Wer waren die Eltern des Ferdinand Freiherrn Rosenzweig von Drauwehr?
- USchu
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 662
Wer waren die Eltern des Ferdinand Freiherrn Rosenzweig von Drauwehr?
4 Wochen 1 Tag her - 4 Wochen 1 Tag her
Abgrenzung von einem gleichnamigen Offizier in Mexiko
Liebe Mitforschende,
gesuche werden nähere Angaben zur Abstammung und Familie des Ferdinand Freiherrn Rosenzweig von Drauwehr, * 11. Juli 1812, wahrscheinlich Eisenstadt, † 4. September 1892 in Wien.
Die bisherigen Angaben in gedruckten und digitalen Quellen sind teilweise widersprüchlich. Insbesondere scheint sein Lebenslauf mit jenem eines gleichnamigen österreichischen Militäringenieurs vermengt worden zu sein, der später in Mexiko lebte.
Gesicherte Lebens- und Laufbahndaten
Ferdinand Rosenzweig trat bereits 1829 in die österreichische Armee ein und machte dort eine lange Karriere. Die wichtigsten Stationen waren:
Der zugehörige Adelsakt wird im Österreichischen Staatsarchiv unter folgender Signatur geführt:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 809.6 – Rosenzweig, Ferdinand, Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse, Ritterstand „von Drauwehr“, 1852; Freiherrenstand 1873
www.archivinformatio...ID=4413880
Eine auf den Akten des österreichischen Adelsarchivs beruhende Zusammenstellung findet sich außerdem hier: www.novanobilitas.eu...n-drauwehr
Die offizielle Liste der k. k. beziehungsweise k. u. k. Generale 1816–1918 nennt: www.oesta.gv.at/dam/...6-1918.pdf
Geburtsort: Eisenstadt oder St. Martin an der Raab?
In verschiedenen Darstellungen wird als Geburtsort entweder
Für Eisenstadt spricht ein Schülerverzeichnis aus Sopron beziehungsweise Ödenburg. Dort erscheint 1825:
Quelle: epa.oszk.hu/01900/01...-l-2-3.pdf
Bis zur Auffindung des originalen Geburts- oder Taufeintrags halte ich daher Eisenstadt für den besser belegten Geburtsort. Die Herkunftsangabe St. Martin an der Raab müsste noch anhand einer Primärquelle überprüft werden.
Tod in Wien – nicht in Mexiko
Ferdinand Freiherr Rosenzweig von Drauwehr starb am 4. September 1892 in Wien.
Nach dem Sterbebucheintrag war er für den IX. Wiener Gemeindebezirk zuständig und starb an einem Herzschlag im Bereich der Währinger Straße beziehungsweise Nussdorfer Straße. Er wurde auf dem Döblinger Friedhof bestattet.
Sterbebucheintrag: data.matricula-onlin...-05/?pg=10
Ein ausführlicher zeitgenössischer Nekrolog erschien am folgenden Tag: anno.onb.ac.at/cgi-c...ch&seite=3
Verwechslung mit einem zweiten Ferdinand von Rosenzweig
Ein erheblicher Teil der widersprüchlichen Angaben dürfte dadurch entstanden sein, dass zwei verschiedene Personen gleichen Namens zusammengeführt wurden.
Neben dem 1812 geborenen österreichischen General gab es einen weiteren:
Ferdinand von Rosenzweig, 1821 in Görz/Gorizia, Sohn des Hauptmanns Joseph von Rosenzweig, Militäringenieur und Kartograf, 1864 als Major beim österreichischen Freiwilligenkorps für Mexiko aufgenommen.
Dieser zweite Ferdinand ging nach Mexiko und blieb dort. Er war nach einer mexikanischen familiengeschichtlichen Darstellung zunächst mit Carolina Deodat North beziehungsweise Nord und später mit Katharina Georgievics de Apadia verheiratet.
Quelle: relatosehistorias.mx...rosenzweig
Damit lassen sich mehrere Widersprüche erklären:
War er mit einer Prinzessin Radziwiłł verheiratet?
Mehrfach findet sich die Behauptung, Ferdinand Freiherr Rosenzweig von Drauwehr sei mit einer vor ihm verstorbenen Prinzessin Katharina Radziwiłł verheiratet gewesen.
In den einschlägigen genealogischen Taschenbüchern der Familie Radziwiłł ließ sich bislang jedoch keine passende Katharina und keine entsprechende Eheschließung finden.
