Freiherren Herdt von Hutten / Hutten-Klingenstein
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Freiherren Herdt von Hutten / Hutten-Klingenstein
4 Wochen 1 Tag her
Freiherren Herdt von Hutten / Hutten-Klingenstein – Ludwig, Moritz und die Frage nach „Herdt“, „Hutten“ und „Klingenstein“
Ich möchte hier einige Hinweise zu einer offenbar nicht ganz einfach einzuordnenden Familie bzw. Namensführung zusammentragen: Freiherren Herdt von Hutten, später im Umfeld der Schreibweisen Herdt von Hutten-Klingenstein, Herdt von Klingenstein und von Hutten-Klingenstein.
Ausgangspunkt ist ein Eintrag im Gothaischen genealogischen Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Jahrgang 1868, S. 1080:
Zu diesem Ludwig Freiherrn Herdt von Hutten findet sich zumindest ein literarischer Nachweis: Er erscheint als Verfasser des Jagdbuches
Damit ist die Person Ludwig Herdt von Hutten als k. k. Forstmann bzw. Jagdschriftsteller greifbar. Offen bleibt aber, auf welcher genealogischen und adelrechtlichen Grundlage der Name bzw. die Freiherrenqualität beruhte.
Das eigentliche Rätsel: Ist „Herdt von Hutten“ eine Linie der fränkischen von Hutten?
Naheliegend wäre zunächst ein Zusammenhang mit dem fränkischen Uradelsgeschlecht von Hutten. Allerdings findet sich der Name in den einschlägigen uradeligen freiherrlichen Artikeln, insbesondere bei Hutten zum Stolzenberg, anscheinend nicht in der erwarteten Form. Auch im Siebmacher war auf die Schnelle kein eindeutiger Treffer zu finden.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass es sich um eine Seitenlinie, eine Namensvereinigung, eine Adoption, eine Prävalierung oder eine sonstige adelrechtliche Sonderkonstellation handelt. Gerade die später auftretende Verbindung mit dem Namensbestandteil Klingenstein deutet darauf hin, dass hier eine ältere weibliche Linie oder ein erloschener Familienname mit hineinspielen könnte.
Moritz: Von „Herdt von Hutten-Klingenstein“ zu „von Hutten-Klingenstein“
Besonders auffällig ist die wechselnde Namensführung bei Moritz. In den Zeßner-Artikeln des freiherrlichen Gotha soll er zunächst noch als
erscheinen. In späteren Jahrgängen begegnet offenbar die verkürzte oder veränderte Form
und schließlich
Nach den bisher zusammengetragenen Hinweisen wäre folgende Entwicklung zu prüfen:
Diese Veränderung ist bemerkenswert. Sie kann natürlich schlicht redaktionell bedingt sein; möglich wäre aber auch, dass sie auf eine adelrechtliche oder genealogische Klärung zurückgeht. Gerade deshalb wäre der Vergleich der einzelnen Gotha-Jahrgänge wichtig.
Hinweis aus dem beigefügten Zeßner-Ausschnitt
Der beigefügte Ausschnitt aus dem Artikel Zeßner von Spitzenberg ist für die Einordnung von Moritz sehr hilfreich.
Darin erscheint Caroline Freiin Zeßner von Spitzenberg, geboren am 26. November 1837, als Tochter des Freiherrn Zeßner von Spitzenberg und der Therese geb. Gräfin von Buquoy. Bei Caroline ist im Ausschnitt zu lesen:
Leider bricht der Ausschnitt unmittelbar danach ab, sodass der Name des Ehemannes in diesem Bild nicht mehr sichtbar ist. Gerade diese Stelle wäre entscheidend: Nach den weiteren Hinweisen dürfte es sich bei dem Ehemann um Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein bzw. Moritz von Hutten-Klingenstein handeln. Das müsste aber anhand der Folgeseite bzw. des vollständigen Gotha-Artikels noch ausdrücklich geprüft werden.
Die Geschwister Carolines sind im Ausschnitt ebenfalls genannt:
Die Verbindung zur Familie Zeßner ist somit sehr wahrscheinlich der Schlüssel zur späteren Überlieferung von Moritz in den Zeßner-Gotha-Artikeln.
