Urban Edler v. Luxardo (1825-1899)
- USchu
-
Autor
- Offline
- Beiträge: 662
Urban Edler v. Luxardo (1825-1899)
1 Woche 5 Tage her - 1 Woche 5 Tage her
Urban Edler von Luxardo (1825–1899)
Großporträt als Neuerwerbung des Archivs ADLER-GRAZ
GENTRY
Das Archiv ADLER-GRAZ konnte aus Privatbesitz ein bemerkenswertes Porträt des österreichischen Offiziers und späteren Adelserwerbers Urban Edlen von Luxardo übernehmen.
Bei dem Neuerwerb handelt es sich um ein kartoniertes Großporträt, das ursprünglich offenbar oval zugeschnitten oder in einem ovalen Rahmen präsentiert wurde. Die ungefähren Maße betragen 30 × 40 Zentimeter. Dargestellt ist Urban Luxardo, zuletzt Offizier des Infanterieregiments Nr. 50 und seit 1884 österreichischer „Edler von“.
Das Porträt stellt nicht nur eine wertvolle Ergänzung des Bildarchivs dar, sondern eröffnet zugleich mehrere militärgeschichtliche, genealogische und heraldische Forschungsfragen.
Urban Luxardo und seine militärische Laufbahn
Urban Luxardo wurde 1825 geboren. Als Geburtsort wird in der kroatischen Literatur Zara, das heutige Zadar, genannt. Sein genaues Geburtsdatum sowie der entsprechende Taufbucheintrag wären noch anhand der Matriken von Zara zu überprüfen.
Einzelne Stationen seiner militärischen Laufbahn lassen sich bereits nachvollziehen:
Damit ist die im Zusammenhang mit dem Porträt überlieferte Angabe, Luxardo sei zuletzt beim Infanterieregiment Nr. 50 eingeteilt gewesen, grundsätzlich bestätigt.
Das Regiment führte in zeitgenössischen Quellen die Bezeichnung „Infanterieregiment Großherzog von Baden Nr. 50“. Es gehörte zu den Regimentern der ungarischen Reichshälfte beziehungsweise war ungarisch uniformiert. Die verkürzte Bezeichnung als „ungarisches Infanterieregiment Nr. 50“ ist daher verständlich; für eine genaue militärhistorische Beschreibung sollte jedoch möglichst die zeitgenössische Regimentsbezeichnung verwendet werden.
Vom Oberstleutnant zum pensionierten Oberst
Noch nicht abschließend geklärt ist die genaue Form seiner Rangerhöhung.
Die Personalnachricht von 1877 bezeichnet Urban Luxardo bei seiner Versetzung in den Ruhestand als Oberstleutnant. Der Hofadelsakt von 1884 führt ihn dagegen als „Oberst in Pension“. Es ist daher wahrscheinlich, dass ihm anlässlich oder nach seiner Pensionierung der Oberstcharakter beziehungsweise der Titel eines Obersten verliehen wurde.
Der bislang zugängliche Zeitungsausschnitt bricht allerdings unmittelbar nach der Mitteilung über seine Pensionierung ab. Eine Prüfung der vollständigen amtlichen Personalverfügung oder des Militär-Schematismus für die Jahre 1877 bis 1884 wäre notwendig, um festzustellen,
Bis zu dieser Klärung erscheint die quellennahe Bezeichnung „pensionierter Oberst“ sicherer als „k. u. k. titulierter Oberst“.
Die Erhebung in den österreichischen Adelsstand
Der Adelserwerb ist durch den im Österreichischen Staatsarchiv verwahrten Hofadelsakt eindeutig belegt.
Urban Luxardo, Oberst in Pension, wurde am 16. August 1884 in Wien in den österreichischen Adelsstand mit dem Ehrenwort
erhoben.
Die amtliche Archivsignatur lautet:
Im Akt befinden sich:
Das Österreichische Staatsarchiv vermerkt ausdrücklich, dass eine digitale Aufnahme des Wappens vorhanden ist.