Möglicherweise entstand diese Angabe durch die erwähnte Personenverwechslung: Die Ehefrau des in Mexiko lebenden Ferdinand hieß Katharina Georgievics de Apadia. Aus diesem Namen könnte in späteren Abschriften oder genealogischen Internetstammbäumen eine angebliche „Katharina Radziwill de Atavia“ oder eine ähnliche Namensform entstanden sein.
Solange kein Trauungseintrag, kein Militärstandesausweis oder eine andere zeitgenössische Quelle vorliegt, erscheint die Ehe mit einer Prinzessin Radziwiłł daher nicht belegt.
War Elise von Szallopek seine Ehefrau?
Als weitere mögliche Ehefrau wird in einem genealogischen Internetstammbaum eine Elise Rosenzweig von Drauwehr, geborene von Szallopek genannt:
www.geni.com/people/...3827207734
Dort fehlen jedoch genaue Lebensdaten und vor allem ein Quellenbeleg. Die sehr weit gefasste Schätzung ihres Geburtsjahres genügt nicht als Nachweis einer Eheschließung.
Die Familie erscheint auch als Szallopek de Cselopek. Georg Szallopek soll am 2. Dezember 1746 den ungarischen Adel erhalten haben. Für dieses Datum wäre allerdings noch der Eintrag in den Libri Regii, der Adelsbrief oder eine andere Primärquelle nachzuweisen.
Elise beziehungsweise Elisabeth von Szallopek ist als Ehefrau des Freiherrn somit derzeit eine interessante, chronologisch grundsätzlich mögliche, aber noch unbewiesene Spur.
Mögliche Eltern
Als Eltern eines vermutlich nah verwandten Josef Rosenzweig, k. k. Major im Ruhestand, werden genannt:
Sollte Josef tatsächlich ein Bruder Ferdinands gewesen sein, wären damit auch die Eltern des Freiherrn gefunden. Der Nachweis hängt jedoch davon ab, ob Lebensalter, Geburtsort und Elternangaben im Trauungseintrag eindeutig sind und mit den übrigen Familienmitgliedern übereinstimmen.Die Angabe „Stallmeister“ im Schülerverzeichnis von 1825 muss der Tätigkeit als fürstlich Esterházy’scher Direktor oder Verwalter nicht zwingend widersprechen. Derselbe Mann könnte im Laufe seines Dienstes verschiedene Funktionen im Esterházy’schen Herrschaftsapparat ausgeübt haben. Auch dies bleibt jedoch vorerst eine Arbeitshypothese.
Johann Rosenzweig Edler von Powacht
Als sehr wahrscheinlicher Bruder beziehungsweise naher Verwandter kommt in Betracht:
Johann Rosenzweig Edler von Powacht, * 1. August 1815 in Wien, † 14. Mai 1891 in Graz, k. k. Generalmajor im Ruhestand.Johann wurde am 12. Februar 1868 mit dem Prädikat „von Powacht“ in den österreichischen Adelsstand erhoben.
www.novanobilitas.eu...on-powacht
Bemerkenswert ist die große heraldische Übereinstimmung der Wappen von Drauwehr und Powacht. Beide zeigen im roten Schild einen goldenen Schrägbalken sowie einen Löwen mit mehreren Schwertern und ein mehrköpfiges beziehungsweise enthauptetes Ungeheuer. Beim Freiherrenwappen von Drauwehr kamen entsprechende Rang- und Vermehrungselemente hinzu.Diese gemeinsame heraldische Grundkonzeption spricht deutlich für eine enge familiäre Verbindung. Ein Wappenvergleich allein ersetzt allerdings keinen genealogischen Abstammungsnachweis.
Jüdische Herkunft und Konversion
Die Familie dürfte aus dem ungarisch-jüdischen beziehungsweise westungarisch-jüdischen Umfeld gestammt und später teilweise zum römisch-katholischen oder evangelischen Glauben übergetreten sein.
In Anna L. Staudachers Werk über jüdische Konvertiten in Wien findet sich offenbar ein Eintrag zu Ferdinand Rosenzweig: books.google.de/book...AXoECAkQAg
Nach einer Mitteilung soll bei der Taufe Ferdinands oder möglicherweise seines Vaters nichts Näheres über dessen Herkunft bekannt gewesen sein. Ohne den vollständigen Wortlaut und die von Staudacher angeführte Originalquelle lässt sich derzeit jedoch nicht entscheiden,
Nach dem derzeitigen Forschungsstand lässt sich festhalten:
Liebe Mitforschende,
gesuche werden nähere Angaben zur Abstammung und Familie des Ferdinand Freiherrn Rosenzweig von Drauwehr, * 11. Juli 1812, wahrscheinlich Eisenstadt, † 4. September 1892 in Wien.