Der Namensbestandteil „Klingenstein“
Ein besonders interessanter archivalischer Hinweis findet sich in der Deutschen Digitalen Bibliothek. Dort ist ein Bestand des Hauptstaatsarchivs Stuttgart nachgewiesen:
Dieser Hinweis ist sehr aufschlussreich. Er zeigt zumindest, dass Moritz von Hutten in einem konkreten Zusammenhang mit einer mütterlicherseits aus der Familie von Klingenstein abstammenden Nichte stand. Damit erklärt sich der Namensbestandteil „Klingenstein“ möglicherweise aus einer weiblichen Ahnenlinie oder aus einem genealogischen Anspruch auf einen erloschenen Namen.
Wichtig ist aber: Der Archivtitel beweist noch nicht automatisch, dass Moritz selbst den Namen „Klingenstein“ adelrechtlich rechtmäßig führte. Er beweist zunächst nur, dass ein entsprechendes Gesuch bzw. ein Nachweisverfahren existierte. Der Inhalt des Aktes wäre daher sehr wichtig.
Moritz als Naturkundler, Offizier und Besitzer im Mendlingtal
Zu Moritz finden sich auch außerhalb der Gotha-Literatur Hinweise. Online wird er unter anderem als Offizier, Schriftsteller bzw. naturkundlich interessierter Privatgelehrter genannt. Mehrere Nachweise führen ihn mit den Lebensdaten
Andere naturkundliche Verzeichnisse nennen abweichend den 24. Juli 1834 als Geburtsdatum. Diese Differenz sollte nicht übergangen werden. Möglicherweise handelt es sich um einen Übertragungsfehler, eine Verwechslung oder eine ungenaue sekundäre Angabe.
Auch zur Besitzgeschichte im Mendlingtal gibt es einen Hinweis: Moritz von Hutten-Klingenstein soll in den Jahren 1882 bis 1885 ein Anwesen erworben und baulich verändert haben. In den einschlägigen Heimatblättern ist von „Moritz Edler von Hutten-Klingenstein“ die Rede. Auch hier fällt die Standesbezeichnung auf: „Edler“ statt „Freiherr“. Das könnte ein bloßer Fehler sein, verdient aber Beachtung.
Arbeitsstand und vorläufige Deutung
Nach dem derzeitigen Stand scheint mir Folgendes wahrscheinlich, aber noch nicht bewiesen:
Besonders wichtiger Literaturhinweis
Sehr wahrscheinlich befindet sich die Lösung oder zumindest ein wesentlicher Teil davon in dem Aufsatz:
Dr. Hanna ist durch seine Arbeiten zur Familie von Hutten einschlägig ausgewiesen. Wer Zugriff auf diesen Aufsatz hat, könnte vermutlich klären, ob Moritz tatsächlich einer Linie der fränkischen Hutten zuzurechnen ist, wie „Herdt“ in den Namen kam und welche Rolle „Klingenstein“ spielte.
Offene Fragen an die Runde
Quellen und Hinweise
Zwischenfazit
Die Familie bzw. Namensführung Herdt von Hutten / Hutten-Klingenstein ist offenbar kein einfacher Standardfall. Der Eintrag im Gotha 1868 zu Ludwig Freiherrn Herdt von Hutten ist gesichert, ebenso die spätere Existenz des Moritz von Hutten-Klingenstein. Ungeklärt bleibt aber die eigentliche genealogische Brücke: Wie hängen Ludwig und Moritz zusammen, wie gelangte „Herdt“ in die Namensführung, und war „Klingenstein“ eine rechtlich anerkannte Namenserweiterung oder ein genealogisch begründeter Zusatz?
Für jede Ergänzung, besonders aus dem Aufsatz von Dr. Hanna, aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart oder aus den vollständigen Gotha-Artikeln der Familie Zeßner von Spitzenberg, wäre ich sehr dankbar.
Ich möchte hier einige Hinweise zu einer offenbar nicht ganz einfach einzuordnenden Familie bzw. Namensführung zusammentragen: Freiherren Herdt von Hutten, später im Umfeld der Schreibweisen Herdt von Hutten-Klingenstein, Herdt von Klingenstein und von Hutten-Klingenstein.
Ausgangspunkt ist ein Eintrag im Gothaischen genealogischen Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Jahrgang 1868, S. 1080:
Herdt von Hutten. Frhr Ludwig, geb. 1789, pens. Beamter der k. k. Ober-Forstdirection, † 26. Juni 1867 zu Wien.
