ZELBURG, Franz Josef (Gen. d. Gendarmerie)

ZELBURG, Franz Josef (Gen. d. Gendarmerie)

2 Wochen 2 Tage her - 2 Wochen 2 Tage her
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General der Gendarmerie Franz Josef Zelburg (ursprünglich Živný, mit Erlass der k. k. Steierm. Statthalterei in Graz vom 6.11.1918 wurde ihm die Änderung seines Familiennamens von Živný auf Zelburg bewilligt), geb. Laibach 3.7.1883, gest. Graz 21.11.1950, beerdigt am Zentralfriedhof Graz, Sohn des k. k. Zolloberamts-Kontrollors Josef Živný und der Anna Preis, absolvierte die  Realschule und die Infanteriekadettenschule in Graz, Berufsoffizier, 1910 Übersetzung in das Gendarmerieoffizierskorps, vermählt am 28.1.1911 in Graz, Pfarre St. Josef mit Leopoldine Koschak Edle von Irmenys (Eltern: Philipp Koschak (seit 21.3.1911) Edler von Irmenys, k. u. k. Oberst und Landesgendarmerie-Kommandant von Steiermark und Maria Amony), zum Zeitpunkt der Heirat k. u. k. Leutnant der Gendarmerie, während des 1. Weltkrieges (1914-1918 in Galizien und an der Südwestfront im Einsatz) Offizier (zuletzt im Rang eines Rittmeisters) eines Feldgendarmerie-Regiments, 18.08.1902 k. u. k. Kadettoffizierstellvertreter (= Fähnrich), 1.11.1903 k. u. k. Leutnant, 1.5.1915 k. u. k. Gendarmerie-Rittmeister, 8.3.1920 Major a. D., 1.5.1924 Gendarmerie-Oberinspektor I. Klasse (Majorsrang), 1932 1. Stellvertreter des Landesgendarmerie-Kommandanten für Steiermark, 1933 Oberst und betraut mit der Führung des Landesgendarmerie-Kommandos Steiermark, 1934 – 1936 Sicherheitsdirektor für Steiermark, 1937 Generalinspektor für die österr. Bundesgendarmerie in Wien, 1938 als Regimegegner von den Nationalsozialisten verhaftet und nach Dachau deportiert, 1939 in Graz zu 3 Jahren Kerker verurteilt, Haft in der "Karlau" in Graz, 1941 Schlaganfall und Haftentlassung, als Bücherrevisor in Graz bis zur Befreiung Österreichs im Jahre 1945 tätig, 1950 General und Landesgendarmerie-Kommandant von Steiermark i. R.

 Leider besitzt der für den Aufbau der Gendarmerie in Österreich verdienstvolle Offizier, nach meinen Nachforschungen, am Grazer Zentralfriedhof keine existierende Grabstätte mehr. Angeblich wurden seine Gebeine 1992 aus dem bestehenden Grab in bester Friedhofslage von Nachkommen exhumiert und an anderer Stelle beigesetzt. An diesem Ort befindet sich kein Grabstein und liegt die Stelle in einem mit zahlreichen aufgelassenen und verfallenen Grabstätten versehenen abseitigen Bereich des Friedhofes. Eines persönlichen Kommentares hiezu enthalte ich mich. Auszeichnungen Komtur-Offizier-Ritter 1. Kl. und Ritter des österr. Verdienstordens, Ritter des kais. österr. Franz Josef-Ordens (KD), Inhaber der silbernen und bronzenen Militärverdienst-Medaille  (KD u. Schw), des Ehrenzeichens 2. Kl. vom Roten Kreuz (KD), des Karl Truppen-Kreuzes, der Verwundetenmedaille usw., usw, Komtur des Ordens vom hl. Silvester, Komtur mit dem Stern der Krone von Italien usw., usw. Gewesener Ehrenbürger von 300 Gemeinden Steiermarks.

Quellen
  • Matriken der Diözese Seckau, Pfarre Graz-St. Josef.
  • Kosik, Carl - Österreich 1918-1934, im Eigenverlag des Verfassers, Wien 1935.
  • Grazer Volksblatt vom 4.1.1938 S. 2.
  • Steirerblatt vom 23.11.1950, S. 6.
  • Steirerblatt vom 24.11.1950, S. 4.
  • Steirerblatt vom 26.11.1950, S. 6.
Internetverweise
"IN OMNIBUS ORDO"

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