Emil Baumgartner Edler von Wallbruck (1865–1938), FML
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Emil Baumgartner Edler von Wallbruck (1865–1938), FML
1 Monat 15 Stunden her
k.u.k. Feldmarschalleutnant – Adelserwerber des Jahres 1917
Ing. Emil Baumgartner Edler von Wallbruck gehört zu jenen höheren Offizieren der späten Habsburgermonarchie, an deren Lebensweg sich militärischer Aufstieg, Nobilitierung und gesellschaftliche Einordnung in die sogenannte „Zweite Gesellschaft“ besonders anschaulich nachvollziehen lassen.
Die erhaltenen Patente, der Adelsakt im Österreichischen Staatsarchiv sowie genealogische Quellen ermöglichen inzwischen eine recht genaue Rekonstruktion.
Militärische Laufbahn und Patente
Emil Baumgartner wurde am 4. Jänner 1865 geboren. Als Geburtsort wird im vorliegenden Material Klattau/Klatovy in Böhmen angegeben; dieser Ort konnte bei dieser Recherche noch nicht anhand des konkreten Taufeintrages gegengeprüft werden.
Am 28. Oktober 1910 stellte Kaiser Franz Joseph I. in Wien das Oberstenpatent für Emil Baumgartner aus. Die Urkunde trägt die eigenhändige Unterschrift des Kaisers und die Gegenzeichnung des Reichskriegsministers General der Infanterie Franz Xaver von Schönaich.
Bemerkenswert ist die Namensform: Das vorliegende Patent nennt noch schlicht
Emil Baumgartner.
Der Grund dafür ergibt sich aus dem späteren Adelsakt.
Nach dem auf dem „Generalsbuch“ des Kriegsarchivs beruhenden Verzeichnis von Antonio Schmidt-Brentano wurde Baumgartner mit 1. November 1914 Generalmajor.
Das Österreichische Staatsarchiv weist ihn außerdem als Kommandanten der 7. Infanteriedivision aus:
– Juni 1916 bis Jänner 1917 als Generalmajor,
– April bis November 1918 als Feldmarschalleutnant.
Adelsverleihungsprüfung
Der österreichische Adel Baumgartners ist archivalisch eindeutig belegt.
Im Allgemeinen Verwaltungsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs befindet sich der Hofadelsakt:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 52.9
Baumgartner, Emil, Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Wallbruck“
Als Verleihungsdatum ist der 16. März 1917 eingetragen. Der Akt umfasst fol. 1–28; die Wappendarstellung befindet sich laut Findbuch auf fol. 4.
Damit ist die Führung
Emil Baumgartner Edler von Wallbruck
ab 1917 quellenmäßig zweifelsfrei gesichert.
Ob die Erhebung im engeren adelsrechtlichen Sinn aufgrund des systemmäßigen Militäradels erfolgte, lässt sich aus dem online zugänglichen Aktverzeichnis allein noch nicht sicher feststellen. Dafür wäre der eigentliche Verleihungsakt bzw. das Diplom einzusehen.
Die beiden erhaltenen Beförderungspatente dokumentieren den Übergang geradezu exemplarisch:
1910: Emil Baumgartner
1917: Emil Baumgartner Edler von Wallbruck.
Am 16. November 1917 stellte Kaiser Karl I. „In Unserem Standorte“ das erhaltene Feldmarschalleutnantspatent aus. Es trägt die eigenhändige Unterschrift Karls sowie die Gegenzeichnung des Kriegsministers General der Infanterie Rudolf Freiherr von Stöger-Steiner.
Schmidt-Brentanos Generalsverzeichnis führt die Beförderung zum Feldmarschalleutnant mit 1. November 1917 und in Klammern das Rangdatum 19. November 1917. Das Patent selbst ist auf den 16. November datiert. Diese drei Angaben sind daher als unterschiedliche administrative Datierungen auseinanderzuhalten.
Mit 1. Jänner 1919 wurde Baumgartner pensioniert.
Genealogische Notizen
Von besonderem Interesse ist Baumgartners Ehe.
Das Genealogische Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs nennt:
Helene Fux Edle von Eschenegg,
geboren Wien, 20. Juni 1877,
vermählt am
8. September 1899 in Przemyśl
mit
Emil Baumgartner, geboren 4. Jänner 1865, damals k.u.k. Major im Geniestabe; als damaliger Aufenthalts- bzw. Dienstort wird Krakau angegeben.