Zu diesem Ludwig Freiherrn Herdt von Hutten findet sich zumindest ein literarischer Nachweis: Er erscheint als Verfasser des Jagdbuches
Der wohlerfahrene Jäger. Für Jäger, Jagdfreunde und Jagdbesitzer, von dem Forstmann und Jäger Freiherrn Ludwig Herdt von Hutten, Wien 1863.
Damit ist die Person Ludwig Herdt von Hutten als k. k. Forstmann bzw. Jagdschriftsteller greifbar. Offen bleibt aber, auf welcher genealogischen und adelrechtlichen Grundlage der Name bzw. die Freiherrenqualität beruhte.
Das eigentliche Rätsel: Ist „Herdt von Hutten“ eine Linie der fränkischen von Hutten?
Naheliegend wäre zunächst ein Zusammenhang mit dem fränkischen Uradelsgeschlecht von Hutten. Allerdings findet sich der Name in den einschlägigen uradeligen freiherrlichen Artikeln, insbesondere bei Hutten zum Stolzenberg, anscheinend nicht in der erwarteten Form. Auch im Siebmacher war auf die Schnelle kein eindeutiger Treffer zu finden.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass es sich um eine Seitenlinie, eine Namensvereinigung, eine Adoption, eine Prävalierung oder eine sonstige adelrechtliche Sonderkonstellation handelt. Gerade die später auftretende Verbindung mit dem Namensbestandteil Klingenstein deutet darauf hin, dass hier eine ältere weibliche Linie oder ein erloschener Familienname mit hineinspielen könnte.
Moritz: Von „Herdt von Hutten-Klingenstein“ zu „von Hutten-Klingenstein“
Besonders auffällig ist die wechselnde Namensführung bei Moritz. In den Zeßner-Artikeln des freiherrlichen Gotha soll er zunächst noch als
Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein
erscheinen. In späteren Jahrgängen begegnet offenbar die verkürzte oder veränderte Form
Moritz Herdt von Klingenstein
und schließlich
Moritz von Hutten-Klingenstein.
Nach den bisher zusammengetragenen Hinweisen wäre folgende Entwicklung zu prüfen:
- bis etwa 1893: Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein
- 1895 und 1897: Moritz Herdt von Klingenstein
- ab 1899 bis 1925: Moritz von Hutten-Klingenstein
Diese Veränderung ist bemerkenswert. Sie kann natürlich schlicht redaktionell bedingt sein; möglich wäre aber auch, dass sie auf eine adelrechtliche oder genealogische Klärung zurückgeht. Gerade deshalb wäre der Vergleich der einzelnen Gotha-Jahrgänge wichtig.
Hinweis aus dem beigefügten Zeßner-Ausschnitt
Der beigefügte Ausschnitt aus dem Artikel Zeßner von Spitzenberg ist für die Einordnung von Moritz sehr hilfreich.
Darin erscheint Caroline Freiin Zeßner von Spitzenberg, geboren am 26. November 1837, als Tochter des Freiherrn Zeßner von Spitzenberg und der Therese geb. Gräfin von Buquoy. Bei Caroline ist im Ausschnitt zu lesen:
Caroline, geb. 26. November 1837, verm. 28. November 1872, ...
Leider bricht der Ausschnitt unmittelbar danach ab, sodass der Name des Ehemannes in diesem Bild nicht mehr sichtbar ist. Gerade diese Stelle wäre entscheidend: Nach den weiteren Hinweisen dürfte es sich bei dem Ehemann um Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein bzw. Moritz von Hutten-Klingenstein handeln. Das müsste aber anhand der Folgeseite bzw. des vollständigen Gotha-Artikels noch ausdrücklich geprüft werden.
Die Geschwister Carolines sind im Ausschnitt ebenfalls genannt:
- Gabriele Marie Therese, geb. 27. Juni 1831, vermählt 1853 mit Karl Freiherrn von und zu Weichs an der Glon.
- Marie, geb. 5. Januar 1833, vermählt 1854 mit Sigmund Graf Engl von und zu Wagrain.
- Isabella, geb. 10. Januar 1836, vermählt 1856 mit Anton Franz Graf Ledóchowski.
- Caroline, geb. 26. November 1837, vermählt 28. November 1872.
