MilAk Jahrgang 2026 „Major von Grabensprung“

MilAk Jahrgang 2026 „Major von Grabensprung“

1 Woche 6 Tage her
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Jahrgang „Major von Grabensprung“ – Wilhelm Ritter Cavallar, der Maria-Theresien-Orden und offene Fragen zur Familie

Der Ausmusterungsjahrgang 2026 der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt hat seinen Jahrgangsnamen gewählt:

„Major von Grabensprung“

Namenspatron ist der k.u.k. Offizier und Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens

Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung
(* 25. Februar 1889 in Aussig; † 20. Dezember 1957 in Wien).

Diese Wahl ist zweifellos eine besondere Auszeichnung für Wilhelm Cavallar von Grabensprung und zugleich für seine Familie. Seine militärische Leistung im September 1914 und die spätere Verleihung des Ritterkreuzes des Militär-Maria-Theresien-Ordens rechtfertigen eine solche Würdigung ohne Weiteres.

Die von der Militärakademie veröffentlichte Biographie wirft jedoch einige genealogische und adelsrechtliche Fragen auf. In der bisherigen Diskussion wurden dabei mehrere Themen miteinander vermischt, die getrennt betrachtet werden sollten:
  • die Person und militärische Leistung Wilhelm Cavallars,
  • seine behauptete beziehungsweise beantragte Erhebung in den Freiherrenstand,
  • die ältere freiherrliche Linie Cavallar,
  • die Ritter Cavallar von Grabensprung,
  • die 1903 in Ungarn nobilitierte Familie des Generalmajors Julius beziehungsweise Gyula Cavallar,
  • sowie die Frage nach den heute noch lebenden Familienzweigen.


1. Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung

Wilhelm wurde am 25. Februar 1889 in Aussig als Sohn des Offiziers Adolf Ritter Cavallar von Grabensprung und dessen Ehefrau Wilhelmine, geborene Klepsch, geboren.

Nach dem Besuch der Militärschulen in St. Pölten und Mährisch-Weißkirchen absolvierte er die Theresianische Militärakademie. Im Jahr 1909 wurde er zum Infanterieregiment Freiherr von König Nr. 92 ausgemustert.

Seine bekannteste militärische Leistung erbrachte er am 6. September 1914 bei Šašinci an der Save. Mit seiner Einheit nahm er eine serbische Batterie, ließ deren Geschütze gegen die serbischen Stellungen beziehungsweise gegen eine Kriegsbrücke einsetzen und trug damit wesentlich zur Abwehr des serbischen Übergangs über die Save bei.

Für diese Tat erhielt er das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens. Die feierliche Ordenspromotion fand am 17. August 1918 in der Villa Wartholz in Anwesenheit Kaiser Karls statt.

Nach dem Ende der Monarchie diente Wilhelm zunächst im Rang eines Majors in der österreichischen Volkswehr. Später kehrte er in die neu entstandene Tschechoslowakei zurück. Nach Enteignung und Vertreibung verbrachte er seinen Lebensabend in Österreich. Er starb am 20. Dezember 1957 in Wien und wurde auf dem Döblinger Friedhof beigesetzt.

Dass der Jahrgang 2026 der Militärakademie ihn als Namenspatron gewählt hat, ist daher eine nachvollziehbare und ehrenvolle Entscheidung.


2. Wurde Wilhelm Cavallar von Grabensprung Freiherr?

Gerade hier liegt der wichtigste Fehler beziehungsweise zumindest die wichtigste Unklarheit in mehreren Darstellungen.

In der Literatur und besonders in Wikipedia wird immer wieder behauptet, Wilhelm sei aufgrund der Verleihung des Militär-Maria-Theresien-Ordens automatisch in den erblichen Freiherrenstand erhoben worden.

So heißt es derzeit im Wikipedia-Artikel:
Aufgrund der Ordensstatuten wurde Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung außerdem in den erblichen Freiherrenstand erhoben.
 

Diese Darstellung ist nach der derzeit feststellbaren Aktenlage nicht richtig.

Die Statuten des Militär-Maria-Theresien-Ordens unterschieden zwischen dem mit der Ordenspromotion verbundenen einfachen Adel und dem Recht, um den Freiherrenstand anzusuchen. Die nach 1895 geltende Formulierung des § 37 war zwar missverständlich und wurde von manchen Ordensrittern als unmittelbarer Rechtsanspruch verstanden. In der Verwaltungspraxis waren jedoch weiterhin eine landesherrliche Entschließung und beziehungsweise oder die Ausfertigung eines Nobilitierungsdiploms erforderlich.

