Georg Brentel: Wappenbuch, Lauingen 1584
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Georg Brentel: Wappenbuch, Lauingen 1584
3 Wochen 6 Tage her
Georg Brentel: Wappenbuch, Lauingen 1584 – eine wertvolle Quelle für Heraldiker und Genealogen
Digitalisat: BRENTEL, Georg: Wappenbuch, Lauingen, 1584
Mit dem Wappenbuch von Georg Brentel liegt uns ein besonders reizvolles Werk der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Heraldik vor. Das 1584 in Lauingen entstandene Werk ist nicht nur wegen seines Alters interessant, sondern vor allem wegen seiner anschaulichen, farbigen Wappendarstellungen. Es eignet sich hervorragend, um Wappenformen, Tinkturen, Helmzierden, Decken, Rangdarstellungen und heraldische Gestaltungsgewohnheiten des späten 16. Jahrhunderts zu vergleichen.
Moderne Faksimilebeschreibungen bringen das Werk mit dem Umfeld des Augsburger Reichstags von 1582 in Verbindung. Gerade deshalb ist es für die Forschung spannend: Es zeigt Heraldik nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Reich, Ständen, politischer Repräsentation und gesellschaftlicher Ordnung.
Warum ist dieses Werk für die Forschung nützlich?
Wichtig für die Einordnung:
Ein Wappenbuch ist keine alleinige Beweisquelle für Abstammung, Adelsstand oder Führungsberechtigung eines Wappens. Es ist vielmehr eine heraldische Bild- und Vergleichsquelle. Die Angaben sollten daher immer mit archivalischen Quellen, Adelsmatrikeln, Diplomen, Siegeln, Grabinschriften, Kirchenbüchern und zeitgenössischen Amts- oder Hofverzeichnissen abgeglichen werden.
Fazit:
Brentels Wappenbuch von 1584 ist ein sehr schönes und nützliches Arbeitsmittel für alle, die sich mit Heraldik, Reichsgeschichte, Adels- und Familienforschung beschäftigen. Es bietet nicht nur eine Fülle an Wappenabbildungen, sondern auch einen lebendigen Eindruck davon, wie Rang, Familie, Herrschaft und Repräsentation im späten 16. Jahrhundert sichtbar gemacht wurden.
Diskussionsfragen:
Digitalisat: BRENTEL, Georg: Wappenbuch, Lauingen, 1584
Mit dem Wappenbuch von Georg Brentel liegt uns ein besonders reizvolles Werk der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Heraldik vor. Das 1584 in Lauingen entstandene Werk ist nicht nur wegen seines Alters interessant, sondern vor allem wegen seiner anschaulichen, farbigen Wappendarstellungen. Es eignet sich hervorragend, um Wappenformen, Tinkturen, Helmzierden, Decken, Rangdarstellungen und heraldische Gestaltungsgewohnheiten des späten 16. Jahrhunderts zu vergleichen.
Moderne Faksimilebeschreibungen bringen das Werk mit dem Umfeld des Augsburger Reichstags von 1582 in Verbindung. Gerade deshalb ist es für die Forschung spannend: Es zeigt Heraldik nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Reich, Ständen, politischer Repräsentation und gesellschaftlicher Ordnung.
Warum ist dieses Werk für die Forschung nützlich?
- Zeitnaher Einblick in die Heraldik des 16. Jahrhunderts: Das Werk zeigt Wappen in einer Form, die der Entstehungszeit sehr nahe steht. Für Vergleiche mit Siegeln, Grabdenkmälern, Adelsbriefen, Stammbüchern oder Wappenscheiben ist das besonders hilfreich.
- Reiche Bildquelle für Blasonierung und Rekonstruktion: Wer ein Wappen nur aus einer knappen Beschreibung kennt, kann an solchen Wappenbüchern gut nachvollziehen, wie bestimmte Figuren, Helmzierden oder Farbkombinationen damals dargestellt wurden.
- Vergleich von Wappenvarianten: Viele Familienwappen treten in der Überlieferung in Varianten auf. Brentels Wappenbuch kann helfen, Unterschiede bei Schildbild, Helmzier, Rangkrone, Deckenfarben oder Beizeichen besser einzuordnen.
- Hilfreich für genealogische Anschlussfragen: Zwar ersetzt ein Wappenbuch keine archivalische Stammfolge, doch es kann Hinweise auf Familien, Herrschaftsbezüge, Reichsstände, Ämter oder regionale Zusammenhänge geben, denen man anschließend in Urkunden, Adelsakten, Hofkalendern oder genealogischen Nachschlagewerken nachgehen kann.
- Stilgeschichtlicher Wert: Die Darstellungen zeigen, wie Wappen im späten 16. Jahrhundert künstlerisch umgesetzt wurden. Das ist besonders wertvoll, wenn man moderne Neuzeichnungen historisch plausibel gestalten möchte.
- Bequemer digitaler Zugriff: Das Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek / des Münchener Digitalisierungszentrums ist frei online einsehbar und dauerhaft über eine URN zitierbar. Damit eignet es sich gut für gemeinsame Diskussionen im Forum.
Wichtig für die Einordnung:
Ein Wappenbuch ist keine alleinige Beweisquelle für Abstammung, Adelsstand oder Führungsberechtigung eines Wappens. Es ist vielmehr eine heraldische Bild- und Vergleichsquelle. Die Angaben sollten daher immer mit archivalischen Quellen, Adelsmatrikeln, Diplomen, Siegeln, Grabinschriften, Kirchenbüchern und zeitgenössischen Amts- oder Hofverzeichnissen abgeglichen werden.
Fazit:
Brentels Wappenbuch von 1584 ist ein sehr schönes und nützliches Arbeitsmittel für alle, die sich mit Heraldik, Reichsgeschichte, Adels- und Familienforschung beschäftigen. Es bietet nicht nur eine Fülle an Wappenabbildungen, sondern auch einen lebendigen Eindruck davon, wie Rang, Familie, Herrschaft und Repräsentation im späten 16. Jahrhundert sichtbar gemacht wurden.
Diskussionsfragen:
- Hat jemand bereits einzelne Familien oder Wappen aus diesem Werk systematisch erschlossen?
- Gibt es einen vorhandenen Namens- oder Wappenindex zu diesem Digitalisat?
- Welche Wappen aus Brentels Werk lassen sich mit Adelsbriefen, Siegeln oder Grabdenkmälern eindeutig abgleichen?
- Wäre es sinnvoll, im Forum gemeinsam eine kleine Fundstellenliste nach Familiennamen und Bildnummern aufzubauen?
"IN OMNIBUS ORDO"
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