Bei der auf dem Grabstein verwendeten Namensform „Hella“ handelt es sich somit um die Ruf- bzw. Kurzform der in der genealogischen Quelle als Helene geführten Ehefrau.
Helene war Tochter des
Moriz Fux Edler von Eschenegg,
geb. Olmütz 26. Oktober 1841, später k.u.k. Feldmarschalleutnant,
und der
Wilhelmine geb. Srnka.
Auch die Familie Fux von Eschenegg war eine junge österreichische Adelsfamilie. Der einschlägige Hofadelsakt befindet sich unter
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 267.42
Fux, Moritz, k.u.k. Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Eschenegg“.
Hier besteht allerdings eine noch aufzulösende Datumsdifferenz zwischen den Quellen:
Das Genealogische Taschenbuch nennt ein Wiener Diplom vom 6. Februar 1893, während das heutige Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs den 6. November 1893 als Verleihungsdatum ausweist.
Eine endgültige Entscheidung sollte daher anhand des Originalaktes bzw. des Diploms erfolgen.
Ein Beispiel der „Zweiten Gesellschaft“
Sozialgeschichtlich ist die Verbindung bemerkenswert.
Emil Baumgartner entstammte zunächst keinem titulierten Adelsgeschlecht, machte als technisch ausgebildeter Berufsoffizier Karriere, heiratete 1899 die Tochter eines erst wenige Jahre zuvor nobilitierten k.u.k. Generals und wurde schließlich selbst 1917 als „Edler von Wallbruck“ in den österreichischen Adelsstand erhoben.
Damit bietet die Familie tatsächlich ein anschauliches Beispiel für jenes gehobene militärische, beamtenmäßige und großbürgerliche Milieu der Habsburgermonarchie, das in der historischen Literatur häufig als „Zweite Gesellschaft“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich freilich um einen sozialhistorischen Begriff und nicht um eine amtliche Adelskategorie.
Bild- und Urkundenbefund
Die beigefügten Originalaufnahmen ergänzen die schriftlichen Quellen hervorragend:
1. Oberstenpatent 1910
Franz Joseph I., Wien, 28. Oktober 1910; eigenhändige Unterschrift des Kaisers, Gegenzeichnung Franz Xaver von Schönaich. Baumgartner wird noch ohne Adelsprädikat genannt.
2. Feldmarschalleutnantspatent 1917
Karl I., 16. November 1917; Gegenzeichnung Rudolf Freiherr von Stöger-Steiner. In der Urkunde lautet der Name bereits ausdrücklich Emil Baumgartner Edler von Wallbruck.
3. Porträtpostkarte
Die zusammen mit den beiden Patenten angebotene Porträtpostkarte zeigt den Offizier in Winteruniform neben seinem Pferd. Die Auktionsbeschreibung führt ausdrücklich eine „Porträtpostkarte (Baumgartner)“ als Beilage an.
4. Militärporträt
Auf der vorliegenden Aufnahme aus dem Bestand des Österreichischen Staatsarchivs/Kriegsarchivs befindet sich unter dem Porträt die Beschriftung:
„1934 Baumgartner Emil von, Fmlt.“
5. Grabstätte
Die beigefügten Grabfotos zeigen die gemeinsame Grabplatte auf dem Grazer Zentralfriedhof.
Lesbar sind die Inschriften:
HELLA BAUMGARTNER
VON WALLBRUCK
GEB. FUX EDLE VON ESCHENEGG
1877–1932
sowie
ING. EMIL BAUMGARTNER
EDLER VON WALLBRUCK
FELDMARSCHALLEUTNANT
1865–1938.
Auch die genealogische Grabsteindokumentation der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft ADLER weist das Grab ausdrücklich dem Zentralfriedhof in Gries, Graz zu.
Noch offene Personenstandsdaten
Beim Sterbedatum Emil Baumgartners besteht derzeit eine kleine Quellendifferenz.
Im Ausgangsmaterial wird
Graz, 3. Jänner 1938
genannt.
Das auf dem Generalsbuch des Kriegsarchivs beruhende Verzeichnis Schmidt-Brentanos gibt dagegen ausdrücklich
4. Jänner 1938 [sic]
an.
Der Grabstein nennt nur die Jahreszahlen 1865–1938. Bis zur Einsicht in die Grazer Sterbematrikel sollte das exakte Tagesdatum daher als noch zu verifizieren gelten.