Wilhelm Cavallar von Grabensprung stellte am 14. September 1918 ein Ansuchen um Verleihung des Freiherrenstandes.

Am 11. Oktober 1918 stellte das Innenministerium fest, dass einer Verleihung grundsätzlich nichts entgegenstehe, sofern Wilhelm die für die Ausfertigung des Nobilitierungsdiploms vorgesehene Taxe entrichte.

Zur Ausfertigung des Diploms und zu einer abgeschlossenen Standeserhebung kam es jedoch vor dem Ende der Monarchie nicht mehr.

Am 20. März 1919 beschwerte sich Wilhelm beim deutschösterreichischen Staatsamt für Heereswesen über die Nichterledigung seines Ansuchens. Er argumentierte, die Verleihung des Freiherrenstandes sei gemäß § 37 der Ordensstatuten unmittelbar mit dem Maria-Theresien-Orden verbunden und sein Antrag daher nur eine Formalität gewesen.

Die zuständige Behörde stellte am 29. März 1919 jedoch fest, dass weder ein Nobilitierungsdiplom ausgefertigt noch eine entsprechende landesherrliche Entschließung ergangen war. Nach dieser behördlichen Auslegung war Wilhelm der Freiherrenstand daher nicht verliehen worden.

Das Ergebnis lautet somit:
  • Wilhelm war erblich Ritter Cavallar von Grabensprung.
  • Er war Ritter des Militär-Maria-Theresien-Ordens.
  • Er hat 1918 um den österreichischen Freiherrenstand angesucht.
  • Das Verfahren wurde vor dem Ende der Monarchie nicht abgeschlossen.
  • Ein ausgefertigtes Freiherrendiplom oder eine entsprechende kaiserliche Entschließung ist bislang nicht nachgewiesen.
  • Die Bezeichnung „Wilhelm Freiherr Cavallar von Grabensprung“ ist daher nach der derzeit bekannten Aktenlage nicht gerechtfertigt.

Die Militärakademie verwendet in der Überschrift ihrer Biographie erfreulicherweise die korrekte Bezeichnung „Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung“. Andere Darstellungen, insbesondere der gegenwärtige Wikipedia-Personenartikel, sollten in diesem Punkt berichtigt werden.


3. Joseph Freiherr von Cavallar und die ältere freiherrliche Linie

Eine tatsächliche Erhebung in den österreichischen Freiherrenstand erfolgte bereits am 26. Juli 1799 für

Joseph von Cavallar,

k.k. Oberst und Remontierungskommandant in der Bukowina beziehungsweise in Galizien.

Die Erhebung erfolgte in Anerkennung seiner langjährigen ausgezeichneten Militärdienstleistung und seiner besonderen Verdienste um das Remontierungswesen.

Der zugehörige Adelsakt wird im Österreichischen Staatsarchiv unter der Signatur

AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.20

geführt.

Diese freiherrliche Erhebung Josephs darf jedoch nicht ohne genealogischen Nachweis auf alle Träger des Namens Cavallar übertragen werden. Entscheidend ist, ob und in welcher Weise die späteren Ritter Cavallar von Grabensprung von dieser Linie abstammten beziehungsweise mit ihr stammesgleich waren.


4. Ferdinand Ritter Cavallar von Grabensprung

Als Erwerber des Ritterstandes „von Grabensprung“ gilt nach den überwiegenden genealogischen Angaben

Ferdinand Wenzel Cavallar
(* 1805; † 1881).

Ferdinand war k.k. Major und Ritter des österreichisch-kaiserlichen Leopold-Ordens. Aufgrund dieser Ordensverleihung wurde er mit Diplom vom

21. März 1856

in den erblichen österreichischen Ritterstand mit dem Prädikat

„von Grabensprung“

erhoben.

Der entsprechende Akt befindet sich im Österreichischen Staatsarchiv unter der Signatur

AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.23.

Die Darstellung auf der Internetseite der Militärakademie ist an dieser Stelle in sich widersprüchlich. Dort wird Ferdinand zunächst als
Ferdinand Freiherr von Cavallar
 

bezeichnet, anschließend aber zutreffend seine Erhebung in den erblichen Ritterstand mit dem Prädikat „von Grabensprung“ im Jahr 1856 beschrieben.

