beisetzung auf dem Wiener Zentralfriedhof bereits für den 22. März 1957 angegeben wird. Damit kann der im Archivkatalog vermerkte 24. März eigentlich nicht der tatsächliche Todestag gewesen sein.

Vieles spricht somit dafür, dass Alois Freiherr Klepsch-Kloth von Roden am 16. März 1957 in Baden bei Wien verstorben ist und im Onlinekatalog des Staatsarchivs ein Erfassungs- oder Übertragungsfehler vorliegt.

Kennt jemand den originalen standesamtlichen Sterbeeintrag, eine Todesanzeige oder eine Parte, durch die sich das Datum endgültig bestätigen lässt?

Im bisherigen Austausch wurde außerdem Alfred Gurniak Edler von Schreibendorf als Schwager von Klepsch-Kloths Ehefrau Marcelline genannt. Gurniak ist vor allem durch seine eigentümliche Verehrung für Kaiserin Elisabeth bekannt und wird in der Sisi-Literatur häufig als deren obsessiver Verehrer oder etwas zugespitzt als „Sisi-Stalker“ bezeichnet.

Alfred Gurniak, evangelisch und zum Zeitpunkt seines Todes verwitwet, starb am 10. Februar 1934 im Landeskrankenhaus Graz. Im Grazer Sterbebuch wird als sein Geburtsdatum offenbar der 6. Juni 1857 genannt. Der zunächst schwer lesbare Geburtsort dürfte nicht „Doschauwitz“, sondern Nieder Toschonowitz, das heutige Dolní Tošanovice im Bezirk Frýdek-Místek, gewesen sein.

Auch der dortige evangelische Geburts- und Taufeintrag konnte inzwischen aufgefunden werden. Die eigentlichen Tageszahlen sind in der Aufnahme allerdings nur schwer zu erkennen. Deutlich lesbar scheinen die Monatsangaben Juni und Juli zu sein. Dies würde dazu passen, dass Alfred Gurniak am 6. Juni geboren und erst einige Wochen später, im Juli 1857, getauft wurde.

 Kann jemand den Eintrag sicher entziffern oder das Geburtsdatum 6. Juni 1857 durch eine weitere Quelle bestätigen?

 Als Quellen kommen insbesondere in Betracht:– Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Nachlass Klepsch-Kloth von Roden
– Antonio Schmidt-Brentano: Die k. k. bzw. k. u. k. Generalität 1816–1918
– Karel Vavřínek: Almanach českých šlechtických a rytířských rodů
– Grazer Sterbebuch, Pfarre Hl. Erlöser, 1933–1935
– evangelisches Geburts- und Taufbuch von Nieder Toschonowitz
– Personenlexikon des Adels – Stammreihen
"IN OMNIBUS ORDO"

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