Bemerkenswert ist, dass Urban Luxardo offenbar kein besonderes territoriales Prädikat wie „von Luxardoburg“ oder „von Zara“ erhielt. Die Standesbezeichnung lautete schlicht „Urban Edler von Luxardo“.
Im selben Archivakt befindet sich außerdem ein Gesuch des Wilhelm Edlen von Luxardo aus dem Jahr 1912 um Ausfertigung eines Adelszertifikates. Dieses Dokument könnte zusätzliche Hinweise auf die Nachkommenschaft und die Weiterführung des Adels geben.
Das Wappen Luxardo
Da der Hofadelsakt ausdrücklich eine Wappendarstellung enthält, wäre eine heraldische Aufarbeitung besonders wünschenswert.
Bis zur Einsichtnahme in Folio 42 sollte von einer Rekonstruktion oder Blasonierung allein aufgrund späterer Darstellungen abgesehen werden. Von Interesse wäre insbesondere:
Ein Vergleich zwischen der amtlichen Wappenzeichnung, möglichen Siegeln der Familie und einer eventuell im „Wiener Genealogischen Taschenbuch“ wiedergegebenen Darstellung könnte aufschlussreich sein.
Herkunft der Familie Luxardo
Nach der im Ausgangsbeitrag genannten Überlieferung stammte die Familie ursprünglich aus Genua. Diese Angabe ist mit der bekannten Geschichte der Familie Luxardo grundsätzlich vereinbar.
Girolamo Luxardo kam 1817 mit seiner Familie aus Genua beziehungsweise dem damaligen Königreich Sardinien nach Zara. Dort war er als konsularischer Vertreter tätig. Im Jahr 1821 begründete er das später international bekannte Unternehmen Luxardo, das insbesondere mit der Erzeugung von Maraschino verbunden ist.
Ob und in welchem genauen verwandtschaftlichen Verhältnis Urban Luxardo zu Girolamo Luxardo und dessen unmittelbarer Familie stand, sollte jedoch anhand einer genealogischen Stammtafel nachgewiesen werden. Die bloße Namensgleichheit und die gemeinsame Verbindung zu Zara reichen für eine sichere Zuordnung nicht aus.
Als wichtigste genealogische Quelle wurde bereits genannt:
Die dort abgedruckte Stammtafel dürfte Angaben zu den Eltern, Geschwistern, einer möglichen Ehe, den Kindern sowie zur Einordnung Urbans innerhalb der Familie Luxardo enthalten. Für den vorliegenden Beitrag konnte die betreffende Seite nicht unmittelbar eingesehen werden; die bibliographische Angabe wurde daher unverändert aus dem Ausgangsbeitrag übernommen.
Urban Luxardo in Metković 1878/79
Ein weiterer interessanter Forschungsansatz ergibt sich aus einem Bericht über Metković in Dalmatien.
Eine kroatische Zeitung veröffentlichte 2026 einen Beitrag, der sich auf einen Artikel der Zeitung „La Dalmazia Cattolica“ vom 28. März 1879 stützt. Darin wird ein „berühmter Oberst Luxardo“ als Teilnehmer einer großen kirchlichen Prozession in Metković genannt.
Nach den ergänzenden Angaben des neueren Beitrags soll der bereits pensionierte Urban Luxardo während der Vorbereitungen zur Besetzung Bosniens und der Herzegowina nochmals freiwillig Dienst geleistet haben. Er sei zeitweise als Kommandant in Metković eingesetzt gewesen und habe sich dort unter anderem um die Erneuerung einer hölzernen Brücke über beziehungsweise an der Neretva verdient gemacht.