Ebenso ist der angegebene Geburtsort Klattau/Klatovy anhand der dortigen Geburts- bzw. Taufmatrikel noch unmittelbar zu bestätigen.
Quellen und Nachweise
1. Österreichisches Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 52.9, Baumgartner, Emil, Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Wallbruck“, Verleihungsdatum 16.3.1917.
Österreichisches Staatsarchiv – Adelsakt Baumgartner
2. Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv:
Antonio Schmidt-Brentano, Die k.k. bzw. k.u.k. Generalität 1816–1918, Eintrag „Baumgartner Edler von Wallbruck, Ing. Emil“.
3. Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv:
AT-OeStA/KA FA NFA DK ID 7, 7. Infanteriedivision, 1914–1918.
ÖStA – 7. Infanteriedivision
4. Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs, Artikel „Fux von Eschenegg“, S. 254: Helene Fux Edle von Eschenegg; Ehe mit Emil Baumgartner, Przemyśl 8.9.1899.
Digitalisat bei Internet Archive
5. Österreichisches Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 267.42, Fux, Moritz, k.u.k. Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Eschenegg“.
Österreichisches Staatsarchiv – Adelsakt Fux von Eschenegg
6. Dokumentation der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft ADLER: Grabstein Fux von Eschenegg / Baumgartner von Wallbruck, Grazer Zentralfriedhof.
ADLER – Grabsteindokumentation
7. Beschreibung der erhaltenen Patente: Oberstenpatent Franz Joseph I., 28.10.1910, sowie Feldmarschalleutnantspatent Karl I., 16.11.1917; ehemalige Dorotheum-Auktion, 23.6.2023, Lot 25.
Auktionsnachweis
Matrikelhinweis: Konkrete Links bzw. Signaturen zu den Matrikelaufnahmen von Klattau/Klatovy, Wien, Przemyśl und Graz waren im vorliegenden Ausgangsmaterial nicht enthalten. Sie sollten bei einer abschließenden genealogischen Bearbeitung ergänzt werden; nicht unmittelbar eingesehene Matrikeleinträge wurden hier bewusst nicht als Primärbeleg ausgegeben.
Ing. Emil Baumgartner Edler von Wallbruck gehört zu jenen höheren Offizieren der späten Habsburgermonarchie, an deren Lebensweg sich militärischer Aufstieg, Nobilitierung und gesellschaftliche Einordnung in die sogenannte „Zweite Gesellschaft“ besonders anschaulich nachvollziehen lassen.
Die erhaltenen Patente, der Adelsakt im Österreichischen Staatsarchiv sowie genealogische Quellen ermöglichen inzwischen eine recht genaue Rekonstruktion.
Militärische Laufbahn und Patente
Emil Baumgartner wurde am 4. Jänner 1865 geboren. Als Geburtsort wird im vorliegenden Material Klattau/Klatovy in Böhmen angegeben; dieser Ort konnte bei dieser Recherche noch nicht anhand des konkreten Taufeintrages gegengeprüft werden.
Am 28. Oktober 1910 stellte Kaiser Franz Joseph I. in Wien das Oberstenpatent für Emil Baumgartner aus. Die Urkunde trägt die eigenhändige Unterschrift des Kaisers und die Gegenzeichnung des Reichskriegsministers General der Infanterie Franz Xaver von Schönaich.
Bemerkenswert ist die Namensform: Das vorliegende Patent nennt noch schlicht
Emil Baumgartner.
Der Grund dafür ergibt sich aus dem späteren Adelsakt.
Nach dem auf dem „Generalsbuch“ des Kriegsarchivs beruhenden Verzeichnis von Antonio Schmidt-Brentano wurde Baumgartner mit 1. November 1914 Generalmajor.
Das Österreichische Staatsarchiv weist ihn außerdem als Kommandanten der 7. Infanteriedivision aus:
– Juni 1916 bis Jänner 1917 als Generalmajor,
– April bis November 1918 als Feldmarschalleutnant.
Adelsverleihungsprüfung
Der österreichische Adel Baumgartners ist archivalisch eindeutig belegt.
Im Allgemeinen Verwaltungsarchiv des Österreichischen Staatsarchivs befindet sich der Hofadelsakt:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 52.9
Baumgartner, Emil, Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Wallbruck“
Als Verleihungsdatum ist der 16. März 1917 eingetragen. Der Akt umfasst fol. 1–28; die Wappendarstellung befindet sich laut Findbuch auf fol. 4.