Die Verbindung zur Familie Zeßner ist somit sehr wahrscheinlich der Schlüssel zur späteren Überlieferung von Moritz in den Zeßner-Gotha-Artikeln.
Der Namensbestandteil „Klingenstein“
Ein besonders interessanter archivalischer Hinweis findet sich in der Deutschen Digitalen Bibliothek. Dort ist ein Bestand des Hauptstaatsarchivs Stuttgart nachgewiesen:
Klingenstein, von: Gesuch des Moritz von Hutten um Nachweis des adeligen Standes seiner mütterlicherseits aus der Familie von Klingenstein abstammenden Nichte
Laufzeit: 1882–1883
Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand E 157/1, Bü 559.
Dieser Hinweis ist sehr aufschlussreich. Er zeigt zumindest, dass Moritz von Hutten in einem konkreten Zusammenhang mit einer mütterlicherseits aus der Familie von Klingenstein abstammenden Nichte stand. Damit erklärt sich der Namensbestandteil „Klingenstein“ möglicherweise aus einer weiblichen Ahnenlinie oder aus einem genealogischen Anspruch auf einen erloschenen Namen.
Wichtig ist aber: Der Archivtitel beweist noch nicht automatisch, dass Moritz selbst den Namen „Klingenstein“ adelrechtlich rechtmäßig führte. Er beweist zunächst nur, dass ein entsprechendes Gesuch bzw. ein Nachweisverfahren existierte. Der Inhalt des Aktes wäre daher sehr wichtig.
Moritz als Naturkundler, Offizier und Besitzer im Mendlingtal
Zu Moritz finden sich auch außerhalb der Gotha-Literatur Hinweise. Online wird er unter anderem als Offizier, Schriftsteller bzw. naturkundlich interessierter Privatgelehrter genannt. Mehrere Nachweise führen ihn mit den Lebensdaten
27. Juli 1837 – 26. November 1909
Andere naturkundliche Verzeichnisse nennen abweichend den 24. Juli 1834 als Geburtsdatum. Diese Differenz sollte nicht übergangen werden. Möglicherweise handelt es sich um einen Übertragungsfehler, eine Verwechslung oder eine ungenaue sekundäre Angabe.
Auch zur Besitzgeschichte im Mendlingtal gibt es einen Hinweis: Moritz von Hutten-Klingenstein soll in den Jahren 1882 bis 1885 ein Anwesen erworben und baulich verändert haben. In den einschlägigen Heimatblättern ist von „Moritz Edler von Hutten-Klingenstein“ die Rede. Auch hier fällt die Standesbezeichnung auf: „Edler“ statt „Freiherr“. Das könnte ein bloßer Fehler sein, verdient aber Beachtung.
Arbeitsstand und vorläufige Deutung
Nach dem derzeitigen Stand scheint mir Folgendes wahrscheinlich, aber noch nicht bewiesen:
- Ludwig Freiherr Herdt von Hutten ist als Person sicher nachweisbar: k. k. Forstbeamter, Jagdschriftsteller, † 1867 in Wien.
- Moritz gehört offenbar in denselben Namens- und Familienzusammenhang, wobei die genaue Verbindung zu Ludwig noch zu belegen ist.
- Der Namensbestandteil Klingenstein dürfte über eine weibliche Linie bzw. über einen genealogischen Anspruch hereinkommen.
- Die wechselnde Namensführung in den Gotha-Jahrgängen ist auffällig und sollte systematisch geprüft werden.
- Ein unmittelbarer Anschluss an das fränkische Uradelsgeschlecht von Hutten ist möglich, aber aus den bisher vorliegenden Angaben noch nicht sauber bewiesen.
- Ebenso möglich ist, dass es sich bei Herdt von Hutten um eine eigene, nur namensähnlich oder später genealogisch verbundene Familie handelt.
Besonders wichtiger Literaturhinweis
Sehr wahrscheinlich befindet sich die Lösung oder zumindest ein wesentlicher Teil davon in dem Aufsatz:
Georg-Wilhelm Hanna: Wer war Moritz von Hutten-Klingenstein?
Erschienen 2016 im Mitteilungsblatt des Geschichtsvereins Karlstein.
Dr. Hanna ist durch seine Arbeiten zur Familie von Hutten einschlägig ausgewiesen. Wer Zugriff auf diesen Aufsatz hat, könnte vermutlich klären, ob Moritz tatsächlich einer Linie der fränkischen Hutten zuzurechnen ist, wie „Herdt“ in den Namen kam und welche Rolle „Klingenstein“ spielte.