Diese Angaben sind historisch interessant, bedürfen aber noch der Überprüfung anhand zeitgenössischer Militärakten, lokaler Verwaltungsunterlagen und der vollständigen Ausgaben von „La Dalmazia Cattolica“. Vor allem wäre zu klären, ob Luxardo nach seiner Pensionierung tatsächlich reaktiviert wurde oder ob er in Metković eine besondere militärische beziehungsweise administrative Funktion innehatte.
Das Porträt als historische Quelle
Das neu erworbene Großporträt könnte selbst weitere Hinweise auf Luxardos Laufbahn liefern. Dazu wären hochauflösende Aufnahmen der Vorder- und Rückseite sowie eine genaue Untersuchung des Kartons und einer allenfalls vorhandenen Rahmung notwendig.
Zu beachten wären insbesondere:
Eine Bestimmung der Uniform könnte zugleich zeigen, ob das Bild vor oder nach der Pensionierung aufgenommen wurde. Sollte Luxardo bereits mit Oberstenrang dargestellt sein, wäre außerdem zu untersuchen, ob das Porträt möglicherweise nach der Verleihung des Oberstcharakters oder sogar anlässlich der Adelserhebung von 1884 entstanden ist.
Offene Fragen zur weiteren Forschung
Quellen und weiterführende Verweise
Großporträt als Neuerwerbung des Archivs ADLER-GRAZ
GENTRY
Das Archiv ADLER-GRAZ konnte aus Privatbesitz ein bemerkenswertes Porträt des österreichischen Offiziers und späteren Adelserwerbers Urban Edlen von Luxardo übernehmen.
Bei dem Neuerwerb handelt es sich um ein kartoniertes Großporträt, das ursprünglich offenbar oval zugeschnitten oder in einem ovalen Rahmen präsentiert wurde. Die ungefähren Maße betragen 30 × 40 Zentimeter. Dargestellt ist Urban Luxardo, zuletzt Offizier des Infanterieregiments Nr. 50 und seit 1884 österreichischer „Edler von“.
Das Porträt stellt nicht nur eine wertvolle Ergänzung des Bildarchivs dar, sondern eröffnet zugleich mehrere militärgeschichtliche, genealogische und heraldische Forschungsfragen.
Urban Luxardo und seine militärische Laufbahn
Urban Luxardo wurde 1825 geboren. Als Geburtsort wird in der kroatischen Literatur Zara, das heutige Zadar, genannt. Sein genaues Geburtsdatum sowie der entsprechende Taufbucheintrag wären noch anhand der Matriken von Zara zu überprüfen.
Einzelne Stationen seiner militärischen Laufbahn lassen sich bereits nachvollziehen:
- Am 15. Jänner 1858 wurde Urban Luxardo als Oberleutnant zum Hauptmann 2. Klasse befördert.
- Er gehörte damals dem 11. Jägerbataillon an, das zu dieser Zeit in Dalmatien verwendet wurde.
- Während der Mobilisierung des Jahres 1859 führte Hauptmann Urban Luxardo die 1. Kompanie des Bataillons.
- Am 7. Juni 1859 erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann 1. Klasse.
- Mit 1. Dezember 1859 wurde Hauptmann 1. Klasse Urban Luxardo zum 27. Jägerbataillon transferiert.
- Eine amtliche Personalnachricht aus dem Jahr 1877 nennt ihn als Oberstleutnant des Infanterieregiments Nr. 50. Nach dem Ergebnis einer militärärztlichen Superarbitrierung wurde er als Invalider in den Ruhestand übernommen.
- Im österreichischen Hofadelsakt von 1884 wird Urban Luxardo schließlich als „Oberst in Pension“ bezeichnet.
Damit ist die im Zusammenhang mit dem Porträt überlieferte Angabe, Luxardo sei zuletzt beim Infanterieregiment Nr. 50 eingeteilt gewesen, grundsätzlich bestätigt.