Wer bereits Freiherr gewesen wäre, hätte selbstverständlich nicht anschließend in den niedrigeren Ritterstand erhoben werden müssen. Die Formulierung kann daher in dieser Form nicht richtig sein.

Allerdings existiert im Archivinformationssystem des Österreichischen Staatsarchivs ein weiterer Akt:

AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.21

mit der Bezeichnung
Cavallar, Ferdinand, k.k. Major, Freiherrenstand
 

und den Zeitangaben 1851–1852 sowie dem Hinweis auf ein Gesuch aus dem Jahr 1871.

Dieser Akt sollte unbedingt im Original eingesehen werden. Aus dem kurzen Katalogeintrag allein geht nicht hervor,
  • ob tatsächlich derselbe Ferdinand Cavallar gemeint ist,
  • ob lediglich um den Freiherrenstand angesucht wurde,
  • ob eine Standeserhebung vorbereitet, aber nicht vollzogen wurde,
  • oder ob die Katalogbezeichnung verkürzt beziehungsweise missverständlich ist.

Bis zur Einsicht in diesen Akt sollte daher zwischen einem Ansuchen um den Freiherrenstand und einer tatsächlich vollzogenen Freiherrenerhebung unterschieden werden.

Gesichert erscheint derzeit jedenfalls die Erhebung Ferdinands in den Ritterstand „von Grabensprung“ vom 21. März 1856.


5. Verwandtschaft zwischen Joseph Freiherr von Cavallar und Ferdinand Ritter Cavallar von Grabensprung

In verschiedenen Darstellungen wird Ferdinand als Neffe des 1799 in den Freiherrenstand erhobenen Joseph von Cavallar bezeichnet.

Diese Verwandtschaft ist durchaus möglich und wird auch in genealogischen Sekundärdarstellungen behauptet. Für eine abschließende Beurteilung wäre jedoch eine durch Kirchenbücher, Militärgrundbuchblätter, Verlassenschaftsakten oder andere Primärquellen belegte Stammreihe erforderlich.

Zu klären wären insbesondere:
  • die Eltern Josephs von Cavallar,
  • die Eltern Ferdinands,
  • die genaue Verbindung zwischen beiden Familienzweigen,
  • und die Frage, ob „Neffe“ im engeren Sinn oder allgemeiner für einen jüngeren Verwandten verwendet wurde.

Auch die vielfach wiederholte Behauptung einer Herkunft der Familie aus Istrien beziehungsweise einer Verbindung zu älteren italienischen Familien namens Cavallari oder de Cavaleriis sollte von der urkundlich gesicherten Stammreihe getrennt werden.

Eine Namensähnlichkeit ersetzt keinen Abstammungsnachweis.


6. Die Nachkommen Wilhelm Cavallars

In der Diskussion wurde zutreffend darauf hingewiesen, dass Wilhelm selbst keine männlichen Nachkommen hinterlassen haben dürfte.

Die öffentlich zugänglichen Darstellungen sind allerdings schon hinsichtlich der Zahl seiner Töchter nicht einheitlich:
  • Die Seite der Militärakademie nennt ausdrücklich die 1928 geborene Tochter Maria Christina.
  • Der gegenwärtige Wikipedia-Artikel nennt dagegen drei Töchter: Marietta, Dorothea und Marie-Christine.

Die Aussage, Wilhelm habe ausschließlich weibliche Nachkommen gehabt, bedeutet jedenfalls nicht, dass das gesamte Geschlecht Cavallar von Grabensprung mit ihm erloschen wäre.

Wilhelms Vater Adolf Ritter Cavallar von Grabensprung soll aus zwei Ehen insgesamt elf Kinder gehabt haben. Darüber hinaus bestanden weitere Seitenlinien über Brüder, Onkel und andere Angehörige der Familie.

Die heute lebenden Namensträger können daher durchaus von einer Seitenlinie abstammen.

Nach einer in der Diskussion wiedergegebenen Familienüberlieferung verstehen sich heutige Angehörige der Familie Cavallar als Nachkommen einer ursprünglich bürgerlich gebliebenen Seitenlinie der älteren Cavallar-Familie, die erst durch Ferdinand beziehungsweise dessen Nachkommen eine eigene Nobilitierung als „Ritter Cavallar von Grabensprung“ erhielt.

Eine solche Familienüberlieferung ist als wertvoller Hinweis ernst zu nehmen, sollte aber anhand einer dokumentierten Stammreihe überprüft werden.