Offene Fragen an die Runde
- Hat jemand den Aufsatz von Dr. Georg-Wilhelm Hanna: „Wer war Moritz von Hutten-Klingenstein?“ und kann die wesentlichen genealogischen Angaben daraus zusammenfassen?
- Ist im vollständigen Gotha-Artikel Zeßner von Spitzenberg ausdrücklich zu lesen, dass Caroline Freiin Zeßner von Spitzenberg am 28. November 1872 Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein bzw. Moritz von Hutten-Klingenstein heiratete?
- Gibt es einen kirchlichen Trauungseintrag zur Ehe Caroline Zeßner von Spitzenberg – Moritz von Hutten-Klingenstein, eventuell in Dobritschan/Dobříčany, Saaz/Žatec, Wien oder einem anderen einschlägigen Ort?
- War Ludwig Freiherr Herdt von Hutten, der 1867 in Wien verstorbene k. k. Forstbeamte und Jagdschriftsteller, der Vater, Onkel oder sonstige Verwandte von Moritz?
- Existiert ein österreichischer, böhmischer, ungarischer oder württembergischer Adelsakt zu Herdt von Hutten, Hutten-Klingenstein oder Herdt von Klingenstein?
- Wurde der Name Klingenstein durch Adoption, Namensvereinigung, Prävalierung oder bloß genealogisch-traditionelle Führung übernommen?
- Warum fehlt Moritz anscheinend in den uradeligen freiherrlichen Artikeln zu Hutten zum Stolzenberg?
- Wie ist die abweichende Angabe des Geburtsjahres 1834 in naturkundlichen Verzeichnissen gegenüber den sonst genannten Daten 27. Juli 1837 zu erklären?
- Was steht im Akt des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Bestand E 157/1, Bü 559, zum Gesuch des Moritz von Hutten betreffend die aus der Familie von Klingenstein abstammende Nichte?
Quellen und Hinweise
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser, Jahrgang 1868, BSB-Digitalisat
- Zeitgenössischer bibliographischer Nachweis: Ludwig Freiherr Herdt von Hutten, „Der wohlerfahrene Jäger“, Wien 1863
- ZOBODAT: Moritz von Hutten-Klingenstein
- Herrenhaus Mendlingtal – Besitzgeschichte
- Deutsche Digitale Bibliothek: Gesuch des Moritz von Hutten um Nachweis des adeligen Standes einer mütterlicherseits aus der Familie von Klingenstein abstammenden Nichte
- Archiv Zeßner-Spitzenberg: Moritz Herdt von Hutten-Klingenstein
- Österreichisches Staatsarchiv / Archivinformationssystem: Moritz und Ella von Hutten-Klingenstein
- Salzburg Museum: Moritz von Hutten-Klingenstein
- Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut: Hutten Klingenstein, Moritz Major von
- Georg-Wilhelm Hanna: Die ritteradligen von Hutten, 1165–1806
- Inhaltsverzeichnis Mitteilungsblatt des Geschichtsvereins Karlstein: Nachweis des Aufsatzes „Wer war Moritz von Hutten-Klingenstein?“
- Heimatblätter / Musealverein Waidhofen: Hinweis auf Moritz von Hutten-Klingenstein im Mendlingtal
Zwischenfazit
Die Familie bzw. Namensführung Herdt von Hutten / Hutten-Klingenstein ist offenbar kein einfacher Standardfall. Der Eintrag im Gotha 1868 zu Ludwig Freiherrn Herdt von Hutten ist gesichert, ebenso die spätere Existenz des Moritz von Hutten-Klingenstein. Ungeklärt bleibt aber die eigentliche genealogische Brücke: Wie hängen Ludwig und Moritz zusammen, wie gelangte „Herdt“ in die Namensführung, und war „Klingenstein“ eine rechtlich anerkannte Namenserweiterung oder ein genealogisch begründeter Zusatz?
Für jede Ergänzung, besonders aus dem Aufsatz von Dr. Hanna, aus dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart oder aus den vollständigen Gotha-Artikeln der Familie Zeßner von Spitzenberg, wäre ich sehr dankbar.
"IN OMNIBUS ORDO"
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