Haslmayr von Grassegg

Haslmayr von Grassegg

1 Monat 19 Stunden her - 1 Monat 19 Stunden her
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Liebe Mitforschende,

ich versuche seit geraumer Zeit, die Genealogie der Familie Haslmayr beziehungsweise Haslmair von Grassegg zu klären. Die Nachforschungen werden dadurch erschwert, dass sowohl der Familienname als auch das Prädikat in sehr unterschiedlichen Schreibweisen begegnen.

Überliefert sind unter anderem:
Haslmayr, Haslmair, Hasslmayr, Hasslmair, Haselmayer, Haselmayer
sowie beim Prädikat:
von Grassegg, von Graßeck, von Grasegg beziehungsweise Grasseck.

Bisher angenommener genealogischer Zusammenhang
Nach der Schullern’schen Ahnentafel ergibt sich derzeit folgende, allerdings noch nicht ausreichend belegte Stammfolge:

1. Adam Haslmayr
Bürger und lateinischer Schulmeister zu Bozen; Wappenbrief Innsbruck, 15. August 1593.Ob Adam tatsächlich der Stammvater der späteren Haslmayr von Grassegg war, ist bislang nicht erwiesen.

2. Andrä beziehungsweise Andreas Haslmayr
möglicherweise bereits „von Grassegg“ genannt; in den Jahren 1663 bis 1693 nachweisbar oder tätig.Hier ist noch zu klären, wofür die Jahresangaben 1663–1693 genau stehen und ob das Prädikat bereits in zeitgenössischen Quellen vorkommt.

3. Johann Georg Haslmayr von Grassegg
1693 genannt beziehungsweise nachgewiesen, † 1717verheiratet mit: Maria Elisabeth Reinhart von Thurnfels, * Thurnfels, 25. Juni 1670, † unbekannt.

4. Anna Regina Haslmayr von Grassegg
verheiratet mit
Johann Ferdinand Schreiber von Schreibern zu Schwanenhausen.
Diese Verbindung bildet den Anschluss an die Schullern’sche Ahnentafel. Gesucht werden insbesondere das Heiratsdatum, der Heiratsort sowie die Lebensdaten von Anna Regina und Johann Ferdinand.

Wappen- und Adelsverleihungen
Bislang konnten beziehungsweise sollten folgende Verleihungen berücksichtigt werden:
  1. Adam Haslmayr, Bürger und lateinischer Schulmeister zu Bozen
    Wappenbrief Innsbruck, 15. August 1593.Das in der Fischnaler-Kartei beschriebene Wappen enthält Lorbeer, ein Haselhuhn und einen Haselzweig. Es unterscheidet sich somit erheblich vom späteren Wappen der Haslmayr von Grassegg.
  2. Johann Haselmayer aus Hall
    angeblicher Wappenbrief Wien 1640.Hier wäre die genaue Quelle oder Archivsignatur noch festzustellen.
  3. Ferdinand Haselmayer, Proviantamtsverwalter zu Freiburg im Breisgau
    angeblicher Adelsstand Graz, 24. Oktober 1673.Auch bei dieser Verleihung ist noch zu prüfen, ob Ferdinand tatsächlich zur späteren Familie von Grassegg gehörte.
  4. Josef Haslmayr von Grassegg, Tiroler Kammerzahlmeister
    österreichischer Ritterstand, Wien, 9. März 1799.Archivnachweis:AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 343.35
    „Haslmayr von Grassegg, Josef, tiroler Kammerzahlmeister, Ritterstand, 1799.03.09“
Daneben ist die ähnlich geschriebene Familie Haselmayer, Edle von Fernstein, zu beachten. Anton Haselmayer, Großhändler zu Wels, erhielt 1795 den Adelsstand mit dem Prädikat „Edler von Fernstein“. Ob irgendeine genealogische Beziehung zu den Haslmayr von Grassegg bestand, ist derzeit nicht bekannt.