7. Die 1903 in Ungarn nobilitierte Familie Cavallar

Eine weitere Frage betrifft den k.u.k. Generalmajor

Julius Cavallar,
ungarisch Gyula Cavallar
(* 15. Mai 1845; † 20. August 1906).

Julius beziehungsweise Gyula Cavallar wurde nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst im Jahr 1903 in den ungarischen Adel erhoben.

Béla Kempelen verzeichnet in seinem 1910 erschienenen Werk Magyar nemesi almanach eine Nobilitierung Cavallar Gyulas im Jahr 1903. Auch die ungarischen Königlichen Bücher beziehungsweise der Liber Regius enthalten einen entsprechenden Eintrag.

Als Ehefrau erscheint

Therese beziehungsweise Terézia Kartin.

Als Kinder werden genannt:
  • Auguste beziehungsweise Auguszta,
  • Ernst beziehungsweise Ernő,
  • Margarethe beziehungsweise Margit.

In einzelnen Internetdarstellungen wird kategorisch behauptet, diese 1903 nobilitierte ungarische Familie Cavallar habe keinerlei Zusammenhang mit den österreichischen Freiherren von Cavallar oder den Rittern Cavallar von Grabensprung.

Diese Behauptung ist mit den bisher genannten Quellen jedoch nicht ausreichend bewiesen.

Eine gesonderte Nobilitierung im Jahr 1903 beweist lediglich, dass Julius beziehungsweise Gyula Cavallar seinen ungarischen Adel durch einen eigenen Rechtsakt erhielt. Sie beweist nicht, dass er genealogisch mit den anderen Familien Cavallar unverwandt gewesen sein muss.

Umgekehrt beweist die Namensgleichheit natürlich auch keine Stammesgleichheit.

Für eine Klärung müssten insbesondere ermittelt werden:
  • Geburts- und Taufeintrag des 1845 geborenen Julius beziehungsweise Gyula Cavallar,
  • Namen, Herkunft und Konfession seiner Eltern,
  • die Trauung seiner Eltern,
  • Militärgrundbuchblatt und Qualifikationslisten,
  • der vollständige ungarische Nobilitierungsakt von 1903,
  • sowie die im Wiener Genealogischen Taschenbuch 1929/30 veröffentlichte Stammfolge.

Erst danach kann seriös beurteilt werden, ob die ungarische Linie
  • vollkommen unabhängig war,
  • von einer bürgerlichen Seitenlinie der älteren Familie abstammte,
  • oder mit den Cavallar von Grabensprung tatsächlich stammesgleich war.

Die gegenwärtige Aussage „steht in keinem Zusammenhang“ sollte bis zu einem solchen Nachweis daher lediglich als unbewiesene Behauptung behandelt werden.


8. Wikipedia und die Quellen der Militärakademie

Der Wikipedia-Artikel über Wilhelm Cavallar von Grabensprung ist in seiner gegenwärtigen Form keine verlässliche Quelle für die adelsrechtliche Beurteilung.

Er bezeichnet Wilhelm bereits in der Einleitung als „Freiherrn“ und behauptet, er sei aufgrund der Ordensstatuten in den erblichen Freiherrenstand erhoben worden.

Dem widersprechen:
  • das im Österreichischen Staatsarchiv verzeichnete Ansuchen von 1918/1919,
  • die behördliche Feststellung vom März 1919,
  • das Fehlen eines nachgewiesenen Freiherrendiploms,
  • und die archivgestützte Fachuntersuchung über die Nobilitierungen der letzten Regierungsjahre Kaiser Karls.

Bemerkenswert ist, dass der allgemeine Wikipedia-Artikel zur Familie inzwischen vorsichtiger formuliert und lediglich festhält, Wilhelm habe um den Freiherrenstand angesucht. Damit widersprechen sich derzeit sogar die beiden Wikipedia-Artikel.

Auch die Militärakademie führt in ihrem Quellenverzeichnis unter anderem Wikipedia und Geni an. Für eine populäre Einführung mag dies verständlich sein. Bei adelsrechtlichen und genealogischen Detailfragen sollten auf einer offiziellen Seite jedoch vorrangig die Adelsakten des Österreichischen Staatsarchivs, zeitgenössische Militärquellen und wissenschaftliche Literatur herangezogen werden.