Damit ist die Führung
Emil Baumgartner Edler von Wallbruck
ab 1917 quellenmäßig zweifelsfrei gesichert.
Ob die Erhebung im engeren adelsrechtlichen Sinn aufgrund des systemmäßigen Militäradels erfolgte, lässt sich aus dem online zugänglichen Aktverzeichnis allein noch nicht sicher feststellen. Dafür wäre der eigentliche Verleihungsakt bzw. das Diplom einzusehen.
Die beiden erhaltenen Beförderungspatente dokumentieren den Übergang geradezu exemplarisch:
1910: Emil Baumgartner
1917: Emil Baumgartner Edler von Wallbruck.
Am 16. November 1917 stellte Kaiser Karl I. „In Unserem Standorte“ das erhaltene Feldmarschalleutnantspatent aus. Es trägt die eigenhändige Unterschrift Karls sowie die Gegenzeichnung des Kriegsministers General der Infanterie Rudolf Freiherr von Stöger-Steiner.
Schmidt-Brentanos Generalsverzeichnis führt die Beförderung zum Feldmarschalleutnant mit 1. November 1917 und in Klammern das Rangdatum 19. November 1917. Das Patent selbst ist auf den 16. November datiert. Diese drei Angaben sind daher als unterschiedliche administrative Datierungen auseinanderzuhalten.
Mit 1. Jänner 1919 wurde Baumgartner pensioniert.
Genealogische Notizen
Von besonderem Interesse ist Baumgartners Ehe.
Das Genealogische Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs nennt:
Helene Fux Edle von Eschenegg,
geboren Wien, 20. Juni 1877,
vermählt am
8. September 1899 in Przemyśl
mit
Emil Baumgartner, geboren 4. Jänner 1865, damals k.u.k. Major im Geniestabe; als damaliger Aufenthalts- bzw. Dienstort wird Krakau angegeben.
Bei der auf dem Grabstein verwendeten Namensform „Hella“ handelt es sich somit um die Ruf- bzw. Kurzform der in der genealogischen Quelle als Helene geführten Ehefrau.
Helene war Tochter des
Moriz Fux Edler von Eschenegg,
geb. Olmütz 26. Oktober 1841, später k.u.k. Feldmarschalleutnant,
und der
Wilhelmine geb. Srnka.
Auch die Familie Fux von Eschenegg war eine junge österreichische Adelsfamilie. Der einschlägige Hofadelsakt befindet sich unter
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 267.42
Fux, Moritz, k.u.k. Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Eschenegg“.
Hier besteht allerdings eine noch aufzulösende Datumsdifferenz zwischen den Quellen:
Das Genealogische Taschenbuch nennt ein Wiener Diplom vom 6. Februar 1893, während das heutige Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs den 6. November 1893 als Verleihungsdatum ausweist.
Eine endgültige Entscheidung sollte daher anhand des Originalaktes bzw. des Diploms erfolgen.
Ein Beispiel der „Zweiten Gesellschaft“
Sozialgeschichtlich ist die Verbindung bemerkenswert.
Emil Baumgartner entstammte zunächst keinem titulierten Adelsgeschlecht, machte als technisch ausgebildeter Berufsoffizier Karriere, heiratete 1899 die Tochter eines erst wenige Jahre zuvor nobilitierten k.u.k. Generals und wurde schließlich selbst 1917 als „Edler von Wallbruck“ in den österreichischen Adelsstand erhoben.
Damit bietet die Familie tatsächlich ein anschauliches Beispiel für jenes gehobene militärische, beamtenmäßige und großbürgerliche Milieu der Habsburgermonarchie, das in der historischen Literatur häufig als „Zweite Gesellschaft“ bezeichnet wird. Dabei handelt es sich freilich um einen sozialhistorischen Begriff und nicht um eine amtliche Adelskategorie.
Bild- und Urkundenbefund
Die beigefügten Originalaufnahmen ergänzen die schriftlichen Quellen hervorragend:
1. Oberstenpatent 1910
Franz Joseph I., Wien, 28. Oktober 1910; eigenhändige Unterschrift des Kaisers, Gegenzeichnung Franz Xaver von Schönaich. Baumgartner wird noch ohne Adelsprädikat genannt.