Wappen der Haslmayr von Grassegg
Als Stamm- beziehungsweise Familienwappen wird bislang folgende Darstellung angegeben:
Auf einem von je zwei Sternen begleiteten Schrägrechtsbalken ein Löwe, der in einer Vorderpranke ein Herz hält.
Die genaue Tingierung sowie die Helmzier wären noch anhand des Ritterstandsdiploms von 1799 oder einer zuverlässigen Wappenquelle zu überprüfen.Vor allem stellt sich die Frage, ob dieses Wappen bereits von der Familie des 17. Jahrhunderts geführt wurde oder erst anlässlich einer späteren Standeserhebung entstand beziehungsweise verändert wurde.

Der Triester Familienzweig
Auf einem Familiengrab im Cimitero Monumentale di Sant’Anna in Triest sind unter anderem folgende Personen genannt:
  • Vinzenz Haslmayr Ritter von Grassegg, 1826–1896,
  • Peter Haslmayr Ritter von Grassegg, 1862–1906,
  • Maria de Haslmayr Grassegg, geborene Fiolek, 1862–1924,
  • Catherina Vecchiet, geborene de Haslmayr Grassegg, 1848–1951,
  • Paola Faith, geborene de Haslmayr Grassegg, 1893–1973,
  • Edvige Marcuzzi, geborene de Haslmayr Grassegg, 1889–1975.
Damit ist ein Triester Zweig beziehungsweise eine Fortsetzung in mehreren weiblichen Linien belegt. Noch offen ist, wie dieser Zweig an Josef Haslmayr von Grassegg, den 1799 in den Ritterstand erhobenen Tiroler Kammerzahlmeister, und an die ältere Familie des 17. Jahrhunderts anschließt.

Offene Fragen
  1. Gibt es einen urkundlichen Nachweis für die Stammfolge
    Adam – Andrä/Andreas – Johann Georg – Anna Regina Haslmayr?
  2. Wofür stehen die Jahresangaben 1663–1693 bei Andrä Haslmayr und 1693 bei Johann Georg?
  3. Ist das Prädikat „von Grassegg“ bereits vor 1799 in zeitgenössischen Kirchenbüchern, Urkunden oder Amtsakten nachweisbar?
  4. Bezieht sich das Prädikat auf einen konkreten Besitz oder Herkunftsort, möglicherweise auf Grasegg im Raum Brixlegg?
  5. Gehörten Johann Haselmayer aus Hall, Ferdinand Haselmayer in Freiburg und Josef Haslmayr von Grassegg tatsächlich derselben Familie an?
  6. Wo und wann heirateten Johann Georg Haslmayr von Grassegg und Maria Elisabeth Reinhart von Thurnfels?
  7. Sind Lebens-, Heirats- oder Abstammungsdaten zu Anna Regina Haslmayr von Grassegg und Johann Ferdinand Schreiber von Schreibern zu Schwanenhausen bekannt?
  8. Kann jemand eine Abbildung oder vollständige Blasonierung des Ritterstandswappens von 1799 beisteuern?
  9. Gibt es eine gesicherte Stammreihe des Triester Zweiges und dessen Verbindung zur Tiroler Familie?
Bisher bekannte Literatur und Quellen
  • Schullern: MBA 7, S. 24 und 32
  • Kögl: Band 1, S. 343
  • Goldegg: Tiroler Wappenbücher, Teil 1, S. 129, Rz. beziehungsweise Grafik 944
  • Fischnaler: Tiroler Wappenkartei
  • Tyroff: Wappenbuch des gesamten Adels des Königreichs Bayern, Band 10
  • Siebmacher, Oberösterreich – genaue Band-, Seiten- und Tafelangabe noch gesucht
  • Pfaundler’sche Siegelsammlung
  • Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 343.35
  • Grabdenkmal der Familie Haslmayr von Grassegg im Cimitero Monumentale di Sant’Anna in Triest
Für ergänzende Kirchenbuchbelege, Archivsignaturen, Literaturhinweise, Wappenabbildungen oder Korrekturen wäre ich sehr dankbar. Besonders hilfreich wären Belege, aus denen hervorgeht, wann das Prädikat „von Grassegg“ erstmals tatsächlich von der Familie geführt wurde.
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Re: Haslmayr von Grassegg

1 Monat 19 Stunden her
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Cimitero cattolico di Sant'Anna in Triest. Nachkommen dürften dort noch leben, zumindest aus einer weiblichen Linie ...

 

 

 
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