9. Vorläufiges Ergebnis

Zusammenfassend lässt sich festhalten:
  • Die Wahl Wilhelm Cavallars zum Jahrgangspatron ist eine verdiente Würdigung.
  • Die korrekte Namensform lautet Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung.
  • Wilhelm erhielt 1918 das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens.
  • Er suchte danach um den Freiherrenstand an.
  • Die Erhebung wurde vor dem Ende der Monarchie nicht vollzogen.
  • Ein Freiherrendiplom oder eine entsprechende kaiserliche Entschließung ist für Wilhelm nicht nachgewiesen.
  • Ferdinand Cavallar wurde 1856 in den Ritterstand mit dem Prädikat „von Grabensprung“ erhoben.
  • Die Bezeichnung Ferdinands als „Freiherr“ auf der MilAk-Seite ist zumindest erklärungsbedürftig und in der derzeitigen Textfassung widersprüchlich.
  • Joseph von Cavallar war bereits 1799 tatsächlich in den österreichischen Freiherrenstand erhoben worden.
  • Die genaue genealogische Verbindung zwischen Joseph und Ferdinand sollte durch Primärquellen belegt werden.
  • Die 1903 in Ungarn nobilitierte Linie des Julius beziehungsweise Gyula Cavallar ist nachgewiesen.
  • Ob diese Linie mit den übrigen Cavallar stammesgleich war, ist derzeit nicht abschließend geklärt.

Die Fehler und Unklarheiten schmälern weder die militärische Leistung Wilhelm Cavallars noch die Bedeutung der ihm durch den Jahrgang erwiesenen Ehre. Gerade bei einer offiziellen Würdigung wäre jedoch eine sorgfältige Trennung zwischen Ordensverleihung, Anspruch auf eine Standeserhöhung, bloßem Ansuchen und tatsächlich vollzogener Nobilitierung wünschenswert.


10. Fragen zur weiteren Forschung


1. Ist irgendwo ein von Kaiser Karl unterzeichnetes Dekret oder ein ausgefertigtes Freiherrendiplom für Wilhelm Cavallar von Grabensprung nachweisbar?

2. Wer kann die genaue genealogische Verbindung zwischen Joseph Freiherr von Cavallar und Ferdinand Ritter Cavallar von Grabensprung anhand von Kirchenbüchern oder Verlassenschaftsakten belegen?

3. Ist der Geburts- oder Taufeintrag des Generalmajors Julius beziehungsweise Gyula Cavallar vom 15. Mai 1845 bekannt? Welche Eltern werden dort genannt?


Quellen und weiterführende Hinweise

Theresianische Militärakademie – Jahrgang Major von Grabensprung
www.milak.at/jahrgan...abensprung

Theresianische Militärakademie – Wilhelm Ritter Cavallar von Grabensprung
www.milak.at/jahrgan...abensprung

Österreichisches Staatsarchiv, Adelsakt Ferdinand und Wilhelm Cavallar von Grabensprung
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.23
www.archivinformatio...ID=5430878

Österreichisches Staatsarchiv, Akt „Cavallar, Ferdinand … Freiherrenstand“
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.21
www.archivinformatio...ID=5430876

Österreichisches Staatsarchiv, Joseph von Cavallar
AT-OeStA/AVA Adel HAA AR 136.20:
Freiherrenstand vom 26. Juli 1799.

Archivgestützte Untersuchung zu den Nobilitierungen unter Kaiser Karl
insbesondere Seiten 39–41:
soapraha.gov.cz/file...e/6172.pdf

Wikipedia – Wilhelm Cavallar von Grabensprung
de.wikipedia.org/wik...abensprung

Wikipedia – Cavallar von Grabensprung
de.m.wikipedia.org/w...abensprung

Béla Kempelen: Magyar nemesi almanach, Budapest 1910
Eintrag zur Nobilitierung Cavallar Gyulas 1903:
real-eod.mtak.hu/835...mpelen.pdf

Hungaricana – Királyi Könyvek
Eintrag:
„Cavallar Gyula nyugalmazott vezérőrnagy; neje Kartin Terézia; gyermekei Ernő, Auguszta, Margit“
www.hungaricana.hu/

Hans von Stratowa: Wiener Genealogisches Taschenbuch
Band III, Wien 1929/30, S. 18: „Cavallar“.

Oskar von Hofmann/Gustav von Hubka:
Der Militär-Maria Theresien-Orden. Die Auszeichnungen im Weltkrieg 1914–1918.
Wien 1944.
"IN OMNIBUS ORDO"

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