2. Feldmarschalleutnantspatent 1917
Karl I., 16. November 1917; Gegenzeichnung Rudolf Freiherr von Stöger-Steiner. In der Urkunde lautet der Name bereits ausdrücklich Emil Baumgartner Edler von Wallbruck.
3. Porträtpostkarte
Die zusammen mit den beiden Patenten angebotene Porträtpostkarte zeigt den Offizier in Winteruniform neben seinem Pferd. Die Auktionsbeschreibung führt ausdrücklich eine „Porträtpostkarte (Baumgartner)“ als Beilage an.
4. Militärporträt
Auf der vorliegenden Aufnahme aus dem Bestand des Österreichischen Staatsarchivs/Kriegsarchivs befindet sich unter dem Porträt die Beschriftung:
„1934 Baumgartner Emil von, Fmlt.“
5. Grabstätte
Die beigefügten Grabfotos zeigen die gemeinsame Grabplatte auf dem Grazer Zentralfriedhof.
Lesbar sind die Inschriften:
HELLA BAUMGARTNER
VON WALLBRUCK
GEB. FUX EDLE VON ESCHENEGG
1877–1932
sowie
ING. EMIL BAUMGARTNER
EDLER VON WALLBRUCK
FELDMARSCHALLEUTNANT
1865–1938.
Auch die genealogische Grabsteindokumentation der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft ADLER weist das Grab ausdrücklich dem Zentralfriedhof in Gries, Graz zu.
Noch offene Personenstandsdaten
Beim Sterbedatum Emil Baumgartners besteht derzeit eine kleine Quellendifferenz.
Im Ausgangsmaterial wird
Graz, 3. Jänner 1938
genannt.
Das auf dem Generalsbuch des Kriegsarchivs beruhende Verzeichnis Schmidt-Brentanos gibt dagegen ausdrücklich
4. Jänner 1938 [sic]
an.
Der Grabstein nennt nur die Jahreszahlen 1865–1938. Bis zur Einsicht in die Grazer Sterbematrikel sollte das exakte Tagesdatum daher als noch zu verifizieren gelten.
Ebenso ist der angegebene Geburtsort Klattau/Klatovy anhand der dortigen Geburts- bzw. Taufmatrikel noch unmittelbar zu bestätigen.
Quellen und Nachweise
1. Österreichisches Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 52.9, Baumgartner, Emil, Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Wallbruck“, Verleihungsdatum 16.3.1917.
Österreichisches Staatsarchiv – Adelsakt Baumgartner
2. Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv:
Antonio Schmidt-Brentano, Die k.k. bzw. k.u.k. Generalität 1816–1918, Eintrag „Baumgartner Edler von Wallbruck, Ing. Emil“.
3. Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv:
AT-OeStA/KA FA NFA DK ID 7, 7. Infanteriedivision, 1914–1918.
ÖStA – 7. Infanteriedivision
4. Genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser Österreichs, Artikel „Fux von Eschenegg“, S. 254: Helene Fux Edle von Eschenegg; Ehe mit Emil Baumgartner, Przemyśl 8.9.1899.
Digitalisat bei Internet Archive
5. Österreichisches Staatsarchiv, Allgemeines Verwaltungsarchiv:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 267.42, Fux, Moritz, k.u.k. Generalmajor, Adelsstand, „Edler von Eschenegg“.
Österreichisches Staatsarchiv – Adelsakt Fux von Eschenegg
6. Dokumentation der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft ADLER: Grabstein Fux von Eschenegg / Baumgartner von Wallbruck, Grazer Zentralfriedhof.
ADLER – Grabsteindokumentation
7. Beschreibung der erhaltenen Patente: Oberstenpatent Franz Joseph I., 28.10.1910, sowie Feldmarschalleutnantspatent Karl I., 16.11.1917; ehemalige Dorotheum-Auktion, 23.6.2023, Lot 25.
Auktionsnachweis
Matrikelhinweis: Konkrete Links bzw. Signaturen zu den Matrikelaufnahmen von Klattau/Klatovy, Wien, Przemyśl und Graz waren im vorliegenden Ausgangsmaterial nicht enthalten. Sie sollten bei einer abschließenden genealogischen Bearbeitung ergänzt werden; nicht unmittelbar eingesehene Matrikeleinträge wurden hier bewusst nicht als Primärbeleg ausgegeben.
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