Das Regiment führte in zeitgenössischen Quellen die Bezeichnung „Infanterieregiment Großherzog von Baden Nr. 50“. Es gehörte zu den Regimentern der ungarischen Reichshälfte beziehungsweise war ungarisch uniformiert. Die verkürzte Bezeichnung als „ungarisches Infanterieregiment Nr. 50“ ist daher verständlich; für eine genaue militärhistorische Beschreibung sollte jedoch möglichst die zeitgenössische Regimentsbezeichnung verwendet werden.
Vom Oberstleutnant zum pensionierten Oberst
Noch nicht abschließend geklärt ist die genaue Form seiner Rangerhöhung.
Die Personalnachricht von 1877 bezeichnet Urban Luxardo bei seiner Versetzung in den Ruhestand als Oberstleutnant. Der Hofadelsakt von 1884 führt ihn dagegen als „Oberst in Pension“. Es ist daher wahrscheinlich, dass ihm anlässlich oder nach seiner Pensionierung der Oberstcharakter beziehungsweise der Titel eines Obersten verliehen wurde.
Der bislang zugängliche Zeitungsausschnitt bricht allerdings unmittelbar nach der Mitteilung über seine Pensionierung ab. Eine Prüfung der vollständigen amtlichen Personalverfügung oder des Militär-Schematismus für die Jahre 1877 bis 1884 wäre notwendig, um festzustellen,
- wann genau die Rangerhöhung erfolgte,
- ob es sich um eine wirkliche Beförderung oder um die Verleihung des Oberstcharakters handelte und
- welche Formulierung in der allerhöchsten Entschließung verwendet wurde.
Bis zu dieser Klärung erscheint die quellennahe Bezeichnung „pensionierter Oberst“ sicherer als „k. u. k. titulierter Oberst“.
Die Erhebung in den österreichischen Adelsstand
Der Adelserwerb ist durch den im Österreichischen Staatsarchiv verwahrten Hofadelsakt eindeutig belegt.
Urban Luxardo, Oberst in Pension, wurde am 16. August 1884 in Wien in den österreichischen Adelsstand mit dem Ehrenwort
„Edler von“
erhoben.
Die amtliche Archivsignatur lautet:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 548.22
Luxardo, Urban, Oberst in Pension, Adelsstand, „Edler von“, 1884.08.16
Im Akt befinden sich:
- das verliehene Wappen auf Folio 42,
- Siegelabdrücke beziehungsweise Siegelunterlagen auf Folio 19 und 28,
- weitere Unterlagen zur Adelsverleihung auf insgesamt 51 Folien.
Das Österreichische Staatsarchiv vermerkt ausdrücklich, dass eine digitale Aufnahme des Wappens vorhanden ist.
Bemerkenswert ist, dass Urban Luxardo offenbar kein besonderes territoriales Prädikat wie „von Luxardoburg“ oder „von Zara“ erhielt. Die Standesbezeichnung lautete schlicht „Urban Edler von Luxardo“.
Im selben Archivakt befindet sich außerdem ein Gesuch des Wilhelm Edlen von Luxardo aus dem Jahr 1912 um Ausfertigung eines Adelszertifikates. Dieses Dokument könnte zusätzliche Hinweise auf die Nachkommenschaft und die Weiterführung des Adels geben.
Das Wappen Luxardo
Da der Hofadelsakt ausdrücklich eine Wappendarstellung enthält, wäre eine heraldische Aufarbeitung besonders wünschenswert.
Bis zur Einsichtnahme in Folio 42 sollte von einer Rekonstruktion oder Blasonierung allein aufgrund späterer Darstellungen abgesehen werden. Von Interesse wäre insbesondere:
- welche Schildfiguren das 1884 verliehene Wappen zeigt,
- ob Elemente auf die Herkunft der Familie aus Genua oder Zara hinweisen,
- welche Helmzier und Helmdecken verliehen wurden,
- ob eine Devise Bestandteil der Verleihung war und
- ob das Wappen auf dem Porträt, dessen Rückseite, dem ursprünglichen Rahmen oder einer ehemaligen Beschriftung erscheint.