Die bisherigen Angaben in gedruckten und digitalen Quellen sind teilweise widersprüchlich. Insbesondere scheint sein Lebenslauf mit jenem eines gleichnamigen österreichischen Militäringenieurs vermengt worden zu sein, der später in Mexiko lebte.
Gesicherte Lebens- und Laufbahndaten
Ferdinand Rosenzweig trat bereits 1829 in die österreichische Armee ein und machte dort eine lange Karriere. Die wichtigsten Stationen waren:
- Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse am 31. Dezember 1848,
- Erhebung in den österreichischen Ritterstand mit dem Prädikat „von Drauwehr“ am 22. Juli 1852,
- Generalmajor am 3. Juni 1865,
- Feldmarschallleutnant am 30. April 1870,
- Kommandeur des Leopold-Ordens am 9. März 1872,
- Erhebung in den österreichischen Freiherrenstand am 5. April 1873,
- Verleihung des Charakters eines Feldzeugmeisters ad honores und Pensionierung am 1. Mai 1879.
Der zugehörige Adelsakt wird im Österreichischen Staatsarchiv unter folgender Signatur geführt:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 809.6 – Rosenzweig, Ferdinand, Ritter des Ordens der Eisernen Krone III. Klasse, Ritterstand „von Drauwehr“, 1852; Freiherrenstand 1873
www.archivinformatio...ID=4413880
Eine auf den Akten des österreichischen Adelsarchivs beruhende Zusammenstellung findet sich außerdem hier: www.novanobilitas.eu...n-drauwehr
Die offizielle Liste der k. k. beziehungsweise k. u. k. Generale 1816–1918 nennt: www.oesta.gv.at/dam/...6-1918.pdf
Geburtsort: Eisenstadt oder St. Martin an der Raab?
In verschiedenen Darstellungen wird als Geburtsort entweder
- Eisenstadt, oder
- St. Martin an der Raab/Rábaszentmárton
Für Eisenstadt spricht ein Schülerverzeichnis aus Sopron beziehungsweise Ödenburg. Dort erscheint 1825:
Die Abkürzung „a.“ dürfte sich auf den Vater beziehungsweise dessen Stand oder Beruf beziehen. Demnach war Ferdinands Vater zu diesem Zeitpunkt vermutlich Stallmeister.„Rosenzweig Ferdinand 1825: G 3 Gram.; sz.: Eisenstadt (Kismarton); a.: Stallmeister“
Quelle: epa.oszk.hu/01900/01...-l-2-3.pdf
Bis zur Auffindung des originalen Geburts- oder Taufeintrags halte ich daher Eisenstadt für den besser belegten Geburtsort. Die Herkunftsangabe St. Martin an der Raab müsste noch anhand einer Primärquelle überprüft werden.
Tod in Wien – nicht in Mexiko
Ferdinand Freiherr Rosenzweig von Drauwehr starb am 4. September 1892 in Wien.
Nach dem Sterbebucheintrag war er für den IX. Wiener Gemeindebezirk zuständig und starb an einem Herzschlag im Bereich der Währinger Straße beziehungsweise Nussdorfer Straße. Er wurde auf dem Döblinger Friedhof bestattet.
Sterbebucheintrag: data.matricula-onlin...-05/?pg=10
Ein ausführlicher zeitgenössischer Nekrolog erschien am folgenden Tag: anno.onb.ac.at/cgi-c...ch&seite=3
Verwechslung mit einem zweiten Ferdinand von Rosenzweig
Ein erheblicher Teil der widersprüchlichen Angaben dürfte dadurch entstanden sein, dass zwei verschiedene Personen gleichen Namens zusammengeführt wurden.
Neben dem 1812 geborenen österreichischen General gab es einen weiteren:
Ferdinand von Rosenzweig, 1821 in Görz/Gorizia, Sohn des Hauptmanns Joseph von Rosenzweig, Militäringenieur und Kartograf, 1864 als Major beim österreichischen Freiwilligenkorps für Mexiko aufgenommen.
Dieser zweite Ferdinand ging nach Mexiko und blieb dort. Er war nach einer mexikanischen familiengeschichtlichen Darstellung zunächst mit Carolina Deodat North beziehungsweise Nord und später mit Katharina Georgievics de Apadia verheiratet.
Quelle: relatosehistorias.mx...rosenzweig
Damit lassen sich mehrere Widersprüche erklären:
- Der 1812 geborene Ferdinand Rosenzweig von Drauwehr wurde am 3. Juni 1865 zum österreichischen Generalmajor befördert.
