Županič: Das Haus Liechtenstein in Österreich-Ungarn

Županič: Das Haus Liechtenstein in Österreich-Ungarn

3 Wochen 6 Tage her
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Jan Županič: Das Haus Liechtenstein in Österreich-Ungarn

Vollständiger Artikel im Anhang

Der Beitrag von Jan Županič behandelt die besondere Stellung des Hauses Liechtenstein innerhalb Österreich-Ungarns. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich die volle Souveränität Liechtensteins nach dem Zerfall des Deutschen Bundes 1866 mit der engen historischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bindung der Dynastie an die Habsburgermonarchie vereinbaren ließ.

Besonders deutlich wird dies am Besitz: Während die Dynastie im Fürstentum Liechtenstein selbst nur über sehr geringe Landflächen verfügte, lagen ihre weit umfangreicheren Besitzungen vor allem in den Ländern der Böhmischen Krone und in Niederösterreich. Der Artikel zeigt, dass die Liechtensteiner rechtlich, politisch und gesellschaftlich eine Sonderstellung einnahmen: Sie waren Bürger Liechtensteins, verfügten aber in Österreich über besondere Rechte; einzelne Mitglieder genossen zudem Exterritorialität.

Ein Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen Regelungen des 19. Jahrhunderts, etwa zur Exterritorialität, zur Staatsbürgerschaft, zu Familienverträgen, Fideikommissen und zur erblichen Mitgliedschaft im österreichischen Herrenhaus. Županič macht sichtbar, wie eng Dynastie, Besitz und Staat miteinander verflochten waren.

Nach 1918 wurde diese Nähe zu Österreich-Ungarn zunehmend problematisch. Die enge Verbindung der Liechtensteiner zur Habsburgermonarchie wurde nach dem Ersten Weltkrieg von außen als Argument gegen die Unabhängigkeit des Fürstentums herangezogen, besonders im Zusammenhang mit der tschechoslowakischen Bodenreform.

Der Artikel ist damit besonders interessant für alle, die sich mit Hochadel, Herrscherdynastien, Fideikommissrecht, Besitzgeschichte und den politischen Folgen des Zusammenbruchs Österreich-Ungarns beschäftigen.
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