Ein Vergleich zwischen der amtlichen Wappenzeichnung, möglichen Siegeln der Familie und einer eventuell im „Wiener Genealogischen Taschenbuch“ wiedergegebenen Darstellung könnte aufschlussreich sein.
Herkunft der Familie Luxardo
Nach der im Ausgangsbeitrag genannten Überlieferung stammte die Familie ursprünglich aus Genua. Diese Angabe ist mit der bekannten Geschichte der Familie Luxardo grundsätzlich vereinbar.
Girolamo Luxardo kam 1817 mit seiner Familie aus Genua beziehungsweise dem damaligen Königreich Sardinien nach Zara. Dort war er als konsularischer Vertreter tätig. Im Jahr 1821 begründete er das später international bekannte Unternehmen Luxardo, das insbesondere mit der Erzeugung von Maraschino verbunden ist.
Ob und in welchem genauen verwandtschaftlichen Verhältnis Urban Luxardo zu Girolamo Luxardo und dessen unmittelbarer Familie stand, sollte jedoch anhand einer genealogischen Stammtafel nachgewiesen werden. Die bloße Namensgleichheit und die gemeinsame Verbindung zu Zara reichen für eine sichere Zuordnung nicht aus.
Als wichtigste genealogische Quelle wurde bereits genannt:
Hans von Stratowa: Wiener Genealogisches Taschenbuch, Band V, Wien 1933, S. 91.
Die dort abgedruckte Stammtafel dürfte Angaben zu den Eltern, Geschwistern, einer möglichen Ehe, den Kindern sowie zur Einordnung Urbans innerhalb der Familie Luxardo enthalten. Für den vorliegenden Beitrag konnte die betreffende Seite nicht unmittelbar eingesehen werden; die bibliographische Angabe wurde daher unverändert aus dem Ausgangsbeitrag übernommen.
Urban Luxardo in Metković 1878/79
Ein weiterer interessanter Forschungsansatz ergibt sich aus einem Bericht über Metković in Dalmatien.
Eine kroatische Zeitung veröffentlichte 2026 einen Beitrag, der sich auf einen Artikel der Zeitung „La Dalmazia Cattolica“ vom 28. März 1879 stützt. Darin wird ein „berühmter Oberst Luxardo“ als Teilnehmer einer großen kirchlichen Prozession in Metković genannt.
Nach den ergänzenden Angaben des neueren Beitrags soll der bereits pensionierte Urban Luxardo während der Vorbereitungen zur Besetzung Bosniens und der Herzegowina nochmals freiwillig Dienst geleistet haben. Er sei zeitweise als Kommandant in Metković eingesetzt gewesen und habe sich dort unter anderem um die Erneuerung einer hölzernen Brücke über beziehungsweise an der Neretva verdient gemacht.
Diese Angaben sind historisch interessant, bedürfen aber noch der Überprüfung anhand zeitgenössischer Militärakten, lokaler Verwaltungsunterlagen und der vollständigen Ausgaben von „La Dalmazia Cattolica“. Vor allem wäre zu klären, ob Luxardo nach seiner Pensionierung tatsächlich reaktiviert wurde oder ob er in Metković eine besondere militärische beziehungsweise administrative Funktion innehatte.
Das Porträt als historische Quelle
Das neu erworbene Großporträt könnte selbst weitere Hinweise auf Luxardos Laufbahn liefern. Dazu wären hochauflösende Aufnahmen der Vorder- und Rückseite sowie eine genaue Untersuchung des Kartons und einer allenfalls vorhandenen Rahmung notwendig.
Zu beachten wären insbesondere:
- Uniformschnitt und Rangabzeichen,
- Knöpfe, Kragenfarbe und Ärmelaufschläge,
- sichtbare Orden und Ehrenzeichen,
- Atelierstempel oder Fotografenvermerke,
- handschriftliche Beschriftungen,
- alte Inventarnummern oder Besitzvermerke,
- Spuren einer ursprünglich ovalen Rahmung,
- Art und Alter der Kartonierung.