- Der andere Ferdinand trat im Oktober 1864 als Major in das österreichische Freiwilligenkorps für Mexiko ein.
- Der Freiherr von Drauwehr starb 1892 in Wien; Angaben über einen Tod in Mexiko oder Toluca gehören offenbar zum anderen Namensträger.
War er mit einer Prinzessin Radziwiłł verheiratet?
Mehrfach findet sich die Behauptung, Ferdinand Freiherr Rosenzweig von Drauwehr sei mit einer vor ihm verstorbenen Prinzessin Katharina Radziwiłł verheiratet gewesen.
In den einschlägigen genealogischen Taschenbüchern der Familie Radziwiłł ließ sich bislang jedoch keine passende Katharina und keine entsprechende Eheschließung finden.
Möglicherweise entstand diese Angabe durch die erwähnte Personenverwechslung: Die Ehefrau des in Mexiko lebenden Ferdinand hieß Katharina Georgievics de Apadia. Aus diesem Namen könnte in späteren Abschriften oder genealogischen Internetstammbäumen eine angebliche „Katharina Radziwill de Atavia“ oder eine ähnliche Namensform entstanden sein.
Solange kein Trauungseintrag, kein Militärstandesausweis oder eine andere zeitgenössische Quelle vorliegt, erscheint die Ehe mit einer Prinzessin Radziwiłł daher nicht belegt.
War Elise von Szallopek seine Ehefrau?
Als weitere mögliche Ehefrau wird in einem genealogischen Internetstammbaum eine Elise Rosenzweig von Drauwehr, geborene von Szallopek genannt:
www.geni.com/people/...3827207734
Dort fehlen jedoch genaue Lebensdaten und vor allem ein Quellenbeleg. Die sehr weit gefasste Schätzung ihres Geburtsjahres genügt nicht als Nachweis einer Eheschließung.
Die Familie erscheint auch als Szallopek de Cselopek. Georg Szallopek soll am 2. Dezember 1746 den ungarischen Adel erhalten haben. Für dieses Datum wäre allerdings noch der Eintrag in den Libri Regii, der Adelsbrief oder eine andere Primärquelle nachzuweisen.
Elise beziehungsweise Elisabeth von Szallopek ist als Ehefrau des Freiherrn somit derzeit eine interessante, chronologisch grundsätzlich mögliche, aber noch unbewiesene Spur.
Mögliche Eltern
Als Eltern eines vermutlich nah verwandten Josef Rosenzweig, k. k. Major im Ruhestand, werden genannt:
- Ferdinand Rosenzweig, fürstlich Esterházy’scher Direktor und Verwalter,
- Klara Magatti.
Sollte Josef tatsächlich ein Bruder Ferdinands gewesen sein, wären damit auch die Eltern des Freiherrn gefunden. Der Nachweis hängt jedoch davon ab, ob Lebensalter, Geburtsort und Elternangaben im Trauungseintrag eindeutig sind und mit den übrigen Familienmitgliedern übereinstimmen.Die Angabe „Stallmeister“ im Schülerverzeichnis von 1825 muss der Tätigkeit als fürstlich Esterházy’scher Direktor oder Verwalter nicht zwingend widersprechen. Derselbe Mann könnte im Laufe seines Dienstes verschiedene Funktionen im Esterházy’schen Herrschaftsapparat ausgeübt haben. Auch dies bleibt jedoch vorerst eine Arbeitshypothese.
Johann Rosenzweig Edler von Powacht
Als sehr wahrscheinlicher Bruder beziehungsweise naher Verwandter kommt in Betracht:
Johann Rosenzweig Edler von Powacht, * 1. August 1815 in Wien, † 14. Mai 1891 in Graz, k. k. Generalmajor im Ruhestand.Johann wurde am 12. Februar 1868 mit dem Prädikat „von Powacht“ in den österreichischen Adelsstand erhoben.
www.novanobilitas.eu...on-powacht
Bemerkenswert ist die große heraldische Übereinstimmung der Wappen von Drauwehr und Powacht. Beide zeigen im roten Schild einen goldenen Schrägbalken sowie einen Löwen mit mehreren Schwertern und ein mehrköpfiges beziehungsweise enthauptetes Ungeheuer. Beim Freiherrenwappen von Drauwehr kamen entsprechende Rang- und Vermehrungselemente hinzu.Diese gemeinsame heraldische Grundkonzeption spricht deutlich für eine enge familiäre Verbindung. Ein Wappenvergleich allein ersetzt allerdings keinen genealogischen Abstammungsnachweis.
