CANAVAL, Dr. Richard - k. k. Berghauptmann

CANAVAL, Dr. Richard - k. k. Berghauptmann

2 Wochen 1 Tag her - 2 Wochen 1 Tag her
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GENTRY

Richard Canaval wurde am 25.3.1855 in Klagenfurt als Sohn des nachmaligen kais. Rates, Handelskammersekretärs und Kustos des Kärntner Landesmuseums Josef Leodegar Canaval und dessen Gattin Ottilie Edler v. Rosthorn geboren.Ing. Dr. phil. et Dr. mont. hc. Richard CANAVAL - k. k. Berghauptmann in KlagenfurtDie Familie Rosthorn, aus der Grafschaft Lancashire in England stammend und um die Mitte des 18. Jahrhunderts als Knopffabrikanten in Wien ansässig geworden, entwickelte sich nach Ankauf von Kärntner Gütern und Gewerkschaften zu einer für das Land sowohl aus montanistischer als auch wirtschaftlicher Sicht bedeutenden Familie. Am 29.1.1790 wurden sie von Kaiser Joseph II. in den österreichischen Adelsstand erhoben.

 Canaval studierte an der Karl Franzens-Universität (Dr. phil.) und der Technischen Hochschule in Graz (Ing.) sowie an der Bergakademie in Leoben (Dr. mont. hc.). Hier war er später auch Mitglied der Prüfungskommission für die 2. montanistische Staatsprüfung sowie Professor an der Landes- Berg- und Hüttenschule. 1886 trat er in den staatlichen Bergbaudienst, von 1907-1918 war er Berghauptmann in Klagenfurt mit dem Titel eines k. k. Hofrates.

 Canaval entwickelte sich in diesen Jahren zu einem hervorragenden Fachmann des Kärntner Bergbauwesens. Seine wissenschaftlichen Arbeiten bewegten sich vor allem im Bereich der südlichen Ostalpen, wobei seine außerordentlich fruchtbare publizistische Tätigkeit namentlich der Lagerstättenkunde und dem Bergbau galt und insbesondere dem Goldbergbau in den Tauern. Für die Geschichte des Bergbaus und der Hüttenindustrie in den Alpen sind Canavals Forschungen grundlegend.

 Die Tradition seines Vaters als bekannter Mineraloge und Schriftleiter der Zeitschrift Carinthia fortsetzend, erwarb er sich auch große Verdienste um das Kärntner Landesmuseum. Am 20.6.1895 hatte er sich mit Maria Freiin Thinn v. Thinnfeld, aus steirisch landständischer Familie vermählt. Er war auch Reserveoffizier der k. u. k. Armee und im Jahre 1877 als Leutnant i. d. R.  im Stande des 4. Böhmischen Feldartillerie-Regimentes. Im Jahre 1917 nennt das Öst.-Ung. Staatshandbuch folgende Auszeichnungen des Dr. Canaval: die bronzenen Jubiläumserinnerungs-Medaille für die bewaffnete Macht, die Jubiläumserinnerungs-Medaille für Zivilstaatsbedienstete und das Jubiläumskreuz für Zivilstaatsbedienstete. Dr. Canaval verstarb am 31.7.1939 in Klagenfurt und wurde in der Familiengruft am Friedhof Klagenfurt-St. Ruprecht bestattet.

 Quellen
  • Zur Genealogie der Familie v. Rosthorn siehe: Brünner Taschenbücher - BTB, Jg. 1893, S. 503 ff. und  de.academic.ru
  • Zur Genealogie der Familie Thinn v. Thinnfeld siehe: Gothaische genealogische TB der Frh. Häuser 1861-1939.
  • Familiegruft Rosthorn-Canaval, Friedhof Klagenfurt-St. Ruprecht.
  • Quenstedt, Werner -  "Canaval, Richard",  in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 118.
  • Matievic, Heinrich - In Memoriam "Dr. Richard Canaval", in: Carinthia II, 60, 1940, S. 139-140.
  • Meixner, H. - Dr. Richard Canaval,  in: Carinthia II, 61, 1951, S. 31.
  • Hof- und Staatshandbuch der Öst.-Ung. Monarchie, Jahrgang 1917.
  • de.wikipedia.org/wiki/Richard_Canaval
"IN OMNIBUS ORDO"

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