Eine Bestimmung der Uniform könnte zugleich zeigen, ob das Bild vor oder nach der Pensionierung aufgenommen wurde. Sollte Luxardo bereits mit Oberstenrang dargestellt sein, wäre außerdem zu untersuchen, ob das Porträt möglicherweise nach der Verleihung des Oberstcharakters oder sogar anlässlich der Adelserhebung von 1884 entstanden ist.
Offene Fragen zur weiteren Forschung
- Wie lauten das genaue Geburtsdatum und der Geburtsort Urban Luxardos? Lässt sich sein Taufeintrag in Zara finden?
- Wer waren seine Eltern, und wie war er mit Girolamo Luxardo und der bekannten Maraschino-Familie verwandt?
- War Urban Edler von Luxardo verheiratet? Hatte er Kinder oder andere unmittelbare Nachkommen?
- Wann und wo starb er 1899? Gibt es eine Todesanzeige, einen Nachruf oder einen Sterbematrikeneintrag?
- Welche militärische Ausbildung hatte Luxardo erhalten? Die Behauptung, er habe die Marineakademie in Fiume besucht, wäre anhand der dortigen Schülerverzeichnisse zu überprüfen.
- Bei welchen Truppenkörpern diente er vor dem 11. Jägerbataillon und nach seinem Wechsel zum 27. Jägerbataillon?
- Wann kam er zum Infanterieregiment Nr. 50?
- Wann und in welcher Form erhielt er den Rang beziehungsweise Charakter eines Obersten?
- Welche militärischen Auszeichnungen besaß er? Eine kroatische Studie nennt für 1866 das Militärverdienstkreuz mit Kriegsdekoration; auch diese Angabe sollte anhand der Qualifikationslisten oder Militär-Schematismen geprüft werden.
- Welche Verdienste bildeten die Grundlage seiner Adelserhebung von 1884?
- Lassen sich seine behauptete Reaktivierung und seine Tätigkeit in Metković während beziehungsweise nach der Besetzung Bosniens und der Herzegowina nachweisen?
Quellen und weiterführende Verweise
- Österreichisches Staatsarchiv, Hofadelsakt Urban Luxardo:
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 548.22 – Luxardo, Urban, Oberst in Pension, Adelsstand „Edler von“, 1884
- Geschichte des k. und k. Feldjägerbataillons Nr. 11, mit Angaben zu den Beförderungen und Verwendungen Urban Luxardos 1858/59:
Internet Archive – Geschichte des k. und k. Feldjägerbataillons Nr. 11
- „Hermannstädter Zeitung vereinigt mit dem Siebenbürger Boten“, 1877, Nr. 240 – Personalnachricht über die Versetzung des Oberstleutnants Urban Luxardo vom Infanterieregiment Nr. 50 in den Ruhestand:
Digitalisat der Hermannstädter Zeitung 1877
- „Hermannstädter Zeitung“, 1900, Nr. 3 – Nennung des verstorbenen Obersten Urban Edlen von Luxardo in einer Zusammenstellung verstorbener Persönlichkeiten:
Digitalisat der Hermannstädter Zeitung 1900
- Hans von Stratowa: Wiener Genealogisches Taschenbuch, Band V, Wien 1933, S. 91 – Stammtafel der Familie Luxardo.
- Offizielle Unternehmensgeschichte der Familie Luxardo:
Luxardo – History
- Beitrag über Urban Luxardo und die Prozession in Metković 1879:
Dubrovački / Slobodna Dalmacija: Bericht über Metković und Oberst Luxardo
- Zadarska smotra, Heft 1–2/2014 – Angaben zur Adelserhebung, zur Herkunft aus Zara und zu einer militärischen Auszeichnung Urban Luxardos:
Zadarska smotra 1–2/2014
"IN OMNIBUS ORDO"
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