Jüdische Herkunft und Konversion
Die Familie dürfte aus dem ungarisch-jüdischen beziehungsweise westungarisch-jüdischen Umfeld gestammt und später teilweise zum römisch-katholischen oder evangelischen Glauben übergetreten sein.
In Anna L. Staudachers Werk über jüdische Konvertiten in Wien findet sich offenbar ein Eintrag zu Ferdinand Rosenzweig: books.google.de/book...AXoECAkQAg
Nach einer Mitteilung soll bei der Taufe Ferdinands oder möglicherweise seines Vaters nichts Näheres über dessen Herkunft bekannt gewesen sein. Ohne den vollständigen Wortlaut und die von Staudacher angeführte Originalquelle lässt sich derzeit jedoch nicht entscheiden,
- welche Person genau getauft wurde,
- wann und wo die Taufe erfolgte,
- ob es sich um Ferdinand selbst, seinen Vater oder einen anderen Namensträger handelte,
- und welche Angaben zu Eltern und Herkunft tatsächlich im Taufeintrag enthalten sind.
Nach dem derzeitigen Forschungsstand lässt sich festhalten:
- Ferdinand Freiherr Rosenzweig von Drauwehr wurde wahrscheinlich am 11. Juli 1812 in Eisenstadt geboren.
- Er starb am 4. September 1892 in Wien, nicht in Mexiko.
- Die mexikanischen Lebensdaten und Familienverhältnisse gehören zu einem zweiten, 1821 in Görz geborenen Ferdinand von Rosenzweig.
- Die angebliche Ehe mit einer Prinzessin Katharina Radziwiłł ist derzeit nicht nachweisbar und dürfte aus dieser Personenverwechslung entstanden sein.
- Elise beziehungsweise Elisabeth von Szallopek ist als mögliche Ehefrau denkbar, bislang aber nur durch einen unbelegten Internetstammbaum überliefert.
- Johann Rosenzweig Edler von Powacht war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Bruder oder zumindest sehr naher Verwandter.
- Josef Rosenzweig könnte ein weiterer Bruder gewesen sein.
- Als mögliche Eltern kommen Ferdinand Rosenzweig, fürstlich Esterházy’scher Bediensteter, und Klara Magatti in Betracht. Der abschließende Beweis fehlt noch.
- Hat jemand Zugang zu Staudachers „Jüdische Konvertiten in Wien 1782–1868“ und könnte den vollständigen Eintrag zu Ferdinand Rosenzweig einschließlich Fußnoten und Archivsignatur mitteilen?
- Ist der originale Geburts- oder Taufeintrag vom 11. Juli 1812 in Eisenstadt auffindbar? Enthält er Angaben zu Eltern, Religion, Wohnort oder Beruf des Vaters?
- Wurden neben den katholischen Matriken auch die jüdischen Geburts- und Beschneidungsregister von Eisenstadt beziehungsweise der Siebengemeinden geprüft?
- Lässt sich der Trauungseintrag des Majors Josef Rosenzweig vollständig transkribieren? Welche Angaben enthält er zu Alter, Geburtsort, Eltern und Trauzeugen?
- Existiert ein Geburts- oder Taufeintrag des Johann Rosenzweig Edlen von Powacht vom 1. August 1815 in Wien, der dieselben Eltern nennt?
- Enthalten die Adelsakten „von Drauwehr“ und „von Powacht“ ausdrückliche Angaben über eine Bruderschaft oder sonstige Verwandtschaft?
- Gibt es einen zeitgenössischen Heiratsnachweis für Ferdinand Rosenzweig von Drauwehr und Elise beziehungsweise Elisabeth von Szallopek?
- Ist die behauptete ungarische Adelsverleihung an Georg Szallopek vom 2. Dezember 1746 in den Libri Regii oder durch einen erhaltenen Adelsbrief nachweisbar?
- Wo erscheint erstmals die Behauptung einer Ehe mit einer Prinzessin Katharina Radziwiłł? Gibt es dafür überhaupt eine Quelle vor den modernen Internetstammbäumen?
- Wer waren Klaudia Rosenzweig von Drauwehr, Ferdinand Gabriel Rosenzweig von Drauwehr und Theodor Rosenzweig von Drauwehr, die in späteren Akten des Österreichischen Staatsarchivs erwähnt werden, und in welchem Verhältnis standen sie zum Feldzeugmeister?
"IN OMNIBUS ORDO"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
